Hühnerei

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In einem Ei entwickeln sich die Nachkommen eierlegender Tiere – Vögel, Schildkröten, Schmetterlinge, Krokodile, Insekten, Fische …

Der Nährwert für den Menschen ist hoch. Daher nutzt er sie als Nahrungsquelle. Bedeutend sind für den Menschen vor allem die Vogeleier, besonders das Hühnerei.

Hühnerei - Hannahdownes commons.wikimedia.org, CC BY-SA 4.0


Aufbau

Die Form ist oval.

Jedes befruchtete Ei bildet im Eidotter eine Keimzelle aus.

Dotter und Eiweiß sind die Nährstoffe für das heranwachsende Jungtier. Sie sind von der Eihaut umgeben.

Die Hagelschnur hält den Dotter in der Mitte der Kalkschale fest und verhindert Beschädigungen des Inneren bei Erschütterungen.

In der Luftkammer befindet sich die notwendige Atemluft, die das Küken nach dem Durchstoßen der Eihaut kurz vor dem Schlüpfen benötigt.

Die Eischale aus Kalk dient dem Schutz. Sie ist nicht einmal einen halben Millimeter. Dick genug, damit sie das Gewicht der brütenden Henne tragen kann. Dünn genug, damit sich das Küken mit Hilfe des Eizahns daraus befreien kann.


So sieht das Hühnerei innen aus. - Eva Hofbauer Wiener Bildungsserver, CC BY-NC-ND 3.0 AT


Zusammensetzung

Es besteht aus:

  • Eischale (10 %)
    Sie enthält wichtige Mineralstoffe.
  • Dotter (33 %)
    Er enthält Wasser (50 %), Fett (31 %), Eiweiß (ca. 16 %). Die restlichen Bestandteile sind Vitamine, Kohlenhydrate und Mineralstoffe.
    Wird der Dotter erhitzt, beginnt er ab einer Temperatur von 65° C fest zu werden.
  • Eiklar (57 %)
    Es enthält Wasser (ca. 87 %), Eiweiß (ca. 11 %), fast kein Fett. Die restlichen Bestandteile sind Vitamine, Kohlenhydrate und Mineralstoffe.
    Wird das Eiklar erhitzt, beginnt er ab einer Temperatur von 60° C fest zu werden.
  • Wasser im Ei
    Die Eischale ist durchlässig. Sie ermöglicht den Austausch von Luft und die Verdunstung des Wassers. Darum wird der Wasseranteil im Ei immer weniger, die Luftkammer im Ei mit der Zeit größer.
    Ein Ei sollte bis zum Verbrauch gleichmäßig kühl gelagert werden. Auf gar keinen Fall sollte es für längere Zeit in der Sonne liegen.


Bestandteile des Eis: Schale, Dotter und Eiklar - Phichet9707 commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0
Durch Erhitzen werden Dotter und Eiklar fest. - Beetle pixabay.com, CC0 1.0


Vor dem Legen

Im Eierstock der Henne befinden sich viele Eizellen. Eine nach der anderen wächst heran und wird zu einer Dotterkugel. Der Vorgang benötigt mehrere Tage.

Danach wandert die Dotterkugel in den Eileiter. Wird sie jetzt vom Hahn befruchtet, entwickelt sich der Keimfleck. Zu kaufen gibt es meistens nur unbefruchtete Eier.

Die Dotterkugel wandert weiter im Legedarm. Hier bildet sich die Hagelschnur, dann entwickelt sich die Schalenhaut.

Danach wird das Hühnerei mit einer Kalkschale umgeben. Gleichzeitig entsteht im Inneren die Luftkammer. Sie befindet sich immer an der stumpfen Seite des Eis. Der Grund dafür ist noch nicht bekannt.

Noch immer ist das Ei nicht fertig. Die Schale wird vor dem Legen noch mit einer Oberhaut versehen. Sie schützt vor dem Eindringen von Bakterien.


Ei-Entwicklung im Körper der Henne - Xiaozi, Bearbeitung: Gohnarch commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0
Gelege fertig entwickelter Eier - Fir0002 commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Nach dem Legen

Eine Henne beginnt bei einem Gelege ab 13 Eiern zu brüten. Für diese Gelege-Größe braucht sie ungefähr 3 Wochen. Erst wenn alle Eier im Nest sind, wärmt sie die Eier. Verlassen wird das Nest von ihr nur mehr für kurze Zeit zum Trinken und Fressen.

Durch die ständige Körperwärme beginnt jetzt die Entwicklung der Küken im Ei. Nach 21 Tagen schlüpfen alle auf einmal.

Um aus dem Ei zu kommen drehen sie sich zur stumpfen Seite des Eis und damit zur Luftkammer, durchstoßen die Eihaut und picken mit dem Eizahn an der Spitze ihres Schnabels die Schale auf.

Von der Schale befreit wiegen sie zwischen 35 g und 45 g und sind Nestflüchter – sie können sofort laufen und Nahrung aufnehmen.


Die Henne brütet - Pava commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0 IT
Oben an der Schnabelspitze ist der Eizahn zu sehen - Uberprutser commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


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