Siebenschläfer

Aus KiwiThek

Wechseln zu: Navigation, Suche

Siebenschläfer sind kleine nachtaktive Nagetiere, die ähnlich wie Mäuse aussehen.

Sie sind inklusive Schwanz etwa 30-35 cm lang und wiegen bis zu 120 g. Mit ihren großen schwarzen Augen sind sie für ihre nächtlichen Ausflüge bestens ausgerüstet.

Die Augen des kleinen Nagers sind außerdem von einem dunklen Ring umgeben, der sie noch größer erscheinen lässt und den Tieren damit ein sehr putziges Aussehen verleiht.

Siebenschläfer zählen zu der Familie der Bilche und sind mit unter anderem auch mit der Haselmaus und dem Baumschläfer verwandt.

Ein Siebenschläfer unter dem Dachstuhl - Bjoern Clauss commons.wikimedia.org, CC BY-SA 2.5


Allgemein

Siebenschläfer haben ihren Namen, weil sie sieben Monate im Jahr verschlafen. Ende August fallen sie in den Winterschlaf von dem sie erst im Mai wieder aufwachen. Deshalb fressen sie während der verbleibenden fünf Monate fast alles, was sie zwischen ihre Nagezähne bekommen.

Tagsüber schlafen sie und nachts geht es auf Futtersuche.

Siebenschläfer sind oft sehr laut. Sie können pfeifen, quieken, grummeln und meckern. Das kann ganz schön nervig sein, wenn sich so ein kleines Tier auf dem Dachboden einquartiert hat.

Siebenschläfer können übrigens bis zu neun Jahre alt werden.

junge Siebenschläfer - Zwiegel commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Lebensraum

Siebenschläfer bevorzugen warmes Wetter. Sie sind in Europa also hauptsächlich in den südlicheren Gebieten anzutreffen. Aber auch in Mitteleuropa fühlen sich Siebenschläfer ganz wohl.

Eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen ist es, auf Buchen herumzuklettern. Die kleinen Nager machen es sich aber auch auf Dachböden, in warmen Schuppen oder Gartenhäuschen gemütlich.

Nachdem ihnen die Nähe von Menschen nichts ausmacht und sie sich im Laufe der Zeit mit ihnen ganz gut arrangiert haben, zählen auch Siebenschläfer zu den so genannten Kulturfolgern.

Ein Siebenschläfer erkundet die Umgebung. - Zwiegel commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Verpflegung

Siebenschläfer ernähren sich in der Hauptsache von Früchten, Eicheln, Nüssen und Beeren. Sie nagen aber auch an Rinden und jungen Knospen. Außerdem freuen sich Siebenschläfer, wenn sie zur Abwechslung mal einen Maikäfer, andere Insekten, kleine Vögel und Vogeleier zwischen die Zähne bekommen.

In den paar Monaten zwischen ihrem Winterschlaf versuchen sie so viel wie möglich zu fressen. Siebenschläfer gelten deshalb auch als ordentlich gefräßig. Denn nur, wenn sie sich in den Sommermonaten eine ordentliche Fettschicht angefressen haben, kommen sie heil durch den Winter.

Siebenschläfer machen sich über einen Pfirsich her. - X-OR 31 commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Nachwuchs

Für ihren Nachwuchs bleibt den Siebenschläfern nicht viel Zeit. Im Juli beginnt ihre Paarungszeit. Dabei versuchen die Männchen durch quieken Weibchen anzulocken. Sobald ein Weibchen auftaucht, lässt das Männchen ihm keine Ruhe mehr, bis sie ihn schließlich erhört. Damit hat der männliche Siebenschläfer seinen Teil zum Fortbestand beigetragen. Er verlässt das Weibchen und zieht seiner Wege.

Das Weibchen hat die Aufgabe das Nest aus Gras, Moosen und anderen weichen Materialien zu bauen. Schon 4 bis 5 Wochen nach der Paarung kommen die Jungen zur Welt. Sie sind noch nackt, taub und blind. Die ersten Wochen werden sie von ihrer Mutter gesäugt. Nach etwa 2 Monaten sind sie aber schon erwachsen genug und verlassen den Bau ihrer Mutter. Nun heißt es schnell fressen, denn der Winter kommt rasch herbei.

Die kleinen Siebenschläfer wiegen bei der Geburt übrigens nur 2 Gramm!


Die jungen Siebenschläfer sind noch blind. - Zwiegel commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Sonstiges

Meine Werkzeuge