Floridsdorf (21. Bezirk)

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Wusstest du, dass der 4. Bundespräsident der 2. Republik Franz Jonas aus Floridsdorf stammte? Er lebte von 1899-1974. Bundespräsident war er von 1965-1974. Von 1951-1965 war er Bürgermeister von Wien. Sein erlernter Beruf war Schriftsetzer.


Steckbrief

Fläche: 44,46 km²
Einwohnerzahl: 137 180 (Anfang 2007)
Nachbarbezirke:



Döbling
Brigittenau
Donaustadt
Niederösterreich
Wichtige Bauwerke:



Schloss Strebersdorf
Großfeldsiedlung
Karl-Seitz-Hof (Gartenstadt)
Islamisches Zentrum
Veterinärmedizinische Universität
Wichtige Straßen:










Brünner Straße
Prager Straße
Floridsdorfer Hauptstraße
Donaufelder Straße
Geradsorfer Straße
Jedlersdorfer Straße
Siemensstraße
Wagramer Straße
Leopoldauer Straße
Stammersdorfer Straße
Ödenburger Straße
Gewässer:


Donau
Alte Donau
Marchfeldkanal
Wichtige Brücken:




Floridsdorfer Brücke
Nordbahnbrücke
U-Bahnbrücke
Brigittenauer Brücke
Nordbrücke
Verkehrsmittel:



U6
Straßenbahnlinien 25, 26, 31, 33
Autobuslinien 20B, 25A, 27A, 28A, 29A, 30A, 32A, 36A
Gedenktafel für Dr. Franz Jonas (1899-1974)
Floridsdorfer Brücke


Pestsäule in Floridsdorf
Mariensäule in Floridsdorf
Jedlersdorfer Kirche
Nordsteg


Inhaltsverzeichnis

Wappen

Das Wappen des Bezirkes Floridsdorf ist in sechs Felder geteilt. Jedes Feld steht für einen Bezirksteil.

  • Links oben: Leopoldau - ein Arm mit fünf Ähren
  • Rechts oben: Stammersdorf - vier Bäume
  • Links unten: Jedlesee - Maria Loretto
  • Mitte: Floridsdorf - eine Vase mit Blumen
  • Rechts unten: Strebersdorf - eine Burg
  • Unten Mitte: Groß Jedlersdorf - zwei gekreuzte Säcke


Bezirkswappen von Floridsdorf


Bezirksgeschichte

Donaufeld

Das erste Haus wurde 1829 beim Mühlschüttelarm der Donau gebaut. Dort wurde in einer Schiffbauhütte das erste Dampfschiff, die „Franz 1“, erbaut. Rasch entstanden viele andere Gebäude, wie der Bahnhof der Kaiser–Ferdinand Nordbahn. Die Siedlung, die hier entstand, nannte man Neu-Leopoldau. Der Mühlschüttel war eine große Insel, wo zu Beginn nur drei Müller wohnten und arbeiteten. Nach dem Bau einer Brücke siedelten sich weitere Müller an. Ihre Mühlen waren Schiffe, die im Wasser ankerten - die Schiffsmühlen, die mit dem Wasser der Donau angetrieben wurden.

1866 wurden Neu-Leopoldau und Mühlschüttel in Donaufeld umbenannt. Einige Jahre später wurde von den Bauern der Umgebung die Pfarrkirche Donaufeld erbaut.

Wappen von Donaufeld


Floridsdorf

Vor 550 Jahren wurde die erste Brücke gebaut, beim heutigen Wasserpark führte das „Kuhbrückl“ über den kleinsten Donauarm. Kurz vor dieser Brücke war die Gabelung der Hauptstraßen nach Böhmen (Prag) und Mähren (Brünn).

An der Gabelung von Pragerstraße und Brünnerstraße entstand die kleine Ansiedlung Jedlersdorf am Spitz, später Am Spitz genannt. 15 Häuser gab es damals dort.

