Leopoldstadt (2. Bezirk)

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Wusstest du, dass Wilhelm Freiherr von Tegetthoff ein Seeoffizier war? Er gewann 1866 die Seeschlacht von Lissa durch Rammstöße gegen italienische Schiffe.


Steckbrief

Fläche: 19,27 km²
Einwohnerzahl: 95 200 (Anfang 2007)
Nachbarbezirke:





Innere Stadt
Landstraße
Alsergrund
Simmering
Brigittenau
Donaustadt
Wichtige Bauwerke:







Amtshaus
Synagoge
Flaktürme
Nestroyhof
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder
Leopoldskirche
Wallfahrtskirche Maria Grün
Nepomukkirche
Wichtige Straßen:






Afrikanergasse
Ausstellungsstraße
Hauptallee
Mexikoplatz
Praterstern
Taborstraße
Vorgartenstraße
Gewässer:

Donaukanal
Heustadelwasser
Wichtige Brücken:

Donaukanalbrücken
Donaubrücken
Verkehrsmittel:




U1, U2
Straßenbahn 1, 2, 5, 31, O
Autobus 4A, 5A, 11A, 77A, 80A, 82A, 83A, 84A, 80B
Schnellbahn
Wilhelm Freiherr von Tegetthoff
Das berühmte Schweizerhaus im Prater


Die Prater Hauptallee
Der Praterstern um 1900
Flakturm
Das Messegelände


Inhaltsverzeichnis

Wappen

Auf dem dreigeteilten Wappen der Leopoldstadt ist links der Heilige Leopold für den Bezirksteil Leopoldstadt, rechts der Hubertushirsch für die Jägerzeile und unten die Zunge des Heiligen Johannes Nepomuk für Zwischenbrücken zu erkennen.

Bezirkswappen von Leopoldstadt


Bezirksgeschichte

Jägerzeile

Pensionierte Hofjäger siedelten sich in der Venediger Au (zwischen Lassallestraße und Ausstellungsstraße) seit 1569 an. Der Fahrweg zur Stadt wurde Jägerzeile heute Praterstraße) genannt. Später durfte entlang dieser Straße gebaut werden. 1660 wurde dann der Ortsname geprägt. 1850 kam sie zu Wien.

Wappen der Jägerzeile


Leopoldstadt

Sie hieß ursprünglich „Werd“. „Unterer Wird“ wurde 1337 zum ersten Mal erwähnt. Der Ort entstand in den Auen der Donau, die damals noch kein festes Flussbett hatte. Viele Seitenarme flossen hier und bildeten Inselgruppen. Mit dem Bau der Pfarrkirche zum Heiligen Leopold (1670/71) erhielt das Gebiet den heutigen Namen. 1850 kam sie zu Wien.

Wappen von Leopoldstadt


Zwischenbrücken

1688 wurden zwei Donaubrücken, die große und die kleine Taborbrücke gebaut. Das Gebiet lag genau dazwischen. Ebenso wurde die Befestigungsanlagen „Tabor“ errichtet. Diese Bauten ermöglichten die Besiedelung des Gebietes. Erste Häuser und Wachgebäude wurden von den hier stationierten Menschen errichtet. Später gab es auch zwei Gasthäuser. Reisende und Fuhrleute kehrten dort ein. 1850 kam das Gebiet zu Wien.

Wappen von Zwischenbrücken


Lage und Grenzen

Lage

Bezirksgrenzen

Der zweite Bezirk wird sowohl von natürlichen Grenzen, als auch von wichtigen Straßenzügen begrenzt.

  • Im Norden: Innstraße, Nordbahnstraße, Taborstraße, Nordbahnstraße, Rauscherstraße, Wasnergasse, Gaußplatz, Perinetgasse
  • Vom Westen bis Süden: Donaukanal
  • Im Osten: Donau
Lage und Grenzen der Leopoldstadt


Wichtige Gebäude

Dogenhof

Praterstraße 70
In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Idee eines kleinen Italiens in der Leopoldstadt geboren. Es sollten sich hier Italiener aus der damaligen Monarchie niederlassen und Häuser im typischen Stil ihrer Heimat bauen. Dieses Projekt wurde zwar nie verwirklicht, jedoch kann man heute noch Anzeichen dafür finden. Der Dogenhof ist ein Beispiel dafür. 1898 ließ Maximilian Haas das Haus nach dem Vorbild des Dogenpalastes in Venedig mit einer wunderschönen Fassade bauen. Im Dogenhof gibt es auch ein berühmtes Kaffeehaus mit gleichem Namen.

