Lärm

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Lärm ist „unerwünschter Schall“. Von Lärm spricht man dann, wenn Geräusche für Menschen unangenehm sind. Er kann der Gesundheit Schaden zufügen. Welche Art von Geräuschen bei welcher Lautstärke als empfunden werden ist für jeden Menschen anders. Laute Musik kann der einen Person angenehm, für die andere aber Lärm sein.

Wo ein solches Gebotsschild hängt, muss Gehörschutz getragen werden. - unbekannt commons.wikimedia.org, CC0 1.0


Woher kommt das Wort „Lärm“?

Die Wörter „Lärm“ und „Alarm“ stammen von „All'arme!“ ab. Das ist Französisch und bedeutet: „Zu den Waffen!“ Durch „Lärm machen“ mit Trommeln, Pfeifen und Trompeten rief man vor 400 Jahren die Soldaten zu den Waffen. Damals erzeugten Gewehre und Kanonen ohrenbetäubenden Lärm – kein anderes Geräusch war lauter. Maschinen und motorisierte Fahrzeuge, die heute die wichtigsten Lärm-Verursacher, gab es noch nicht.

Dieser Kanonier muss sich die Ohren zu halten! - Tennessee Wanderer www.flickr.com, CC BY-ND 2.0


Lautstärke und Schalldruck

Lärm breitet sich in Wellen durch die Luft aus. Die Stärke der Welle heißt Schalldruck. Das Ohr des Menschen ist für Signale mit geringem Schalldruck (= leise Geräusche) empfindlicher als für solche mit hohem Schalldruck (= laute Geräusche). Unterschiede in der Lautstärke leiser Geräusche hören wir viel genauer. Wie laut ein Geräusch für uns ist, hängt vom Schalldruck und von der Tonhöhe ab. Ist der Schalldruck gleich, werden tiefe Töne weniger laut empfunden als hohe Töne.

Wie Wellen auf dem Wasser breitet sich Lärm rund um eine Lärmquelle aus. - Roger McLassus commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Messung der Lautstärke

Lautstärke wird in Dezibel (dB) mit Mikrofonen gemessen. Kinder und Jugendliche hören etwas besser als ältere Menschen. 0 dB ist die Hörschwelle, 10 dB entspricht dem Rauschen der Blätter, mit etwa 20 dB flüstern 2 Menschen, mit 50 dB sprechen sie normal miteinander. Wohnt jemand an einer stark befahrenen Straße, ca. 80 dB, kann es bei ständiger Belastung zu Gehörschäden führen. Ab 85 dB sollte man bereits einen Gehörschutz tragen, 120 dB verursachen Schmerzen. Explodiert gleich neben dir zu Silvester ein Knallkörper (= 150 dB), kann es zu unheilbaren Schäden im Ohr kommen.

Die Explosion eines solchen Knallkörpers kann zu Gehörschäden und schweren Verletzungen führen! - Max schwalbe commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Lärm schadet nicht nur dem Gehör

Lärm ist eine Belastung für den ganzen Körper. Sie wird größer, wenn man Lärm für längere Zeit ausgesetzt ist: das Herz beginnt unregelmäßig zu schlagen, die Blutgefäße werden enger, der Verdauung arbeitet langsamer … Der Körper reagiert auf Lärm so, als wäre er in Gefahr. Das ist normal. Bleibt es aber für längere Zeit so, schädigt das die Gesundheit. Das Herz kann aufhören zu schlagen. Außerdem belastet Lärm die Nerven und stört den erholsamen, ruhigen Schlaf.

Dauernder Lärm ist eine Belastung für Körper und Geist - geralt pixabay.com, CC0 1.0


Lärm warnt vor Gefahren

Lärm wird als Anzeichen einer Gefahr wahrgenommen. Der Mensch hat gelernt, dass viele Gefahren mit lauten Geräuschen verbunden sind. So wird das Fallen eines Baumes im Wald durch das Geräusch des brechenden Stammes angekündigt - wir müssen ausweichen. Für Fußgänger und Radfahrer kann es im Straßenverkehr gefährlich sein, mit Kopfhörern laute Musik zu hören – andere Verkehrsteilnehmer werden nicht rechtzeitig gehört.

Aus Kopfhörern Musik zu hören kann im Straßenverkehr gefährlich sein! - StockSnap pixabay.com, CC0 1.0


Lärmschutz

Im täglichen Leben sind wir ständig Lärm ausgesetzt. Wird er, wie im Verkehr, zu laut, müssen Schutzvorrichtungen errichtet werden. Menschen, die mit lauten Maschinen arbeiten, müssen einen Gehörschutz tragen. Wohnt man an einer Autobahn oder Schnellstraße, müssen in Wohngebieten Lärmschutzwände errichtet werden. Zusätzlich können die Wohnräume mit Lärmschutzfenstern ausgestattet sein. Veranstaltungshallen für Konzerte, Probenräume für Musiker (zB Trommler, Trompeter …) sind gegen den Lärm nach draußen isoliert.

Entlang von Autobahnen werden Lärmschutzwände errichtet. - Alexas_Fotos pixabay.com, CC0 1.0


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