Das wichtigste Gebäude war das Wirtshaus am Spitz, als Herberge für Reisende und als Zufluchtsstätte bei Überschwemmungen. 1901 wurde das alte Wirtshaus abgerissen. An dieser Stelle entstand das Rathaus. Seit 1905 ist das Rathaus das Amtshaus des Bezirks.

Wappen von Floridsdorf


Großjedlersdorf

Der ursprüngliche Name von Jedlersdorf war „Urlingestorf“ (1108). Das bedeutete Kriegsdorf. Der Ort gehörte 500 Jahre dem Tullner Frauenkloster. Der Ortskern wurde auf einer Insel angelegt, die Schutz bei Überschwemmungen bot. Oft gab es Streit mit den Leopoldauern wegen der Grenzen. Die Grenzen wurden durch Überschwemmungen oft verschoben, daher der Streit.

Wappen von Großjedlersdorf


Jedlesee

Jedlesee ist der älteste Bezirksteil Floridsdorfs. Es wurde schon 1014 in einer Urkunde erwähnt. Dieser Ort war ein Fischer- und Bauerndorf im Augebiet der Donau. Er lag an der „Schwarzen Lacke“, einem reißender Flussarm der Donau. Trotz des ständigen Hochwassers blieben die Leute dort, da die Donau ihnen viel Geld brachte. Es gab nämlich über die „Schwarze Lacke“ keine Brücke. Damit man auf das andere Ufer nach Nußdorf gelangen konnte, musste man von hier mit der Fähre über den Fluss fahren. Diese Fahrten brachten große Einnahmen, da viele Kaufleute über den Fluss wollten. Später war die Donauüberfuhr nicht mehr so wichtig, da es Brücken gab, die sicherer waren als die Fähren. Der Ort Schwarzlackenau wurde nach diesem Gewässer benannt.

Wappen von Jedlesee


Leopoldau

Im Gebiet der heutigen Leopoldau haben schon in der Jungsteinzeit Menschen gelebt. Viele Donauarme flossen hier durch, deshalb lebten die Menschen auch vom Fischfang.

In der Leopoldau siedelten sich nacheinander viele Volksstämme, unter anderen auch 400 Jahre lang die Römer an. In dieser Zeit kam es zu harten Kämpfen.

Das Dorf Leopoldau entstand im 11./12. Jahrhundert. Damals hieß es „Alpitowe“. Es gehörte dem Markgrafen Leopold III. Aus „Alpitowe wurde dann Eupoltau. Das Volk verwechselte „Eupolt“ mit Leopold. So wurde daraus Leopoldau.

Wappen von Leopoldau


Stammersdorf

Bereits in der Eiszeit lebten hier vermutlich Mammutjäger. Es wurden hier Mammutknochen gefunden. Stammersdorf ist eine alte Weinhauersiedlung, die im 12. Jahrhundert „Stenmarsdorf“ genannt wurde. Die linsenförmige Art, in der dieses Dorf angelegt wurde, nennt man Angerdorf. Dazu gehörte eine Wehrkirche, in der die Menschen bei Angriffen Schutz suchten. Rund um das Dorf gab es Verteidigungsgräben und die Häuser standen sehr dicht beieinander. Der Bisamberg war immer ein guter Aussichtspunkt und in Kriegszeiten wichtig. Trotz dieser Verteidigungsanlagen wurde Stammersdorf von den Ungarn, Schweden und zweimal von den Türken zerstört.

Wappen von Stammersdorf


Strebersdorf

Strebersdorf wurde 1078 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. Damals lag dieser Ort in der Nähe der heutigen Scheydgasse. Er war eine Fischersiedlung im Gewirr der vielen Donauarme. 1440 zerstörte ein Hochwasser den ganzen Ort. Die Überlebenden siedelten sich daraufhin weiter weg von der Donau am Fuß des Bisamberges an. Diese neue Ansiedlung wurde Strobersdorf genannt. Es gibt zwei Erklärungen für diesen Dorfnamen:
1) Strobo, so hieß der erste Bewohner dieser Siedlung.
2) Strobler waren Strohhändler und Strohmattenerzeuger.

