Tabakpflanze: Unterschied zwischen den Versionen

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==Tabak in Europa==
 
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Der Gesandte '''Jean Nicot''' brachte um '''1560''' die Tabakpflanze aus der Hafenstadt '''Lissabon''' (das ist die Hauptstadt von Portugal) an den '''französischen Hof''', wo die Tabakpflanze als '''Allheilmittel''' für viele '''Beschwerden''' und '''Krankheiten''' Karriere machte. Nach Nicot wurde später die Tabakpflanze '''„Nicotiana“''' und der '''alkaloide''' Hauptwirkstoff '''„Nicotin“''' genannt.
 
 
Im Zuge des '''Dreißigjährigen Krieges''' verbreitete sich das '''Tabakrauchen''' über '''ganz Europa''' und drang schließlich auch '''bis nach China''' und '''Japan''' vor.
 
 
In der '''Folgezeit''' dehnte sich der Konsum von Tabak – trotz wiederholter Verbote – '''immer weiter''' aus. Anfangs erfolgte er eher aufwendig mit Hilfe von Pfeifen, ehe die Zigarre und schließlich auch die Zigarette (Mitte des 19. Jahrhunderts) eingeführt wurden. Den '''größten Aufschwung''' erlebte das Rauchen '''im 20 Jahrhundert'''. Allerdings ergreifen immer mehr Staaten Maßnahmen, den '''Zigarettenkonsum einzuschränken''', nachdem '''nachweisbare Gesundheitsschäden''' mit dem Rauchen einhergehen.
 
 
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|Bilder=<br /><br /><br />[[Datei:Jean Nicot01 wiki.jpg|thumb|200px|center|Darstellung von 1876: Jean Nicot]]}}
 
  
 
==Aussehen ==
 
==Aussehen ==
 
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Die Tabakpflanze ist eine '''einjährige''', '''krautige''' Pflanze. Sie kann zwischen '''60 und 300 Zentimeter''' hoch werden.  
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Die Tabakpflanze ist eine '''einjährige''', '''krautige''' Pflanze. Sie kann zwischen '''60 und 300 Zentimeter''' hoch werden.
  
Je nachdem in welchem Reifezustand sich ihre '''Blüte''' befindet, leuchten diese in den Farben '''rot, rosa, weiß, creme, gelb''' oder '''grün'''.  
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Je nachdem in welchem Reifezustand sich ihre '''Blüte''' befindet, leuchten diese in den Farben '''rot, rosa, weiß, creme, gelb''' oder '''grün'''.
  
Die '''Blätter''' des Tabaks haben eine '''ovale Form''', einen glatten, ungebrochenen Rand und weisen an den Ober- und Unterseiten '''kleine Härchen''' auf.  
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Die '''Blätter''' des Tabaks haben eine '''ovale Form''', einen glatten, ungebrochenen Rand und weisen an den Ober- und Unterseiten '''kleine Härchen''' auf.
  
 
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==Formen des Konsums==
 
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Beim '''künstlichen Erzeugen''' des Rohtabaks werden die Blätter etwa zwei Monate nach dem Auspflanzen gepflückt, sortiert und '''in speziellen Trockenspeichern''' an der Luft getrocknet. Danach werden sie '''zu Ballen gepackt''' und als '''Rohstoff''' der Tabakindustrie geliefert. Anschließend wird er nach '''verschiedenen Verfahren''' weiter bearbeitet und vor allem zur '''Zigarettenherstellung''' verwendet.
 
 
Tabak wird zu '''90%''' in Form von '''Zigaretten''' konsumiert. Neben den '''genormten Zigaretten''' die in der Trafik erhältlich sind, gibt es die Möglichkeit '''Zigaretten selbst''' zu drehen oder zu '''stopfen'''. In anderer Form werden die Tabakblätter in '''Zigarillos''' oder '''Zigarren''' geraucht, und in anderer Aufbereitung sogar '''geschnupft''' oder '''gekaut''', wie es vor Jahren schon die Indianer taten.
 
 
Derzeit '''rauchen''' mehr als '''30%''' der '''Weltbevölkerung'''. Pro Jahr verpuffen sie etwa '''sechs Billionen Zigaretten'''.
 
