Tauchen: Unterschied zwischen den Versionen

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Hast du schon einmal von der so genannten Taucherkrankheit gehört? Diese Krankheit kann Tauchsportler ereilen, wenn sie zu tief tauchen und anschließend zu rasch an die Oberfläche kommen.  
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Hast du schon einmal von der so genannten '''Taucherkrankheit''' gehört? Diese Krankheit kann Tauchsportler ereilen, wenn sie zu tief tauchen und anschließend zu rasch an die Oberfläche kommen.
  
Das Problem tritt auf, weil der Druck im Wasser viel höher ist, als an der Luft. Je tiefer du tauchst, desto höher wird der Druck. Der eingeatmete Stickstoff lagert sich im Körpergewebe ab - je länger die Tauchzeit und je tiefer getaucht wird, desto mehr Stickstoff wird eingelagert. Dieser Stickstoff muss beim Auftauchen rechtzeitig wieder aus dem Gewebe raus. Hat der Stickstoff nicht die Zeit, langsam den Körper zu verlassen, so dehnt er sich bei dem geringeren Luftdruck sehr stark aus. Es entstehen Gasblasen im Körper, die zu Schädigungen zum Beispiel zu Lungenrissen oder Lungenembolien führen können.
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Das Problem tritt auf, weil der '''Druck im Wasser''' viel '''höher''' ist, als an der Luft. Je tiefer du tauchst, desto höher wird der Druck. Der eingeatmete '''Stickstoff''' lagert sich im Körpergewebe ab - je länger die Tauchzeit und je tiefer getaucht wird, desto mehr Stickstoff wird eingelagert. Dieser muss '''beim Auftauchen''' rechtzeitig wieder aus dem Gewebe raus. Hat der Stickstoff nicht die Zeit, langsam den Körper zu verlassen, so dehnt er sich bei dem geringeren Luftdruck sehr stark aus. Es entstehen Gasblasen im Körper, die zu Schädigungen zum Beispiel zu Lungenrissen oder Lungenembolien führen können.
  
Als grober Richtwert zum Auftauchen gilt, um diese Gefahr abzuwenden, nur so schnell höher zu tauchen, wie die kleinsten Luftbläschen an die Wasseroberfläche steigen.
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Als grober Richtwert zum Auftauchen gilt, um diese Gefahr abzuwenden, nur so schnell höher zu tauchen, wie '''die kleinsten Luftbläschen an die Wasseroberfläche steigen'''.
  
Es kann aber auch vorkommen, dass Taucher dazu gezwungen sind, schnell aufzutauchen. Damit die Gefahr einer Erkrankung abgewendet werden kann, werden diese nach dem Auftauchen gleich in eine Dekompressionskammer mit hohem Luftdruck gebracht. Dort wird der Luftdruck langsam an den normalen Außendruck wieder angeglichen. Dieses Vorgehen simuliert das langsame Auftauchen aus großer Tiefe.
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Es kann aber auch vorkommen, dass Taucher dazu gezwungen sind, schnell aufzutauchen. Damit die Gefahr einer Erkrankung abgewendet werden kann, werden diese nach dem Auftauchen gleich in eine '''Dekompressionskammer''' mit hohem Luftdruck gebracht. Dort wird der Luftdruck langsam an den normalen Außendruck wieder angeglichen. Dieses Vorgehen simuliert das langsame Auftauchen aus großer Tiefe.
  
 
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Version vom 17. Mai 2010, 07:56 Uhr

Tauchen ist ein faszinierender Sport. Es bedeutet eintauchen in eine vollkommen neue Welt - das Reich der Fische, Meeressäugetiere, Muscheln, Korallen und vielem mehr.

Es gibt viele Möglichkeiten die Unterwasserwelt kennen zu lernen. Einige davon sind Schnorcheln, Gerätetauchen oder Apnoetauchen.



Apnoetauchen

Apnoetauchen ist die älteste und ursprüngliche Form des Tauchens.

Beim Apnoetauchen werden keinerlei Atemhilfen verwendet. Die einzigen Hilfsmittel, die Apnoetaucher einsetzen, sind eine Tauchmaske, Flossen und ein Tauchanzug. Es gilt hier also, eine gute Technik zu entwickeln, um die Luft möglichst lange anhalten zu können.

Beim Apnoetauchen werden auch Wettkämpfe veranstaltet. Hier gibt es grundsätzlich drei Disziplinen:

  1. Statisches Tauchen: Dabei geht es darum, wer am längsten unter Wasser bleiben kann.

  2. Streckentauchen: Beim Streckentauchen wird entweder die weiteste Strecke, die mit einem Atemzug getaucht werden kann gemessen, oder die schnellste Geschwindigkeit, in der eine gewisse Länge zurückgelegt wird.

  3. Tieftauchen: beim Tieftauchen wird die erreichte Wassertiefe gemessen - entweder ohne oder mit Flossen, oder mit Hilfe zusätzlicher Ab- und Auftriebskörper.


Schnorcheln

Schnorcheln ist ebenfalls eine Art des Tauchens ohne Atemgerät. Damit die Taucher unterhalb der Wasseroberfläche jedoch Luft bekommen, wird ein Schnorchel eingesetzt. Schnorcheln eignet sich hervorragend dazu, die Unterwasserwelt zu beobachten - vor allem in seichteren und klaren Gewässern.

Zum Schnorcheln benötigst du neben dem Schnorchel nur eine Taucherbrille. Möchtest du im Wasser nicht allzu viel Bewegung machen, bieten Flossen eine recht gute Unterstützung.