Dogenhof


Magistratisches Bezirksamt (Amtshaus)

Karmelitergasse 9
Früher fand man das "Richterhaus" in der Kleinen Sperlgasse 10. Seit 1906 befindet sich das Amtshaus für den 2. Bezirk in der Karmelitergasse 9. Hier befinden sich verschiede Ämter z. B. Bezirksgesundheitsamt, Wohnungsamt, Jugendamt, Bezirksschulinspektorat, ... Aber auch das Bezirksmuseum und das Clownmuseum sind in diesem Gebäude untergebracht.


Synagoge

Tempelgasse
Die Leopoldstadt ist seit dem Ghetto im Werd der traditionelle Ort jüdischer Ansiedlung. Vor allem in der Zwischenkriegszeit war sie das Zentrum jüdischer Kultur, doch auch heute zeugen wieder kulturelle und religiöse Einrichtungen von der Neubelebung der jüdischen Gemeinde. Die "Große Synagoge" in der Tempelgasse wurde 1853-1858 in maurischem Stil erbaut. Sie war der größte Tempel Wiens. Am 9. November 1938 (Reichskristallnacht) fand in den meisten Städten Deutschlands und Österreichs ein Pogrom statt, bei dem fast alle Synagogen in Brand gesteckt und ein großer Teil der jüdischen Bevölkerung verhaftet wurden. Auch die Synagoge in der Tempelgasse wurde zerstört. Heute steht an ihrer Stelle ein neues, kleineres Gebetshaus.

Flaktürme

Augarten
Im Jahr 1940 wurden im Augarten zwei fast 50 m hohe FLAK-Türme (= Flieger-Abwehr-Kanonen) errichtet. Zu dieser Zeit tobte der 2. Weltkrieg und der Augarten war häufig das Ziel von Luftangriffen.

Zum goldenen Hirschen

Taborstraße 17b
Dieses Gebäude ist ein Wohnhaus und es befindet sich gleich gegenüber der Josefskirche. An einer Ecke des Daches steht eine Hirschfigur. Bemerkenswert ist, dass einst Johann Strauß (Vater) in diesem Haus gewohnt hat. Von 1832/33 an wohnte die Familie Strauß im Haus "Zum goldenen Hirschen", auch "Hirschenhaus" genannt, wo ihnen fast der ganze erste Stock (13 Zimmer und 3 Küchen) zur Verfügung stand. Hier wurden die Kinder Ferdinand (1834) und Eduard (1835) geboren.

Holiday Inn Crowne Plaza

Handelskai 269
Vielleicht hast du dieses Gebäude am Handelskai, in der Nähe des Ferry-Dusika-Stadions schon gesehen. Einst war es ein Getreidespeicher. Als die Lagerung von großen Mengen Getreide aufgegeben wurde, überlegte man, ob das Gebäude abgerissen oder umgestaltet werden sollte. Da der Abriss damals 90 Millionen Schilling (das sind über 6,5 Millionen Euro) gekostet hätte, entschloss man sich zur Umgestaltung und schon bald stand fest, dass es ein Hotel werden sollte.

Synagoge in der Tempelgasse
Flakturm


Museen

Bezirksmuseum

Karmelitergasse 9
Es ist im Amtshaus und beherbergt die Geschichte der Leopoldstadt. Die Themen umfassen die erste Besiedlung, Brücken, Dampftramway mit Straßenbahn, den Prater mit dem Riesenrad und vieles mehr.

MUK Museum für Unterhaltungskunst,
Circus- und Clownmuseum

Ebenso wie das Bezirksmuseum ist es in der Karmelitergasse 9. Ursprünglich hieß es Österreichisches Circus- und Clownmuseum und entstand aus einer Privatsammlung. Es bietet lustige Einblicke in die Geschichte der Unterhaltungskünste.