Wappen von Strebersdorf


Lage und Grenzen

im Südwesten: die Donau

südöstlich: der 22. Bezirk

der Rest von Floridsdorf: Niederösterreich

Grenzen von Floridsdorf


Wichtige Gebäude

Amtshaus für den 21. Bezirk

Am Spitz 1
In den Jahren 1901 bis 1903 wurde an der Stelle des Spitzer Wirtshauses das Rathaus erbaut. Damals gehörte Floridsdorf noch nicht zur Stadt Wien. Als Architekten hatte man die Brüder Draxler gewählt. Im Jahr 1904 kam Floridsdorf zu Wien. Seither wird dieses Gebäude Amtshaus genannt. Hier befinden sich wichtige Ämter zB: Standesamt, Gesundheitsamt, Jugendamt ...

Bezirksamt


Floridsdorfer Gymnasien

Das älteste Gymnasium wurde 1890 eröffnet. Das heutige Schulgebäude befindet sich in der Franklinstraße 21. Das 2. Gymnasium, das 1967 als Mädchenschule eröffnet wurde, hat als Adresse Franklinstraße 26. In der Ödenburger Straße in Groß Jedlersdorf befindet sich das 3. Gymnasium. Eine besondere Schule ist das Bertha von Suttner Gymnasium, das sich auf dem Schulschiff befindet. Dieses ist in der Donau zwischen Floridsdorfer Brücke und Nordbahnbrücke verankert. Gut zu sehen ist es, wenn man über die Floridsdorfer Brücke fährt.


Islamisches Zentrum

Am Bruckhaufen 3
Von der Donauufer Autobahn aus ist das Minarett – so heißt der Turm einer Moschee – der Moschee des Islamischen Zentrums zu sehen. An der Spitze des Minaretts und auf der Kuppel ist ein goldenen Halbmond. Das Islamische Zentrum wurde 1977 nach Plänen von Richard Lugner errichtet. Es gibt dort zwei Moscheen, eine Bibliothek, eine Mehrzweckhalle und eine Koranschule. Koran heißt die Heilige Schrift des Islam.

Islam-Zentrum


Veterinärmedizinische Universität

Veterinärplatz 1
Hier werden Studenten zu Tierärzten ausgebildet. Die neue Universität wurde am 4. Oktober (Welttierschutztag) 1996 eröffnet. Auf einem großen Gelände befinden sich 47 Gebäude, in denen Hörsäle, Forschungsinstitute und 7 Kliniken des Tierspitals untergebracht sind. Hier studieren ungefähr 2 800 Menschen.


Karl-Seitz-Hof

Jedleseer Straße 66–94
Der Karl-Seitz-Hof wird auch „Gartenstadt“ genannt. Er ist eine große Wohnhausanlage der Gemeinde Wien aus den Jahren 1920–1930. Er wurde von Architekt Hubert Gessner geplant und 1933 fertig gestellt. Seinen Namen erhielt der Hof nach dem Wiener Bürgermeister Karl Seitz, in dessen Amtszeit 63 000 Wohnungen in Wien gebaut wurden. In diesem Bau hatte jede Wohnung Fließwasser und WC. Das war etwas Besonderes, denn in den Zinshäusern in Wien gab es die Bassena und das WC am Gang, das man mit anderen Mietern teilen musste.

Karl-Seitz-Hof


Gasturbinen-Kraftwerk Leopoldau

Petritschgasse
Am Rand der Nordrandsiedlung wurde 1911 ein Gaswerk errichtet. Am Ende des zweiten Weltkrieges (1938–1945) war es schweren Luftangriffen ausgesetzt. Nach Kriegsende war es der erste Betrieb in Floridsdorf, der wieder funktionierte. So konnte Floridsdorf mit Gas versorgt werden. 1975 entstand hier das größte Gasturbinen–Kraftwerk der Welt.


