Huhn: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 30. November 2010, 12:45 Uhr

Das Huhn gehört, obwohl es ein schlechter Flieger ist, zur Familie der Vögel.

Unsere Haushühner stammen ursprünglich vom indischen Wildhuhn, dem Bankivahuhn ab.

Das Huhn ist für uns ein wichtiges Haustier, da es sehr genügsam ist und uns sowohl Eier, als auch Fleisch liefert. Hühner fressen am Liebsten frisches Gras, Würmer, Käfer und Getreide. Aber auch gegen gekochte Kartoffelschalen und Eier haben sie nichts einzuwenden.

Hier erfährst du viel Interessantes über dieses nützliche Haustier. Du kannst auch nachlesen, wie ein Küken schlüpft, welche Hühnerrassen es gibt und wie ein Ei aufgebaut ist.

Wusstest du übrigens, dass an der Farbe der Ohrläppchen der Hühner erkennbar ist, ob sie weiße oder braune Eier legen?



Geschichte

Das Wildhuhn, von welchem unsere Haushühner abstammen, lebt heute noch in Asien. Bereits vor mehr als
5 000 Jahren gab es in Indien Hühner als Haustiere. Auch in China und in Ägypten wurden Haushühner schon vor 3 500 Jahren gehalten.

In Europa wurden Hühner erstmals vor etwa 2 700 Jahren gezüchtet. Sie wurden hauptsächlich in Klöstern gehalten. Schon damals schätzten die Menschen diese Tiere wegen ihres Fleisches und wegen der Eier.

Auf Bauernhöfen lebten Hühner erst etwas später. Dort liefen sie frei herum und suchten selbstständig nach Futter. In die Ställe und Scheunen durften sie nur zum Übernachten.


Henne

Die Henne ist das weibliche Haushuhn. Sie hat ein eher unscheinbares Gefieder und einen ziemlich kleinen Kamm. Manche Hühner legen beinahe jeden Tag ein Ei. Das können bis zu 300 Eier im Jahr sein!

Der Schnabel der Henne ist ein geschicktes und empfindliches Greiforgan. Die scharfen Krallen werden zum Scharren bei der Nahrungssuche verwendet.


Hahn

Der Hahn, das männliche Huhn, ist deutlich an seinem bunten Gefieder zu erkennen. Außerdem hat er im Gegensatz zur Henne lange, geschwungene Schwanzfedern und einen großen, leuchtend roten Kamm. Sein Sporn ist eine scharfe Waffe.

Er kann krähen und gackern. Durch das Krähen sichert er sein Revier ab. Der Hahn beschützt seine Hennen und durch sein Geschrei warnt er sie vor Gefahren.

Der Hahn ist übrigens als erstes wach und weckt mit seinem Krähen den ganzen Hof. Sein Geschrei ist manchmal so laut, dass sämtliche Nachbarn ebenfalls aufwachen.


Haltung

Hühner verbringen ihre Tage am liebsten frei herumlaufend. Den Stall benötigen sie nur bei schlechten Wetterbedingungen, im Winter und in der Nacht. Der Stall selbst sollte gut belüftet, aber nicht zugig sein.

Hühner verbringen ihre Nachtruhe auf Sitzstangen. Wenn es im Stall eine saubere Ecke mit einem Nest – aus Stroh – gibt, werden sie zum Eierlegen ermutigt. Hühner können jedoch, was ihre Eiablage anbelangt, sehr erfinderisch sein. Auf einem großen Bauernhof finden sie genügend Plätze, die ihnen für ihre Eier geeignet erscheinen. Das können dann auch offenen Truhen oder ein kleiner Zwischenraum mitten zwischen Strohballen in der Scheune sein.

Als Ein- und Ausgang für die Hühner reicht oft ein kleines Schlupfloch, durch das sie ins Freie gelangen können. Hier laufen sie dann den ganzen Tag herum und picken nach Gras und Körnern.


Massenhaltung

Die Massentierhaltung haben die Menschen eingeführt, um möglichst billig und in großen Mengen Fleisch und Eier zu erhalten.

Damit die Hühner mehr Eier legen, wird ihnen durch künstliches Licht eine raschere Abfolge von Tag und Nacht vorgetäuscht. Oft ist der Platz für ein Huhn nur so groß wie ein A4 Zeichenblatt. Die Hühner sehen elend aus. Sie verlieren ihre Federn, die Schnäbel werden ihnen gekürzt, damit sie sich nicht gegenseitig verletzen.