Pratermuseum

Oswald-Thomas-Platz 1
Das Museum ist im Planetarium gleich beim Riesenrad. Es zeigt beispielsweise einen Wahrsageautomat, die Bauchrednerpuppe Maxi oder einen Lindwurm aus einer abgerissenen Grottenbahn.

Planetarium im Wiener Prater


Kirchen

Kirche zum heiligen Josef

Karmeliterplatz
Sie ist auch als Karmeliterkirche bekannt. Diese Kirche wurde 1624 erbaut und ist somit die älteste Kirche der Leopoldstadt. Kurz nach ihrer Fertigstellung wurde auch mit dem Bau des anschließenden Karmeliterklosters begonnen und 1639 vollendet. Während der Türkenbelagerung 1683 wurden die Kirche und das Kloster zerstört und später wieder aufgebaut. Von 1904-06 erfolgte der Abbruch der Klosterbauten.

Leopoldskirche

Alexander Poch Platz
Kaiser Leopold I. ließ 1670 die Juden aus Wien ausweisen. Der Wiener Magistrat kaufte die "Judenstadt" um 100 000 Gulden und verpflichtete sich, an Stelle der "Neuen Synagoge" eine katholische Kirche zu erbauen. Die neue Vorstadtgemeinde erhielt zu Ehren des Kaisers den Namen Leopoldstadt. 1670 legte der Kaiser persönlich den Grundstein zur neuen Kirche. Die Pfarrkirche wurde 1683 von den Türken in Brand gesteckt und vollständig zerstört. Nach der Niederlage der Türken entstand die zweite Pfarrkirche St. Leopold, die 1772 wieder abgetragen wurde, da sie schon nach kurzer Zeit zu klein war. Das heutige Gotteshaus wurde 1722 bis 1724 errichtet.


Franz von Assisi Kirche

Mexikoplatz
Diese Kirche ist auch unter Mexikokirche bekannt. Sie ist ein Backsteinbau in romanischem Stil und wurde anlässlich des 50-jährigen Thronjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. begonnen, aber erst 1913 fertig gestellt.

Klosterkirche der Barmherzigen Brüder

Taborstraße 16
Die Barmherzigen Brüder wurden um 1540 von Johannes von Gott als Krankenpflegeorden gegründet. Seit 1614 wirken Barmherzige Brüder in der Leopoldstadt für die Menschen in Wien. Der alte Trakt des vermutlich zwischen 1622 und 1652 erbauten Spitals liegt an der Taborstraße. Der weithin sichtbare Turm der Klosterkirche ist ein Wahrzeichen der Leopoldstadt geworden.

Franz von Assisi Kirche


Spitäler

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder

Große Mohrengasse 9
Der Orden der Barmherzigen Brüder wurde um 1540 von Johannes von Gott als Krankenpflegeorden begründet. Nachdem Kaiser Matthias 1614 eine Stiftung einrichtete, wurde an die Klosterkirche ein Spital angeschlossen, das älteste Spital Wiens. Den alten Trakt mit seiner Klosterkirche kann man noch in der Taborstraße sehen. Das neue, modern ausgestattete Krankenhaus befindet sich in der Großen Mohrengasse 9. Davor steht das Johannes von Gott-Denkmal.

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder


Denkmäler

Gedenksäule

Im Werd / Ecke Leopoldsgasse

Gestiftet wurde die Säule vom Kulturverein „Freunde des Karmeliterviertels“ und gestaltet von Barbara Asimus und Berndt Anwander. Die Gedenksäule wurde Personen gewidmet, die Verfolgten während der NS-Zeit halfen.

Gedenkstein

Mexikoplatz

Mexiko protestierte im Jahr 1938 als einziger Staat gegen die Angliederung Österreichs an Deutschland. 1985 wurde zum Gedenken der Gedenkstein von Bürgermeister Helmut Zilk und Botschafter Roberto de Rosenzweig-Diaz enthüllt.

Gedenktafel

Förstergasse 7

Am 12.4.1945, wenige Stunden vor der Befreiung, ermordeten SS-Offiziere 9 Menschen. Die Gedenktafel wurde am 14.4.1960 enthüllt und von der Israelitischen Kultusgemeinde gestiftet. Die Gedenktafel ist eine Erneuerung der vormaligen vom Verband der KZler und sonst politisch Verfolgter gestifteten und am 12.4.1954 enthüllten Tafel.