Beim Schnorcheln kannst du auch ab und zu ins tiefere Wasser abtauchen. Dabei muss die Luft angehalten werden. Sobald die Wasseroberfläche wieder erreicht ist, wird der Schnorchel mit der verbliebenen Atemluft ausgeblasen.


Gerätetauchen

Von Gerätetauchen wir dann gesprochen, wenn der oder die Taucher/in mit Luft von Außen versorgt wird. Das geschieht entweder durch ein Helmtauchgerät, ein Kreislauftauchgerät oder ein Druckluftgerät.

Das Tauchen mit einem Druckluftgerät - also mit einer Pressluftflasche - ist wohl die bekannteste Tauchart im Freizeitbereich.

Beim Helmtauchen trägt der oder die Taucher/in kein extra Atemgerät mit sich, sondern ist über einen Schlauch mit der Wasseroberfläche verbunden. Von hier wird die Luft in den Tauchhelm gepumpt.

Kreislaufgeräte sind ganz neu auf dem Markt und noch nicht sehr ausgereift. Zwar ist es möglich, mit diesen Geräten länger unter Wasser zu bleiben, als mit herkömmlichen Pressluftflaschen, jedoch gab es in letzter Zeit einige tragische Unfälle.


Geschichte

Menschen interessierten sich schon vor sehr langer Zeit dafür, was sich unter der Wasseroberfläche befindet. Schon vor etwa 6500 Jahren, also im Jahr 4500 vor Christus gab es in Ostasien und Indien Apnoetaucher, die hauptsächlich im Arabischen Meer nach Perlen, Schwämmen und Korallen tauchten.

Der erste Gerätetaucher der Geschichte war ein Grieche. Vor 4500 Jahren soll er mit einem umgedrehten Kessel, der ihm als Luftreserve diente, nach versunkenen Schiffen getaucht haben. Ob es sich dabei allerdings um einen Mythos oder die Wahrheit handelt, ist nicht genau feststellbar.

Um 60 nach Christus wurden die ersten Schnorchel eingesetzt. So genannte Kampftaucher wurden mit den Schnorcheln ausgestattet. So konnten sie unbemerkt an Schiffe schwimmen und diese überfallen.

All diese Erfindungen gerieten im Mittelalter jedoch in Vergessenheit. Erst um das Jahr 1500 wurden verschiedene Schriften wieder entdeckt, die von den Erfindungen berichteten. Basierend darauf wurden nach und nach Tauchglocken und schließlich moderne Tauchgeräte, sowie Tauchanzüge erfunden und bis heute weiterentwickelt.


Gefahren

Hast du schon einmal von der so genannten Taucherkrankheit gehört? Diese Krankheit kann Tauchsportler ereilen, wenn sie zu tief tauchen und anschließend zu rasch an die Oberfläche kommen.

Das Problem tritt auf, weil der Druck im Wasser viel höher ist, als an der Luft. Je tiefer du tauchst, desto höher wird der Druck. Der eingeatmete Stickstoff lagert sich im Körpergewebe ab - je länger die Tauchzeit und je tiefer getaucht wird, desto mehr Stickstoff wird eingelagert. Dieser muss beim Auftauchen rechtzeitig wieder aus dem Gewebe raus. Hat der Stickstoff nicht die Zeit, langsam den Körper zu verlassen, so dehnt er sich bei dem geringeren Luftdruck sehr stark aus. Es entstehen Gasblasen im Körper, die zu Schädigungen zum Beispiel zu Lungenrissen oder Lungenembolien führen können.

Als grober Richtwert zum Auftauchen gilt, um diese Gefahr abzuwenden, nur so schnell höher zu tauchen, wie die kleinsten Luftbläschen an die Wasseroberfläche steigen.

Es kann aber auch vorkommen, dass Taucher dazu gezwungen sind, schnell aufzutauchen. Damit die Gefahr einer Erkrankung abgewendet werden kann, werden diese nach dem Auftauchen gleich in eine Dekompressionskammer mit hohem Luftdruck gebracht. Dort wird der Luftdruck langsam an den normalen Außendruck wieder angeglichen. Dieses Vorgehen simuliert das langsame Auftauchen aus großer Tiefe.


Formen des Sporttauchens

Beim Gerätetauchen gibt es eine Menge unterschiedliche Gebiete, die darauf warten, erforscht zu werden.

Eistauchen findet meistens in einem zugefrorenen See statt. Zusätzlich zur herkömmlichen Tauchausrüstung werden hier unter anderem ein langes Seil, das an der Wasseroberfläche schwimmt, und eine Axt oder Säge benötigt.

Höhlentauchen erfordert eine eigene Ausbildung und eine Menge Übung.

Wracktauchen zu versunkenen Booten und Schiffen bietet besonders viel Spannung und Abenteuer.

Für das Tauchen in Bergseen wird, genau wie bei den anderen Formen, ebenfalls eine Spezialausrüstung benötigt. Außerdem gelten hier andere Dekompressionszeiten als in Gewässern, die sich annähernd auf Meeresniveau befinden.

Für all diese Spezialformen, als auch für Tauchen allgemein gilt, niemals alleine zu tauchen, sondern mit einem erfahrenen Partner, Tauchlehrer oder Tauchführer!


Externe Links

Wenn du dich für Gerätetauchen interessierst, findest du hier [verlinken mit Adressen] einige Adressen von Tauchschulen, wo du Schnupperkurse machen - und wenn es dir gefällt, auch die nötigen Prüfungen für den Tauchschein absolvieren kannst.


Sonstiges

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