Entenvögel

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Die Familie der Entenvögel ist riesig groß. Zu ihr gehören Enten und Gänse genauso wie Schwäne. Insgesamt umfasst die Familie der Entenvögel 150 verschiedene Arten. Damit bildet sie eine der größten Familien im Vogelreich.

Diese vielen Entenarten werden in zwei große Gruppen unterteilt – nämlich in die der Enten und die der Gänsevögel.

Hast du Lust mehr über dieser schwimmenden Vögel zu erfahren, dann lies einfach weiter.

Die Stockenten zählen zu den bekanntesten heimischen Enten - 2554813 pixabay.com, CC0 1.0



Steckbrief

Name Entenvögel (Anatidae)
Klasse Vögel
Ordnung Gänsevögel
Familie Entenvögel
Arten weltweit 150 - zB die Stockente, die Graugans und der Höckerschwan
Besondere Merkmale flacher, breiter Schnabel mit Hornlamellen, Schwimmhäute zwischen den Zehen, Bürzeldrüse zum Einölen des Gefieders, um es wasserabweisend zu machen
Lebenserwartung sehr unterschiedlich – zB Höckerschwan bis zu 20 Jahre, Stockente bis zu 10 Jahre
Größe & Gewicht sehr unterschiedlich – zB Höckerschwan bis zu 2 m lang & 14 kg schwer und Stockente bis zu 60 cm lang & 1,5 kg schwer
Verbreitung & Lebensraum weltweit an Meeren, Seen und Flüssen (außer Antarktis)
Nahrung sehr unterschiedlich – Pflanzen, Wasserinsekten, Krebstiere und andere kleine Tiere
Feinde Füchse, Marder, Ratten, Greifvögel
Gefährdung Jagd, Zerstörung des Lebensraums


Aussehen

Obwohl die Familie der Entenvögel so groß und artenreich ist, haben die Tiere doch einige Gemeinsamkeiten. Fast alle leben am Wasser. Zwischen ihren Zehen befinden sich Schwimmhäute.

Ihr Gefieder ist dem Leben am Wasser optimal angepasst. Die Entenvögel besitzen weiche, luftige Daunenfedern. Der Luftpolster, der sich so bildet, wirkt wie eine Wärmeisolierung. Auch die Fettschicht, die sich unter der Haut befindet, hält die Vögel warm. Über den Daunen liegen sehr dichte Federn, die die Tiere regelmäßig einfetten. Dadurch perlt das Wasser ab und die Haut der Enten bleibt warm und trocken. Die Fettdrüse, die den Enten das Einfetten ermöglicht, heißt Bürzeldrüse und befindet sich an der Oberseite der Schwanzwurzel.

Der Luftpolster in den Daunenfedern hat noch einen weiteren Sinn. Er gibt den Tieren Auftrieb, sodass sie im Wasser wie ein Boot schwimmen können. Ihre weit hinten liegenden Beine sorgen dafür, dass die Entenvögel im Wasser schnell und wendig sind. An Land sehen sie eher unbeholfen aus.

Typisch für alle Entenvögel ist ihr flacher, breiter Schnabel. Die Hornlamellen am Rand des Schnabels ermöglichen es den Tieren, Pflanzen aus dem Wasser zu fischen, ohne dabei zuviel Wasser zu schlucken. Denn das Wasser rinnt durch die Lamellen aus dem Schnabel und das Futter bleibt zurück.

Höckerschwan - 258817 pixabay.com, CC0 1.0


Brautentenpaar - Ltshears commons.wikimedia.org, CC0 1.0


Arten

Trotz ihrer vielen Gemeinsamkeiten sehen die verschiedenen Arten von Entenvögeln doch recht unterschiedlich aus.

So haben Gänse und Schwäne beispielsweise einen längeren Hals als andere Entenvögel.

Mandarinenten tragen ein sehr auffälliges, buntes Gefieder.

Der Schnabel von Sägern (Fisch fressenden Entenvögel) ist schmäler, an der Spitze hakenförmig und hat statt Lamellen kleine Zähnchen.

Die Dampfschiffenten sind fast alle flugunfähig. Ihre Flügel setzen sie statt dessen abwechselnd wie ein Kajakfahrer für Blitzstarts am Wasser ein.

Gemeinsam ist vielen Entenvögeln das prächtige Gefieder der Männchen, wohingegen die Weibchen eher unscheinbar gefärbt sind. Diesen Unterschied gibt es bei den Gänsevögeln eher nicht. Und bei den Paradieskasarka ist es sogar umgekehrt. Hier sind die Weibchen diejenigen mit dem bunten Federkleid.

Farbenprächtige Mandarinente - katja pixabay.com, CC0 1.0
Plüschkopfenten-Paar - Laura Whitehouse, USFWS commons.wikimedia.org, CC0 1.0


Ernährung

Genauso unterschiedlich wie die einzelnen Entenvögelarten sind, sehen auch ihre Ernährungsgewohnheiten aus.

So sind Schwimm- und Tauchenten hauptsächlich Allesfresser. Auf ihren Speisezettel stehen neben Wasserpflanzen auch Schnecken, Wasserinsekten und kleine Krebse. Gänse ernähren sich ausschließlich vegetarisch. Ihre Nahrung finden sie auf der Wiese in Form von Gräsern und Kräutern. Schwäne sind ebenfalls reine Pflanzenfresser. Säger, die zu den Entenvögeln zählen, ernähren sich von kleinen Fischen. Sie sind also die Räuber unter den Enten.

Der Kappensäger ist ein Fischfresser - Don Faulkner flickr.com, CC BY-SA 2.0


Fortpflanzung

Entenvögel brüten entweder paarweise oder in Kolonien. Diese können auch riesig groß werden. So große Kolonien helfen, das Gelege und die Jungen vor Feinden zu beschützen. Gänse und Schwäne bleiben ein Leben lang einem einzigen Partner treu. Viele andere Entenvögel haben ebenfalls für einige Jahre lang den gleichen Partner bzw. die gleiche Partnerin. Hausgänse sind da nicht so wählerisch.

Wie lange die Brutzeit dauert, hängt von der Größe der Eier und damit von der Entenart ab. Je größer die Eier sind, desto länger muss gebrütet werden. Die Brutzeit liegt etwa zwischen 20 (Zwergenten) und 40 Tagen (Schwäne). Zwar können die Kücken schon vom ersten Tag an laufen und schwimmen (sie sind Nestflüchter), trotzdem würden sie ohne ihre Eltern nicht überleben. Fliegen können die Jungenten erst, wenn sie den wärmenden Flaum gegen ihr richtiges Federkleid ausgetauscht haben.

Enten werden etwa 3 Jahre alt. Gänse können fast doppelt so alt werden und Schwäne erreichen in Gefangenschaft sogar ein Alter von bis zu 20 Jahren. In freier Wildbahn jedoch sterben sie meist sehr viel früher. Viele von ihnen werden nicht einmal erwachsen, denn sie fallen Raubtieren zum Opfer.

Diese kleinen Laufenten-Küken sind etwa 2-3 Tage alt - zoosnow pixabay.com, CC0 1.0
Kücken eines Höckerschwans im Nest nahe am Wasser - Aconcagua commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Externe Links

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