Sprungbewerbe in der Leichtathletik

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Die vier Sprungbewerbe der Olympischen Sommerspiele sind für Männer seit 1896 fix im Programm.

Die Frauen dürfen am Hochsprung seit 1928, am Weitsprung seit 1948, am Dreisprung seit 1996 und am Stabhochsprung sogar erst seit dem Jahr 2000 teilnehmen.

Damit sich die Sportlerinnen und Sportler nicht verletzen, landen sie beim Hochsprung und Stabhochsprung auf einer dicken Matte. Beim Weit- und Dreisrpung erfolgt der Sprung in den Sand.

Stabhochsprung - über die Latte - William Warby www.flickr.com, CC BY 2.0


Hochsprung

Wie der Name schon sagt, geht es darum, mit Anlauf so hoch wie möglich eine Latte zu überspringen.

Die lange Latte liegt auf zwei Ständern so auf, dass sie bei leichter Berührung herunter fällt.


Bei jedem gelungenen Versuch wird die Latte höher gelegt. Pro Durchgang hat jeder Athlet drei Versuche, um die Latte zu überspringen. Die Anfangshöhe muss dabei von jedem Einzeln genannt werden. Die Steigerung der Höhe zum jeweilig vorherigen, gelungenen Versuch muss mindestens 2 Zentimeter betragen.

Die durchschnittlich erreichten Höhen betragen bei Frauen derzeit etwa 2,05 Meter und bei Männern etwa 2,40 Meter.

Anlauf beim Hochsprung - Ex13 commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Stabhochsprung

Beim Stabhochsprung gilt es ebenfalls, eine Latte zu überspringen. Das Hilfsmittel für den Sprung ist dabei ein langer, biegsamer Stab. Dieser wird nach dem Anlauf vor dem Hindernis auf den Boden gesteckt. Durch den Anlaufschwung kann sich der Athlet mit dem Stab in die Höhe und über die Latte schwingen.

Wie auch beim Hochsprung fällt die Latte beim Stabhochsprung bei leichter Berührung herunter.

Auch hier hat jeder Sportler drei Versuche, um die jeweilige Höhe zu überspringen. Gelingt es, wird die Latte beim nächsten Durchgang um mindestens 5 Zentimeter erhöht.

Die durchschnittlich erreichten Höhen betragen bei Frauen etwa 4,50 und bei Männern etwa 6 Meter Meter.

Stabhochsprung - Hunter Peress commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Weitsprung

Beim Weitsprung sollen die Athleten mit Anlauf einen weiten Sprung in den Sand setzen.

Beim Abspringen darf die so genannte Absprunglinie, die auf einem Balken liegt, keinesfalls übertreten werden.
Gemessen wird von der Absprunglinie bis zum nächsten Abdruck im Sand.

Ziel der Athleten ist es daher, dass ihre Ferse den hintersten Abdruck hinterlässt. Fallen die Sportler nach dem Sprung nach hinten, beeinträchtigt das die zu messende Weite enorm.

Beim Wettbewerb hat jeder Athlet zwei Mal die Möglichkeit, seinen besten Sprung zu zeigen. Danach treten die 8 Besten noch einmal an und versuchen ihre vorherige Weite zu übertreffen. Dafür haben sie drei Versuche. Am Ende zählt der weiteste Sprung.

Frauen erreichen mittlerweile Weiten von etwa 7,5 Metern und Männer knapp 9 Meter.

Übung für den Weitsprung - User:Evdcoldeportes commons.wikimedia.org, CC BY-SA 2.5 CO
Weitsprung - Lumijaguaari commons.wikimedia.org, CC0 1.0


Dreisprung

Der Dreisprung ist eine Abart des Weitsprungs. Wie der Name bereits verrät besteht dieser aus drei aufeinander folgenden Sprüngen, wobei der letzte Sprung im Sand endet.

Beim Dreisprung gibt es noch eine weitere Besonderheit: Die ersten beiden Sprünge müssen mit dem gleichen Fuß ausgeführt werden. Der letzte Sprung wird mit dem anderen Fuß gemacht.

Beispiel für den Ablauf:

  • Anlauf
  • Abprung mit rechtem Fuß = 1. Sprung
  • Landung und Absprung mit rechtem Fuß = 2. Sprung
  • Landung und Absprung mit linkem Fuß = 3. Sprung
  • Landung im Sand

Daraus ergibt sich die Sprungfolge rechts, rechts, links. Diese kann auch links, links, rechts sein.

Auch hier darf die Absprunglinie beim ersten Sprung nicht übertreten werden.
Gemessen wird die Weite zwischen Absprunglinie und dem ersten Abdruck im Sand.

Frauen schaffen beim Dreisprung etwa 15 Meter und Männer etwa 18 Meter.

Dreisprung - Petritap commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


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