Gedenkstein am Mexikoplatz


Straßen, Gassen, Plätze, Brücken

Straßen und Gassen

Ausstellungsstraße

Zur Erinnerung an die Weltausstellung von 1873.

Darwingasse

Charles Robert Darwin war ein englischer Naturforscher, der von 1809-1882 lebte. Er begründete die Erkenntnis, dass sich aus niedrigem Leben immer höheres Leben bis zum Menschen entwickelt hat (Darwinismus).

Dresdner Straße

Nach der Fertigstellung der Nordbahn, welche nach Dresden führte, erhielt diese Straße ihren Namen. Dresden ist die Hauptstadt des deutschen Bundeslandes Sachsen. Im Gegenzug dazu erhielt die Stadt Dresden eine Wiener Straße.

Handelskai

Nach der Donauregulierung (1884) siedelten sich hier viele Handelsbetriebe an. Es gab auch Schiffsanlegeplätze und Kaianlagen, daher kommt der Name.

Hauptallee

Sie war die erste Straße, die durch die Donauauen des Praters führte.

Kafkastraße

Franz Kafka (1883-1924) war ein bekannter österreichischer Schriftsteller. "Der Prozess" ist eines seiner bekanntesten Werke.

Lassallestraße

Ferdinand Lassalle (1825 bis 1864) war Mitbegründer der Arbeiterbewegung und setzte sich für Reformen sowie das Wahlrecht ein.

Leopoldsgasse

Diese Gasse wurde nach Kaiser Leopold I. (1640-1705) benannt.

Nestroygasse

Johann Nepomuk Nestroy (1801-1862) war Schauspieler, schrieb selbst zahlreiche Theaterstücke und leitete das Carltheater in der Leopoldstadt.

Obere Augartenstraße

Benannt nach dem Augarten, an dem sie vorbeiführt. Der Augarten ist eine große Grünanlage.

Obere Donaustraße

Sie ist eine Uferstraße entlang dem Donaukanal.

Taborstraße

Sie ist die älteste Straße der Leopoldstadt und hieß früher Kremser Straße. Seit 1770 heißt sie Taborstraße. Der Name Tabor kommt von Befestigungsanlagen, die in den ersten Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts unter Herzog Albrecht V. zur Sicherung der Donaubrücke gegen die Hussiten errichtet worden waren. (Diese Art der Befestigungsanlagen waren von den Hussiten erfunden und auch so genannt worden.)

Vorgartenstraße

Der Name kommt von den Vorgärten, welche in der Bauordnung von 1893 vorgeschrieben waren.

Weltausstellungsgelände 1873. Rechts unten am Bild befindet sich die Donau und die Ausstellungsstraße, die zum Praterstern verläuft.
Handelskai mit dem Millennium Tower im Hintergrund
Das Lusthaus am Ende der Hauptallee
Die Taborstraße im Jahr 1902


Plätze

Calafattiplatz

Benannt nach Basilius Calafati, der ein Zauberer und Taschenspieler war. 1840 erhielt er die Bewilligung für ein Praterringelspiel, dessen Mittelpunkt die Figur des "Großen Chinesen" bildete.

Mexikoplatz

Mexiko war der einzige Staat, der 1938 formell gegen den Anschluss Österreichs an Deutschland protestierte. Hier steht eine schöne Kirche. Die Franz von Assisi Kirche, die viele nur die Mexikokirche nennen.

Praterstern

Von diesem Platz aus verlaufen sternförmig sieben Straßen. Er ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Viele öffentliche Verkehrsmittel haben hier eine Haltestelle. Hier steht auch das Tegetthoff-Denkmal.

Mexikoplatz
Der Praterstern um 1900


Brücken

Donaukanalbrücken

  • Verbindungen 2. und 9. Bezirk:
    Rossauerbrücke
    Augartenbrücke
    Siemens-Nixdorf-Steg (nur zu Fuß bzw. Fahrrad)
  • Verbindungen 2. und 1. Bezirk:
    Salztorbrücke
    Marienbrücke
    Schwedenbrücke
    Aspernbrücke
  • Verbindungen 2. und 3. Bezirk:
    Franzensbrücke
    Rotundenbrücke
    Erdberger Steg (nur zu Fuß bzw. Fahrrad)
    Stadionbrücke
    Erdberger Brücke der A 23-Südost-Tangente
    Gaswerksteig (nur zu Fuß bzw. Fahrrad)
  • Verbindungen 2. und 11. Bezirk:
    Ostbahnbrücke
    Schrägseilbrücke der A4-Ostautobahn
    Freudenauer Hafenbrücke


Donaubrücken

Die Reichsbrücke, Donaustadtbrücke, Praterbrücke und Ostbahnbrücke verbinden den 2. mit dem 22. Bezirk.