Magdalenen Hof

Senderstraße 355
Diesen Namen trägt ein Gutshof der Gemeinde Wien auf dem Bisamberg. Zu diesem Hof gehören Äcker, Weingärten und ein Heurigenlokal. Auch ein ehemaliges Jagdschloss auf dem Bisamberg, das 1911 erbaut wurde, wird so genannt. Heute ist es ein Gasthaus.

Gas- und Dampfkraftwerk Leopoldau


Schloss Strebersdorf

Anton-Böckgasse
Die Vohburger, Markgrafen im 12. Jahrhundert, waren die ersten Besitzer der Herrschaft in Strebersdorf. Das Schloss wurde 1822 bei einem Brand völlig zerstört. Seit 1886 ist es im Besitz der Schulbrüder, wurde mehrfach umgebaut und wird heute Marienheim genannt. Es befindet sich neben der Klosterkirche.

Schloss Strebersdorf


Museen

Bezirksmuseum Floridsdorf

Prager Straße 33
Das Bezirksmuseum wurde 1901 als Wohnhaus der Familie Mautner-Markhof erbaut, seit 1960 beherbergt es das Floridsdorfer Bezirksmuseum.

Bezirksmuseum Floridsdorf


1. Wiener Fischereimuseum

des Verbandes der Österr. Arbeiter-Fischerei-Vereine. Einzingerstraße 1A
Hier wird ein Überblick über das Fischen einst und jetzt geboten. Seltene Präparate einheimischer Fische und Aquarien mit Lebendfischen gibt es auch zu sehen.

Fischereimuseum


Kirchen

Floridsdorfer Pfarrkirche

Diese Kirche befindet sich am Pius Parsch-Platz.
Das ist ganz in der Nähe des Bahnhofes. Die zwölf großen Steinfiguren, die die Apostel darstellen, an der Vorderseite und der 51 m hohe Turm mit dem weißen Kreuz fallen gleich auf. Der Architekt Josef Kramreiter hat die Entwürfe für die Kirche gezeichnet. Sie wurde in den Jahren 1936 bis 1938 erbaut.

Floridsdorfer Pfarrkirche


Evangelische Pfarrkirche Floridsdorf

In der Weisselgasse befindet sich die bescheiden gebaute Kirche. Sie wurde nach Plänen von Architekt Knell gebaut und 1906 eingeweiht. Eine evangelische Gemeinde trifft sich in Floridsdorf seit dem Jahr 1892 regelmäßig zum Gottesdienst.

Evangelische Kirche


Donaufelder Pfarrkirche

Der Kirchenbau, der eine Fassade aus roten Ziegeln hat, beherrscht den Kinzerplatz. Mit der Planung der riesigen Kirche begann 1893 Franz Ritter von Neumann. Damals sollte Floridsdorf Hauptstadt von Niederösterreich werden, deshalb wurde auch die Kirche so groß geplant. 1905 nahm Kaiser Franz Josef die Grundsteinlegung für die Kirche vor. 1914 wurde die Kirche eingeweiht.

Der 96 m hohe Kirchturm ist der dritthöchste von Wien und wird in der Dunkelheit von Scheinwerfern angestrahlt. Dadurch ist er weithin sichtbar ist.

Donaufelder Kirche


Kirche Töllergasse

1917 richtete der Orden der Karmelitinnen vom Göttlichen Herzen Jesu hier in der Töllergasse ein Waisenhaus ein. 1925 bis 1928 wurde eine turmlose kleine Kirche im Klostergarten errichtet. 1970–1971 fand ein Umbau und eine Erweiterung der Kirche statt.

Kirche Töllergasse


Jedlersdorfer Pfarrkirche

Die Kirche steht in der Mitte der Amtsstraße.
Es ist eine kleine Dorfkirche, die früher als Wallfahrtskirche beliebt war. Sie wird auch Klein Maria Taferl genannt. 1714 wurde an dieser Stelle eine Holzkapelle errichtet. 1785 wurde die Kapelle vergrößert und ein Turm gebaut. Heute ist die Kirche eine beliebte Hochzeits- und Taufkirche.