 
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==Wirkung==
 
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Beim Rauchen werden etwa 30 % des enthaltenen '''Nikotins freigesetzt'''. Durch das Inhalieren erreicht '''ein Großteil''' davon innerhalb von 7-8 Sekunden das '''Gehirn'''. Dort wirkt es auf bestimmte '''Rezeptoren''' – spezielle Zellen die wie eine Art Sensoren funktionieren. Diese Wirkung löst eine Reihe '''körperlicher Reaktionen''' aus und im Zuge dessen werden bestimmte '''Hormone aktiviert'''.
 
So '''steigen''' zB '''Blutdruck''' und die '''Herzfrequenz''', aber es sinkt zB das Gefühl von Hitze – die so genannte Hauttemperatur. Darüber hinaus werden auch die '''Konzentrationsfähigkeit''' und die Auffassungsgabe kurzfristig '''gesteigert'''.
 
 
Außerdem beeinflusst Nikotin das '''Dopamin-System''' eines Menschen. Dopamin ist ein '''Glückshormon''' und verursacht gute Laune. Es wird angenommen, dass dieser Stoff den '''Belohnungseffekt des Rauchens''' verleiht. Das führt wiederum zu dem '''hohen Suchtpotential''' beim Rauchen.
 
Beim Ausbleiben der Nikotinzufuhr kommt es zu '''Entzugserscheinungen'''. Ein starker Raucher braucht etwa alle 30 Minuten eine Zigarette um diese zu lindern.
 
 
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|Bilder=<br /><br /><br />[[Datei:Zigarettenautomat GabiSchoenemann.jpg|thumb|200px|center|Zigarettenautomat: Immer schön vorbeigehen!!!]]}}
 
 
==Risiken==
 
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Ungeübte Raucher verspüren beim Genuss einer Zigarette akute '''Vergiftungssymptome'''. Gefährlicher jedoch ist '''längerfristiger Tabakkonsum''' mit dem einhergehenden Risiko der raschen Gewöhnung und Toleranzbildung. Denn damit sind '''schwerwiegende gesundheitliche Schäden''' verbunden.
 
 
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|Bilder=[[Datei:Rauchen kann tödlich sein.jpg|thumb|200px|center|Ohne Worte!]]}}
 
 
==Folgeschäden==
 
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In erster Linie erzeugt also das '''Nikotin''' die '''Sucht'''. Für die eigentlichen und mitunter '''schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden''', sind '''andere Schadstoffe''' verantwortlich.
 
 
Einige davon sind nachweislich '''krebserregend''' und wirken '''verengend auf die Blutgefäße'''. Natürlich sind durch das Rauchen vor allem die '''Atmungsorgane''' von Schädigung bedroht.
 
 
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|Bilder=[[Datei:Orale Leukoplakie.jpg|thumb|200px|center|Orale Leukoplakie ist eine Raucherkrankheit: Art Schuppenflechte auf den Schleimhäuten]]}}
 
 
==Abhängigkeit==
 
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Der regelmäßige Gebrauch von Nikotin kann sowohl zu '''körperlicher''' wie auch zu '''psychischer Abhängigkeit''' führen.
 
 
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|Bilder=[[Datei:Nicht-Raucher-Schild in italienisch.jpg|thumb|200px|center|Rauchverbot auf der ganzen Welt... macht Sinn!]]}}
 
  
 
== Sonstiges ==
 
== Sonstiges ==
 
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Version vom 28. April 2011, 07:31 Uhr

Tabak gehört – ebenso wie der Erdapfel oder der Paradeiser – zur Familie der Nachtschattengewächse. Manche Vertreter dieser Gattung (zB Stechapfel oder Tollkirsche) enthalten giftige Substanzen. Diese werden Alkaloide genannt. Beim Tabak ist es das Nikotin. Es ist eine Droge und wirkt wie ein starkes Nervengift.

Als Tabak werden die aufbereiteten Blätter der Tabakpflanze genannt, die in verschiedenen Formen in den Handel kommen.