Um den Käfig nicht säubern zu müssen, stehen die armen Tiere immer auf Gitterstäben.


Vom Brüten

Wenn im Frühjahr die Hennen aufhören Eier zu legen und am Nest sitzen bleiben, möchten sie brüten.

21 Tage lang wärmt die Henne die Eier mit ihrem Körper. Dabei wendet sie die Eier immer wieder, damit sie an allen Seiten schön warm sind.

Nur aus befruchteten Eiern können Küken schlüpfen.


Ein Küken schlüpft

Nach 21 Tagen schlüpfen die kleinen Küken aus den Eiern. Wenn es soweit ist, beginnt das Küken mit dem so genannten Eizahn die Eischale von innen aufzubrechen.

Mit heftigen Kopf- und Beinbewegungen gelingt es dem Küken die Schale zu zerbrechen.

Für das Küken ist das Schlüpfen eine anstrengende Arbeit. Es muss immer wieder Pausen machen, um sich zu erholen.

Wenn es sich frei gearbeitet hat, sieht es am Anfang noch ziemlich hilflos, verklebt und unansehnlich aus. Doch bald...


doch bald...

Bald nach dem Schlüpfen sind die kleinen Küken liebe, flaumige Geschöpfe, die piepsen, selbstständig umherlaufen und nach Futter suchen können. Weil sie so schnell selbstständig sind, zählen Küken zu den Nestflüchtern.

Obwohl ihre Kinder schon recht unabhängig sind, kümmert sich die Glucke (so heißt die Henne, wenn sie Küken hat) rührend um ihre junge Schar und bringt ihr alles bei, was sie können muss.


Brutapparat

Manchen Hühnerrassen wurde die Brutbereitschaft förmlich weggezüchtet. Wenn diese Hühner dennoch Küken bekommen sollen, müssen die Eier von einem Brutapparat ausgebrütet werden.

Der Brutapparat ist ein Gerät, in das die befruchteten Eier gelegt werden. Dieser Apparat wärmt die Eier und wendet sie, bis die Küken schlüpfen.

Liebvolle Züchter geben die Küken dann besonders guten Glucken zum Aufziehen.


Ei

Das Ei besteht aus vielen Schichten.

Die Kalkschale schützt das Ei vor Erschütterungen und Bakterien. Es gibt drei Farben dieser Schale: weiß, braun und günlich-blau.Hühner mit weißen Ohrlappen legen weiße Eier. Hühner mit roten "Ohrscheiben" legen braune Eier. Araukaner-Hühner legen grünlich-bläuliche Eier.

Das Eiklar oder Eiweiß ist eine nahrhafte Flüssigkeit, die das Küken später vor Krankheitserregern und Erschütterungen beschützen soll. Im Eiklar befinden sich die Hagelschnüre, die den Dotter in der Mitte des Eis halten. Sobald das Ei gekocht ist, wird das Eiklar weiß und fest. Es heißt dann Eiweiß.

Der Dotter ist der nährstoffreichste Teil des Eis und soll später das Küken im Ei ernähren. Wenn das Ei befruchtet wurde, bildet sich am Dotter eine Keimscheibe.


Hühnerrassen

Sulmtaler sind steirische Landhühner, die sowohl wegen ihres Fleisches, als auch wegen ihrer Eierleistung gezüchtet werden. Es ist ein tiefgebautes Landhuhn mit feinem Knochenbau und sehr wetterhart.

Das Altsteierhuhn ist eine alte österreichische Rasse. Sie wird vor allem als wildbrauner Farbenschlag, aber auch weiß gezüchtet. Die Tiere sind sehr wetterhart und widerstandsfähig.

Seidenhühner haben eine daunenartig, weiche, warme Federstruktur. Sie besitzen keine Flugfedern und sind daher fluguntauglich. Die Hennen zeichnen sich durch Brutlust und liebevolle Führung der Küken aus.

Zwerghühner gibt es in den verschiedensten Rassen. Sie sind kleiner als ihre großen Verwandten und brauchen daher weniger Platz, bei gleicher Eierleistung.

Der Körper der Paduaner ist recht breit und sie haben eine hohe runde Brust. Am Kopf tragen sie einen großen, kugeligen Schopf. Die Tiere sind meist scheu und wirken ziemlich nervös. Die Hennen legen viele weiße Eier, sind aber selten brutwillig.


Sonstiges

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