Jedlersdorfer Kirche


Blut Christi Kirche

Diese Kirche befindet sich in der Galvanigasse, ganz in der Nähe der Prager Straße. Sie wurde im Jahr 1964 eingeweiht. Besonders auffällig an der von Architekt Alfons Leitl geplanten Kirche ist der pyramidenförmig, steil zu laufende Turm. Er ist 40 m hoch, steht frei und ist gut sichtbar.

Blut Christi Kirche


Kirche Don Bosco

Die Kirche liegt in der Großfeldsiedlung.
Sie wurde gleichzeitig mit der Siedlung vom Architekten Clemens Holzmeister geplant. Sie fügt sich in ihre Umgebung eher unauffällig ein. An ihrem Äußeren ist nur die Glocke auffallend, die an der Nordseite der Kirche sichtbar ist. Die Kirche wurde 1971 eingeweiht.

Kirche Don Bosco


Leopoldauer Pfarrkirche

Die Kirche steht in der Mitte des Dorfes und fällt durch ihren Turm mit dem Zwiebeldach auf.

Schon im 14. Jahrhundert gab es hier eine Kapelle und einen Friedhof, der sich rund um sie erstreckte. Im 15. Jahrhundert dürfte eine Kirche gebaut worden sein. Da diese während der Türkenbelagerung 1683 zerstört worden war, errichtete man 1696 eine neue Kirche im barocken Stil.

Der Friedhof wurde 1806 verkleinert und befindet sich an der Rückseite der Kirche. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Kirche 1952.

Leopoldauer Pfarrkirche


Pfarrkirche Stammersdorf

Diese Kirche ist seit 1478 als Pfarrkirche bekannt. Einige Teile der Kirche stammen aus dem 12. Jahrhundert. Sie ist die einzige Kirche in Floridsdorf mit einem Wehrturm. In Notzeiten diente die Kirche den Menschen als Zufluchtsort und Schutz. Im Turm sind (nur von innen) vermauerte Schießscharten erkennbar. Zwischen 1713 und 1774 wurde die Kirche erweitert und verschönert. Der Pfarrhof ist ein ehemaliges Herrschaftshaus aus dem Jahr 1470. Seine heutige Gestalt erhielt er 1690.

Pfarrkirche Stammersdorf


Spitäler

Floridsdorfer Krankenhaus

Während des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1942 entstand in einer ehemaligen Schule in der Hinaysgasse ein Krankenhaus. Später wurde durch mehrere Umbauten ein modernes Spital errichtet.

Floridsdorfer Krankenhaus


Heeres-Spital Wien

Brünnerstraße 238

Heeresspital


Denkmäler

Beethoven-Gedenkstätte

Hier stand früher das Landhaus der Gräfin Erdödy. Der Komponist Ludwig van Beethoven war einige Male im Erdödy-Schlösschen zu Gast. Deshalb wurde an dieser Stelle eine Beethoven-Gedenkstätte im Jahr 1976 feierlich eröffnet. Konzerte und Ausstellungen finden in diesem Haus statt.

Beethoven-Gedenkstätte


Pestsäule

An der Aderklaaer Straße steht eine Steinsäule aus dem Jahr 1679. Sie bezeichnet ein Massengrab, in dem 133 Menschen ruhen, die an der Pest (1679-1680) gestorben sind.


Kugelkreuz

Dieses Kreuz steht an der Siemensstraße. Auf einem kleinen Hügel steht eine Steinsäule mit einer Kugel und einem Kreuz. Es gibt zwei verschiedene Erzählungen zu dem Hügel.

