Fuchs

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Kennst du Tiergeschichten und Fabeln, in denen ein Fuchs vorkommt? Der Name des Fuchses in solchen Fabeln lautet Reinecke. In den Geschichten wird ihm nachgesagt, das schlaueste und listigste Tier zu sein.

Füchse zählen zur Familie der Hunde. Sie werden deshalb manchmal auch als Wildhunde bezeichnet.

Wenn bei uns von Füchsen gesprochen wird, ist beinahe immer der Rotfuchs gemeint. Er ist die einzige Fuchsart, die in Mitteleuropa beheimatet ist. Hier kannst du einiges über diese Fuchsart erfahren.

Rotfüchse


Schlafender Fuchs


Inhaltsverzeichnis

Aussehen

Rotfüchse sind Säugetiere, die dämmerungs- und nachtaktiv sind. Das bedeutet, dass sie, sobald es dunkel wird, auf die Jagd gehen und tagsüber schlafen.

Typisch für alle Füchse ist ein schlanker Körper mit relativ kurzen Beinen. Alle Füchse besitzen eine spitze Schnauze und einen buschigen Schwanz. Der Schwanz ist bei manchen Arten sogar genauso lange wie der Körper. Die größten Fuchsarten können eine Körperlänge von 90 cm und eine Schwanzlänge von 55 cm erreichen. Das Gewicht der unterschiedlichen Arten bewegt sich zwischen 1 und 14 kg. Du siehst also, dass die einzelnen Fuchsarten ganz unterschiedlich groß sind.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist ihr Haarkleid. Der bei uns heimische Rotfuchs trägt das typische rote Haarkleid. Andere Fuchsarten können aber auch weiß, gelb oder silbrig grau gefärbt sein.

Füchse wurden früher wegen ihres besonderen Felles gejagt. Heute werden Füchse in so genannten Pelzfarmen gezüchtet. Allerdings ist die Haltung dieser Wildtiere oftmals alles andere als Artgerecht.

Fuchs auf einer Wiese

Silberfuchs im Zoo


Lebensraum

Der Rotfuchs bewohnt weite Teile Mitteleuropas und Asiens, Nordamerika. Kanada und Teile Australiens. Er ist aber auch in manchen Gegenden Nordafrikas zu finden.

Da der Rotfuchs nicht besonders anspruchsvoll ist, fühlt er sich in Wäldern, auf Feldern und Heiden ebenso wohl, wie in locker bebauten Siedlungsgebieten und Parks.

In den städtischen Gegenden sind Füchse sehr nützlich. Sie sorgen dafür, dass die Ratten nicht überhand nehmen und fressen die Tiere, die im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind.

Der Fuchs bewohnt einen so genannten Fuchsbau. Allerdings hat er nicht nur einen Wohnsitz, sondern einen Hauptbau und mehrere Nebenbaue. Er gräbt seine Wohnung entweder selber, oder übernimmt sie von Dachsen und Kaninchen. Typisch für Fuchsbauten ist, dass sie mehrere Ein- bzw. Ausgänge haben. So kann ein Fuchs leichter vor Feinden fliehen.

Fuchs schläft im Garten
Fuchs im verschneiten Wald


Ernährung

Füchse sind grundsätzlich Allesfresser. Das bedeutet, dass sie neben kleinen Tieren auch Insekten, Eier, reife Beeren und andere Früchte fressen. Eidechsen und Frösche gehören zwar nicht zu ihren Lieblingsspeisen, wenn Füchse jedoch Hunger haben und nichts anderes finden, machen sie auch Jagd auf diese Tiere.

Wenn Füchse Mäuse jagen, sieht das sehr lustig aus. Sie stehen ganz still und springen plötzlich so weg, dass sie mit ihren Vorderpfoten die Maus erwischen.

Das Kinderlied „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ erzählt uns, dass Füchse auch keine Scheu davor haben, hin und wieder in einen Gänse- oder Hühnerstall einzubrechen. Dieses Verhalten macht den Fuchs bei den Landwirten nicht gerade beliebt.

Füchse jagen fast immer alleine. Wenn die jungen Welpen jedoch die Jagd erlernen, folgen sie ihrer Mutter und jagen mit ihr gemeinsam.

Füchse töten ihre Beutetiere übrigens mit einem einzigen Biss. Da Füchse auch kranke Tiere jagen und Aasfresser sind, gelten sie als Gesundheitspolizisten des Waldes.

Fuchs beim Trinken


Fuchs mit Beute (Fasan)


Die Welpen

Füchse zählen zu den Säugetieren. Sie sind grundsätzlich Einzelgänger. Das Weibchen paart sich während der so genannten Rollzeit mit mehreren Männchen (Rüden). Eines von den Männchen bleibt während der gesamten Aufzucht der kleinen Welpen bei dem Weibchen (die Fähe) und hilft dabei, die Jungen großzuziehen.

Nach etwa 50 Tagen Tragzeit werden die jungen Füchse geboren. Die kleinen Welpen sind direkt nach der Geburt noch komplett unselbständig. Sie sind blind, taub und können sich nicht gut fortbewegen. Fuchswelpen werden daher als Nesthocker bezeichnet.

Die kleinen Füchse werden zirka 4 bis 6 Wochen lang gesäugt, bevor sie langsam an anderes Futter gewöhnt werden. Bereits im Alter von 4 Monaten sind die jungen Füchse recht selbständig und können ihre Mutter auf die Jagd begleiten. Nach einem Jahr schließlich haben sie alles gelernt, was sie zum Überleben benötigen. Nun ist der Zeitpunkt gekommen die Mutter zu verlassen und sich ein eigenes Revier zu suchen.

Fuchswelpe schaut aus dem Bau
Fuchswelpen


Tollwut

Füchse gelten allgemein als Hauptüberträger der Tollwut. Die Tollwut ist eine Krankheit, die dem Menschen äußerst gefährlich werden kann. Tollwutkranke Tiere – auch Wildtiere – sind sehr zutraulich. Wenn man sie jedoch streicheln möchte, beißen sie zu und übertragen dadurch diese Seuche.

Bei uns konnte die Tollwut durch das Auslegen von Impfködern recht gut eingedämmt werden. Seit 1990 gilt die Tollwut in Österreich sogar als beinahe ausgerottet.

Trotzdem solltest du gut acht geben, wenn dir ein Fuchs zuläuft. Du darfst du ihn auf keinen Fall anfassen. Am besten, du benachrichtigst in diesem Fall einen Jäger, der sich um das Tier dann kümmert.

Tollwut kann übrigens nicht nur von Füchsen übertragen werden, sondern auch von streunenden Hunden und Katzen. Deshalb sollten alle Haustiere, die raus dürfen, unbedingt gegen Tollwut geimpft werden.

Junger Fuchs
Fuchs im Wald


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