Salztorbrücke
Franzensbrücke
Rotundenbrücke

Reichsbrücke

Von 1872-76 wurde im Zuge der Donauregulierung über den Donaustrom eine Brücke gebaut, die zuerst Kronprinz Rudolf-Brücke hieß.
Die Umbenennung in "Reichsbrücke" erfolgte 1919. In den 1930ern wurde eine Kettenbrücke mit je zwei Fahrspuren für Autos, zwei Gleisen für die Straßenbahn und Gehwegen an beiden Seiten an der Stelle der alten Reichsbrücke errichtet. Während des Zweiten Weltkrieges wurde sie als einzige Donaubrücke nur wenig beschädigt und danach generalsaniert. Am Sonntag, den 1. August 1976, stürzte die Reichsbrücke knapp vor fünf Uhr früh ein. Dabei kam ein Mensch ums Leben. Nachdem einige Jahre eine Ersatzbrücke über die Donau führte, wurde 1980 die neue Reichsbrücke für den Autoverkehr freigegeben. Die U-Bahn-Linie U1 fährt seit 1982 über die Reichsbrücke.

Reichsbrücke


Donaustadtbrücke

Zwischen 1995 und 1997 wurde die Donaustadtbrücke errichtet. Während die Praterbrücke angehoben wurde, diente die Donaustadtbrücke mit zwei Fahrbahnen als Umleitungsstrecke. Danach stand die Brücke nur dem öffentlichen Verkehr für Buslinien zur Verfügung. Seit 2006 wird die Donaustadtbrücke umgebaut, denn ab Oktober 2010 wird die U-Bahnlinie U2 über sie führen.


Praterbrücke

Die Praterbrücke wurde 1967-1970 als Teilstück der A23 (Südost-Tangente) mit zwei mal drei Fahrstreifen errichtet. Während der Anhebung und des Umbaus der Praterbrücke 1996/97 diente die Donaustadtbrücke als Umleitungsstrecke. Seither hat die Praterbrücke auch zwei mal vier Fahrstreifen.

Donaustadtbrücke
Praterbrücke


Gewässer

Donau

Wien liegt an der Donau, dem zweitlängsten Fluss Europas. Dieses Gebiet bot sich als Siedlungsgebiet an, da hier der Donaustrom leichter überquert werden konnte als an anderen Stellen. Nach der Stromenge zwischen Leopoldsberg und Bisamberg floss der Fluss langsamer, wurde seicht und teilte sich in mehrere Arme. Dadurch entstand eine natürliche Furt. Lange bevor Brücken die Ufer verbanden, hat man den Fluss dort mit Tieren und Wagen überquert. Daher war das Gebiet rund um das heutige Wien schon in alter Zeit ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt

Die Donau vom Leopoldsberg aus gesehen

Donaukanal

Der Donaukanal hieß früher auch kleine Donau oder Wiener Wasser. Er ist ein Seitenarm der Donau in Wien. Sein rechtes Ufer bildet unter anderem die Grenze des 9. Bezirks zum 2. und 20. Bezirk.

Früher war der Donaukanal der Hauptarm der Donau. Jedes Hochwasser der Donau veränderte den Lauf des Flussbettes. Erst um 1700 wurde dieser Arm der Donau als Donaukanal bezeichnet. Das heutige Bett des Kanals wurde im Zuge einer Donauregulierung im 19. Jahrhundert (1870) gebaut.

Heute ist der Donaukanal Standort von Sommerbädern und Anlegestelle der Donauschifffahrt.