1. Es ist ein Massengrab aus der Zeit der Pest (1669–1670) für 700 Menschen.

2. Es ist ein Hügelgrab eines Feldherren aus der frühen Geschichte.

Kugelkreuz


Freiheitsplatz und Kaisergedenksäule

Der Freiheitsplatz liegt zwischen Erbpostgasse und Stammersdorfer Straße. Er wurde zur Erinnerung an die Ausrufung der Ersten Republik Österreich im Jahr 1918, nach dem Ende des Ersten Weltkrieges (1914-1918), entworfen. Die Kaisergedenksäule ist eine Steinsäule mit einem Adler. Sie befindet sich auf dem Freiheitsplatz und wurde zum 60-jährigen Regierungsjubiläum des Kaisers Franz Josef im Jahr 1908 errichtet.

Kaisergedenksäule


Straßen, Gassen, Plätze, Brücken

Straßen und Gassen

Brünnerstraße

Diese Straße führt vom Spitz nach Norden. Ein alter Verkehrsweg führte durch Jedlersdorf und Stammersdorf nach Brünn, der Hauptstadt von Mähren. Dieser war häufig unpassierbar und so wurde um 1736 eine neue Poststraße angelegt. Damals erhielt die Straße ihren heutigen Verlauf und Namen. Auf der Brünner Straße fährt die Straßenbahnlinie 31 nach Jedlersdorf und Stammersdorf.

Brünnerstraße


Floridsdorfer Hauptstraße

Diese Straße führt von der Floridsdorfer Brücke zum Spitz. Im Jahr 1999 wurde diese Straße und der Platz vor dem Amtshaus neu gestaltet. Hier findest du viele Geschäfte.


Pragerstraße

Diese Straße führt vom Spitz nach Nordwesten. Es gab schon eine alte Verbindungsstraße nach Prag, der Hauptstadt von Böhmen (heute: Tschechien). Diese Straße führte verwinkelt durch Jedlesee und war vom Hochwasser gefährdet. Damit die Stadt Prag besser erreicht werden konnte, wurde um 1730 eine neue Poststraße angelegt. Damals erhielt die Straße ihren heutigen Verlauf und Namen. Auf der Prager Straße fährt die Straßenbahnlinie 26 nach Jedlesee und Strebersdorf.

An der oberen Alten Donau

Diese Straße führt von der Floridsdorfer Hauptstraße zur Wagramer Straße. Sie wurde nach dem alten Bett des Donaustromes benannt. Vor der Regulierung der Donau in der Zeit von 1870–1875 bildete die heutige Alte Donau das Flussbett.

Floridsdorfer Spitz


Arbeiterstrandbadstraße

In den Jahren 1910–1911 wurde vom Arbeiterschwimmverein ein Bad an der Alten Donau errichtet. Es heißt Arbeiterstrandbad und gab der Straße den Namen.

Arbeiterstrandbadstraße


Donaufelder Straße

Die Donaufelder Straße führt vom Hoßplatz bis zur Wagramer Straße nach Kagran im Nachbarbezirk Donaustadt. Ihren Namen hat sie vom Ort Donaufeld.


Jedlersdorfer Straße

Diese Straße führt von der Koloniestraße bis zum Freiheitsplatz. Sie ist ein alter Verbindungsweg zwischen Stammersdorf und Groß-Jedlersdorf. Ihren Namen erhielt sie nach dem Ort Jedlersdorf.

Donaufelder Straße


Donauufer-Autobahn

Diese Autobahn (A22) wurde im Jahr 1981 eröffnet. Sie führt am linken Ufer der Neuen Donau entlang und ist eine der wichtigsten Straßen Wiens in den Norden.


Leopoldauer Straße

Die Leopoldauer Straße führt von der Angerer Straße zum Leopoldauer Platz. Sie ist eine breite, stark befahrene Straße. Ihren Namen bekam sie vom ehemaligen Dorf Leopoldau.

Donauufer Autobahn


Wagramer Straße

Sie bildet die Grenze zum 22. Bezirk Donaustadt und führt zur Stadtgrenze im Osten. Sie ist benannt nach dem Ort Deutsch Wagram, der im Marchfeld liegt. Zu diesem Ort führt sie auch hin.