Datei:4 Zigaretten MarkusHahn.jpg
Tabakprodukt: Zigarette


Datei:Tabakpflanzenfeld im Rheintal RainerSturm.jpg
Tabakfeld im Rheinland/Deutschland


Herkunft

Die berauschende Wirkung dieser Pflanze entdeckten die Ureinwohner Amerikas (Indianer) bereits vor Hunderten von Jahren in ihrer Heimat. Damals nutzten sie diese zu kultischen Zwecken oder auch für medizinische Anwendungen. Die nordamerikanischen Indianer rauchten den Tabak in Pfeifen, während die südamerikanischen Ureinwohner Tabak auch kauten oder schnupften, wie wir heute wissen.

Im 16. Jahrhundert brachten europäische Eroberer die Pflanze nach Spanien, wo sie zunächst vor allem als Zierpflanze kultiviert wurde.

Datei:Kuba Tabakhütte kreuzfahrt-seeurlaub.jpg
Hütte auf Kuba: Darin wird Tabak getrocknet und aufbereitet.


Vorkommen

Wie du schon lesen konntest, stammt die Tabakpflanze aus Amerika. Sie war vor allem in Mittel- und Südamerika zu finden. Heute wird sie hauptsächlich in China, Nord-, Mittel- und Südamerika, sowie in Asien und Teilen Europas angebaut.

Die Tabakpflanze ist sehr anpassungsfähig und gedeiht sogar in Mitteleuropa. In der EU werden immerhin auf etwa 180 000 (einhundertachzigtausend) Hektar Ackerland Tabakpflanzen angebaut.

Datei:Tabakfeld Cuba.jpg
Tabakfeld auf Kuba


Standort

Obwohl die Tabakpflanze recht anpassungsfähig ist, benötigt sie viel Wärme, Licht und Wasser. Die Temperatur sollte nicht geringer als 15°C betragen. Ist es kälter, so hört sie auf zu wachsen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt werden die Blätter der Pflanze geschädigt und bei -3°C stirbt die Pflanze.

Auch Trockenheit kann der Pflanze sehr schaden. In Gegenden, in denen es also kälter werden kann, muss Tabak im Glashaus gezogen werden. Bei längerer Trockenheit muss zusätzlich gegossen werden.

Datei:Blühende Tabakpflanzen.jpg
Blühende Tabakpflanzen


Aussehen

Die Tabakpflanze ist eine einjährige, krautige Pflanze. Sie kann zwischen 60 und 300 Zentimeter hoch werden.

Je nachdem in welchem Reifezustand sich ihre Blüte befindet, leuchten diese in den Farben rot, rosa, weiß, creme, gelb oder grün.

Die Blätter des Tabaks haben eine ovale Form, einen glatten, ungebrochenen Rand und weisen an den Ober- und Unterseiten kleine Härchen auf.


Vermehrung



Für die Vermehrung ist die Tabakpflanze von Insekten, Vögeln und Fledermäusen abhängig. Diese Tiere sorgen für die Bestäubung der Blüten. Einige wenige Tabakpflanzenarten können sich auch selbst bestäuben.

Sind die Blüten bestäubt, bilden sich Samenkapseln. Diese sind länglich in der Form und zwischen 4 und 20 Millimeter lang. Jede Samenkapsel enthält zwischen 100 und 5 000 Samen aus denen wieder neue Pflanzen wachsen können.

Samenkapsel der Tabakpflanze


Verwendung

Die größte Bedeutung hat die Tabakpflanze derzeit in der Tabakindustrie – also zur Herstellung von Tabak, Zigaretten, Zigarren und ähnlichem.

Bevor Tabak allerdings als Genussmittel und später Suchtmittel (Nikotin) bedeutend wurde, war die Tabakpflanze eine bekannte Heilpflanze. Die moderne Forschung befasst sich heute wieder vermehrt mit der Möglichkeit, Tabak als Medizin einzusetzen.

Auch als Insektizid vor allem gegen Blattläuse wird Tabak immer noch verwendet. Der Sud von Tabak gilt dabbei als altes Hausmittel.

Tabakpflanzen sind aber auch beliebte Zierpflanzen. Weitere Bedeutung hat Tabak in der Parfümindustrie für Herrendüfte, sowie in der Pharmazie.

Datei:Ziertabak SueSchi.jpg
Ziertabak "SueSchi"


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