Heustadelwasser

Das Heustadelwasser war früher ein Seitenarm der Donau, der durch die Regulierung der Donau zu einem abgetrennten Altarm wurde. Trotz der Donauregulierung blieben die Altarme über das Grundwasser mit der Donau verbunden. Das Heustadelwasser befindet sich mitten im grünen Prater.

Donaukanal von der Freudenauer Hafenbrücke aus gesehen
Heustadlwasser


Öffentliche Verkehrsmittel

U-Bahn

  • U1: Leopoldau – Reumannplatz
    Sie hat die Stationen Nestroyplatz, Praterstern, Vorgartenstraße.
  • U2: Karlsplatz - Stadion
    Sie hat die Stationen Taborstraße, Praterstern, Messe Prater, Krieau und Stadion sowie ab Oktober 2010 die Station Donaumarina.

Schnellbahn

  • Am Praterstern halten die Linien S1, S2, S3, S5, S6, S7, S8, S9 und S15.
  • Am Praterkai ist die Linie S80.

Straßenbahn

Im 2. Bezirk fahren die Linien 1, 2, 5, 31 und O.

Autobus

Die Autobuslinien 4A, 5A, 11A, 77A, 80A, 82A, 83A, 84A und 80B fahren durch den 2. Bezirk.

Öffentlicher Verkehr am Praterstern


Parks

Augarten

Obere Augartenstraße 1

Wiens ältester Barockgarten ist seit 1775 für die Bevölkerung zugänglich. Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts gab es im Augarten zahlreiche gesellschaftliche und kulturelle Ereignisse wie Konzerte Mozarts, Beethovens und Schuberts. Heute sind im Augartenpalais die Wiener Porzellanmanufaktur und die Sängerknaben untergebracht.

Palais Augarten


Prater

Aus dem lateinischem Wort „pratum“ (= Wiese) ist der Name Prater entstanden. Dieser riesige Naturpark befand sich früher im Besitz des Kaisers und wurde zur Jagd genutzt.

Erst im Jahre 1766 erlaubte Kaiser Joseph II. der Öffentlichkeit den Zugang zum Prater. Mit der Zeit entstanden Gasthäuser, Ringelspiele und andere Vergnügungsstätten. Dieser Bereich wird auch „Wurstelprater“ genannt. In den 1920er Jahren kamen dann die Liliputbahn und das erste Autodrom dazu.

Das Riesenrad

Im Prater steht auch ein Wiener Wahrzeichen, das 64,75 Meter hohe und 430 Tonnen schwere Riesenrad. Es wurde 1897 errichtet und hatte ursprünglich 30 Waggons. Im zweiten Weltkrieg wurde das Riesenrad beschädigt und zwischen 1945 und 47 wieder aufgebaut, jedoch hängen seither nur mehr 15 Waggons daran.

Der Wurstelprater von oben
Das Riesenrad


Freizeitangebote

Sport

Ernst-Happel-Stadion

Meiereistraße 7

Zwischen 1928-1931 wurde das Stadion nach Plänen von Otto Erich Schweizer gebaut. Anlass dafür war der 10. Jahrestag der 1. Republik Österreichs. 1959 wurde das Stadion erweitert und schließlich noch die Tribünen überdacht. Nach dem Tod von Ernst Happel 1992 wurde das Praterstadion in "Ernst-Happel-Stadion" umbenannt. Vorwiegend dient es Fußballveranstaltungen, aber auch Konzerte und Leichtathletikbewerbe finden hier statt.

Ernst Happel Stadion


Ferry-Dusika-Stadion

Engerthstraße 267-269

Dieses Stadion wurde neben dem Praterstadion anlässlich der Handballweltmeisterschaft 1977 erbaut. Die Anlage bietet 5 365 bis 7 700 Besuchern Platz und ist als Mehrzweckhalle zugleich die einzige Bahnradsportanlage Österreichs.

Sport- und Fun-Halle Dusika

Engerthstraße 267-269

Nach der Leichtathletik-Hallen-EM 2002 bekam die Aufwärmhalle beim Ferry-Dusika-Stadion eine neue Aufgabe. Die Halle in der Engerthstraße wurde in eine 4 000 m² große Trendsporthalle umfunktioniert.

Folgende Sportarten können in der Sport- und Fun-Halle ausgeübt werden: Badminton, Beachvolleyball, Inlinehockey, Streetsoccer, Streetball, Tischtennis, Tischfußball, Fitness, außerdem gibt es eine 60 m Laufbahn und eine Weitsprunganlage.