Stammersdorfer Straße

Sie führt von der Grenze Wiens zur Hagenbrunner Straße. Benannt ist diese Straße, die früher Hauptstraße hieß, nach dem Ort Stammersdorf, durch den sie führt.

Stammersdorfer Straße


Plätze

Freiligrathplatz

An diesem Platz fällt zuerst die so genannte „Gruam“ (Grube) auf. Ein Park mit alten Bäumen, der viel tiefer liegt als die Straße. Dieser Park ist ein beliebter Spielplatz. Im Winter kann man hier auch rodeln. Den Namen erhielt der Platz nach dem deutschen Dichter Ferdinand Freiligrath (1810–1876). Er setzte sich für die benachteiligte Menschen ein.

Marco Polo-Platz

Dieser Platz wurde nach dem italienischen Reisenden Marco Polo benannt. Er wurde 1254 in Venedig geboren und reiste mit seinem Vater und seinem Onkel zum Tartaren Khan Kublai (1271). Er lernte Asien als dessen Begleiter sehr genau kennen. 1295 kehrten die drei Reisenden wieder nach Venedig zurück. Hier befindet sich eine große städtische Wohnhausanlage, die durch ihre Form und bepflanzten Terrassen auffällt.

Freiligrathplatz
Marco Polo-Platz


Brücken

Floridsdorfer Brücke

Sie wurde im Jahr 1978 eröffnet und führt über die Neue Donau und die Donauinsel in den Nachbarbezirk Brigittenau (20. Bezirk). Zu ihr kommt man vom Spitz über die Floridsdorfer Hauptstraße. Von der Brücke kann man die Donauinsel mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichen. Die Straßenbahnlinie 31 fährt über diese Brücke. Ihre Haltestelle auf der Brücke heißt: Donauinsel. Es gibt auch Wege für Fußgänger und Radfahrer.

Nordbahnbrücke

Die Schnellbahn benützt diese Brücke. In Floridsdorf heißt die Haltstelle nach der Brücke Strandbäder, weil von dort die Alte Donau gut erreichbar ist.

U-Bahnbrücke

Seit 1996 fährt die U6 bis nach Floridsdorf. Extra für die U-Bahn wurde diese Brücke errichtet. Auch Rad- und Fußwege führen über diese Brücke.

Brigittenauer Brücke

Im Jahr 1983 wurde sie als sechsspurige Autobahnbrücke fertig gestellt. Sie führt von der Arbeiterstrandbadstraße über die Neue Donau, die Donauinsel und die Donau in den Nachbarbezirk Brigittenau (20. Bezirk).

Nordbrücke

Diese Brücke verbindet Floridsdorf mit dem Nachbarbezirk Döbling (19. Bezirk). Sie wurde im Jahr 1964 eröffnet und 1996 renoviert. Sie kann von der Brünner Straße und von der Prager Straße erreicht werden. Für Radfahrer und Fußgänger führt daneben der Nordsteg über die Neue Donau, die Donauinsel und die Donau.

Floridsdorfer Brücke
U-Bahnbrücke
Nordbrücke


Gewässer

Marchfeldkanal

Ein Kanal ist ein künstlich angelegter Wasserlauf. Der Marchfeldkanal ist etwa 19 km lang und soll Wasser der Donau in das Marchfeld bringen. Mit seinem Bau wurde 1986 begonnen. Der Marchfeldkanal beginnt bei Langenzersdorf. In der Schwarzlackenau (Jedlesee) wird das Wasser, das aus der Donau kommt, in einem mit Schilf bewachsenen Teich gereinigt und fließt dann durch Strebersdorf und Stammersdorf im Marchfeldkanal bis nach Deutsch-Wagram. Dort soll das Wasser versickern. Die Wege entlang des Marchfeldkanals werden von Radfahrern und Spaziergängern als Erholungsgebiet genützt.

Marchfeldkanal bei Stammersdorf


Öffentliche Verkehrsmittel

  • U6
  • Straßenbahnlinien 26, 30, 31
  • Autobuslinien 20B, 25A, 27A, 28A, 29A, 30A, 32A, 36A
  • Schnellbahn
Straßenbahn der Linie 26


Parks

Paul-Hock-Park

Brünnerstraße/Gerichtsgasse
Im Jahre 1903 wurde der an dieser Stelle gelegene Floridsdorfer Friedhof aufgelassen und in einen Park umgestaltet. Benannt nach dem ersten Floridsdorfer Bezirkshauptmann, Baron Dr. Paul Hock (1857 bis 1924).

Josef-Grössing-Park

Dieser Park befindet sich an der Gerasdorfer Straße. Den Namen erhielt der Park nach einem achtjährigen Kind, das im Jahr 1927 während einer Demonstration der Sozialdemokraten von Rechtsradikalen erschossen wurde. Hier gibt es einen Kinderspielplatz.

Floridsdorfer Aupark

Er liegt an der Jedleseer Straße. Der Park ist ein Teil des ehemaligen Augebietes am Donauufer. Hier gibt es einen Kinderspielplatz.

Franz-Polly-Park

Dieser Park, der sich am Obergfellplatz befindet, wurde nach Franz Polly benannt. Viele Jahre leitete er das Floridsdorfer Bezirksmuseum. Hier gibt es einen Kinderspielplatz.

Denglerpark

Dieser Park befindet sich in der Nähe der Prager Straße. Er wurde nach Johann, Anton und Rudolf Dengler benannt, die in Jedlesee eine Brauerei betrieben haben. Hier gibt es einen Kinderspielplatz.

Skaterpark Lüssenpromenade

Er liegt an der Lüssenpromenade in Stammersdorf und hat eine Skateanlage.

Karl-Brunner-Park

Dieser Park liegt in der Liebleitnergasse. Den Namen erhielt der Park nach dem Schuldirektor Karl Brunner. Karl Brunner war auch Ehrenbürger von Stammersdorf. Hier gibt es einen Spielplatz.

Paul Hock Park
Josef-Grössing-Park
Franz Polly Park


Freizeitangebote

Jugendzentrum in Floridsdorf-Zentrum – Haus der Begegnung

Angerer Straße 14
1968 wurde das Haus der Begegnung eröffnet.

Darin befinden sich:
die Volkshochschule Wien Nord,
die Jugendzentrale des Vereins Wiener Jugendkreis und
die Musikschule der Stadt Wien.

Es gibt auch einen großen Festsaal, in dem verschiedene Veranstaltungen, Theaterstücke und Ausstellungen stattfinden.

Jugendzentrum im Haus der Begegnung


Kinopolis

Dieses Kino findest du im Shopping Center Nord, Ignaz Köck Straße 1. Das Kinopolis ist ein großes Kino mit mehreren Kinosälen.

Erreichbar ist es mit der Straßenbahnlinie 31 und 33.

Kinopolis


Donauinsel

Auf der Donauinsel kann man schwimmen und Boot fahren. Es gibt aber auch viele Wiesen zum Spielen, langgezogene Wege zum Radfahren und Inlineskaten.

Donauinsel


Angelibad

Im Angelibad „An der oberen Alten Donau“ gibt es: Badestrand, Kleinkinderbecken mit vorgewärmtem Wasser, Tennisplätze, Minigolf, Kinderspielplatz, Fußballplatz, Beach-/Volleyball, Basketball, Freiluftmühle, Gatschplatz, Piratenschiff, Schwimmsteganlage, Fort mit Rutsche, Sonnenbäder, Buffet. Die Liegewiese grenzt an die Alte Donau, in der du auch schwimmen gehen kannst. Es ist ein Freibad und daher nur im Sommer geöffnet.

Angelibad


Sagen und Geschichten


Externe Links


Sonstiges

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