Ferry Dusika Stadion


Jesuitenwiese

Auf dieser riesigen Wiese befinden sich zwei tolle Spielplätze. Viele Leute treffen sich hier zum Picknicken, Ballspielen und Drachensteigen. Im Winter verwandelt sich der große Hügel in einen Rodelberg. Oft finden hier große Feste und Feuerwerke statt. Die Jesuitenwiese wurde Ende des letzten Jahrhunderts zum größten Spielplatz Wiens mit winterlicher Beschneiungsanlage umgebaut.


Krieau

Nordportalstraße 247

1874 wurde der Wiener Trabrennverein gegründet. Vier Jahre später eröffnete die Trabrennbahn Krieau. Diese Anlage liegt hinter dem Messegelände. Zwischen dem Trabrennplatz und der Hauptallee gibt es einen Trainingsplatz für Leichtathletik.

Freudenau

Freudenau 65

1839 werden erstmals Pferderennen auf dem Gebiet des heutigen Rennplatzes gelaufen. 1870 wurde die berühmte Tribünenanlage (Kaiserloge und gedeckte Tribünen) errichtet. Die Anlage liegt hinter dem Lusthaus.


Verschiedene Sportanlagen

An der Prater Hauptallee liegen der Platz für Landhockey (wird statt auf dem Eis in der Wiese gespielt), die Bowlinghalle, eine Anlage für Cricket (das ist ein amerikanisches Ballspiel), ein Baseballplatz (Spezialsportstätte Spenadlwiese), diverse Tennisanlagen und Fußballplätze. Auch eine BMX-Bahn und eine Halfpipe-Anlage, bzw. einen Beachvolleyballplatz findest du dort.

Im Gebiet des Praters können folgende Sportarten betrieben werden: Laufen, Rad fahren, Inline-Skaten, Rollschuh fahren, Golf, Reiten, Boot fahren, ...

Trabrennbahn in der Krieau um 1888
Galopprennplatz Freudenau


Badevergnügen

Dianabad

Lilienbrunngasse 7-9

Das erste Dianabad wurde 1808 bis 1810 erbaut. Es wurden Wannenbäder mit erwärmtem Wasser aus dem Donaukanal angeboten.
Später wurde im Sommer in einer überdachten Schwimmhalle gebadet. Im Winter wurde das Schwimmbecken abgedeckt und Bälle und Konzerte veranstaltet. Der Donauwalzer von Johann Strauß wurde am 15. Februar 1867 im Dianabad erstmals aufgeführt. Seit der Installation einer Dampfheizung 1889 konnten die Gäste auch im Winter schwimmen.

Das Diana-Bad wurde dreimal neu errichtet, zuletzt 2000 und bietet heute einige Attraktionen, unter anderem ein Piratenschiff, eine Bergauf-Rutsche und ein Wellenbecken.

Stadionbad

Prater-Krieau

Das Stadionbad wurde gleichzeitig mit dem Praterstadion eröffnet, das mit seinen 150 000 m² zu den größten Badeanlagen Europas zählt. Hier gibt es eine Doppelwasserrutsche, viel Platz für Erholung, verschiedenste Sportangebote und eine Menge Attraktionen für Kinder.

Augarten

bei der Karl-Meißl-Gasse

Es gibt im Bezirk ein Kinderfreibad. Der Eingang befindet sich bei der Karl-Meißl-Straße. Kinder zahlen keinen Eintritt.

Das Dianabad um 1842


Theater

Odeontheater

Taborstraße 10

Seit seiner Eirrichtung im Jahre 1988 ist das Odeon ein wesentlicher Bestandteil des kulturellen Lebens in Wien und begehrte Spielstätte für zahlreiche Gastspiele.

Kasperltheater

Wurstelplatz 1 im Prater nahe dem Schweizerhaus

Seit rund 250 Jahren lässt der freche Schelm Kinder bei seinen Abenteuern mitfiebern, mitlachen und mitmachen. Bis zu drei Vorstellungen am Tag werden im Wiener Kasperltheater am Wurstelplatz gespielt.


Sagen und Geschichten


Externe Links


Sonstiges

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