Geschichte des 21. Bezirks: Unterschied zwischen den Versionen

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Das erste Haus wurde 1829 beim Mühlschüttelarm der Donau gebaut. Dort wurde in einer Schiffbauhütte das erste Dampfschiff, die „Franz 1“, erbaut. Rasch entstanden viele andere Gebäude, wie der Bahnhof der Kaiser–Ferdinand Nordbahn. Die Siedlung, die hier entstand, wurde Neu-Leopoldau genannt.
  
Das erste Haus wurde 1829 beim Mühlschüttelarm der Donau gebaut. Dort wurde in einer Schiffbauhütte das erste Dampfschiff, die „Franz 1“, erbaut. Rasch entstanden viele andere Gebäude, wie der Bahnhof der Kaiser–Ferdinand Nordbahn. Die Siedlung, die hier entstand, nannte man Neu-Leopoldau.
 
 
Der Mühlschüttel war eine große Insel, wo zu Beginn nur drei Müller wohnten und arbeiteten. Nach dem Bau einer Brücke siedelten sich weitere Müller an. Ihre Mühlen waren Schiffe, die im Wasser ankerten - die Schiffsmühlen, die mit dem Wasser der Donau angetrieben wurden.
 
Der Mühlschüttel war eine große Insel, wo zu Beginn nur drei Müller wohnten und arbeiteten. Nach dem Bau einer Brücke siedelten sich weitere Müller an. Ihre Mühlen waren Schiffe, die im Wasser ankerten - die Schiffsmühlen, die mit dem Wasser der Donau angetrieben wurden.
  
1866 wurden Neu-Leopoldau und Mühlschüttel in Donaufeld umbenannt. Einige Jahre später wurde von den Bauern der Umgebung die Pfarrkirche Donaufeld erbaut.
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1886 wurden Neu-Leopoldau und Mühlschüttel in Donaufeld umbenannt. Einige Jahre später wurde von den Bauern der Umgebung die Pfarrkirche Donaufeld erbaut. 1894 wurde es mit Floridsdorf zur Großgemeinde Floridsdorf vereinigt.  
  
 
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Vor 550 Jahren wurde die erste Brücke gebaut, beim heutigen Wasserpark führte das „Kuhbrückl“ über den kleinsten Donauarm.
 
Kurz vor dieser Brücke war die Gabelung der Hauptstraßen nach Böhmen (Prag) und Mähren (Brünn).
 
Kurz vor dieser Brücke war die Gabelung der Hauptstraßen nach Böhmen (Prag) und Mähren (Brünn).

Version vom 5. März 2015, 13:05 Uhr

Datei:21 bezirkswappen.jpg
Bezirkswappen von Floridsdorf

Das Wappen des Bezirkes Floridsdorf ist in sechs Felder geteilt. Jedes Feld steht für einen Bezirksteil.

  • Links oben: Leopoldau - ein Arm mit fünf Ähren
  • Rechts oben: Stammersdorf - vier Bäume
  • Links unten: Jedlesee - Maria Loretto
  • Mitte: Floridsdorf - eine Vase mit Blumen
  • Rechts unten: Strebersdorf - eine Burg
  • Unten Mitte: Groß Jedlersdorf - zwei gekreuzte Säcke



Donaufeld

Datei:21 Donaufeld Wappen.jpg
Wappen von Donaufeld

Das erste Haus wurde 1829 beim Mühlschüttelarm der Donau gebaut. Dort wurde in einer Schiffbauhütte das erste Dampfschiff, die „Franz 1“, erbaut. Rasch entstanden viele andere Gebäude, wie der Bahnhof der Kaiser–Ferdinand Nordbahn. Die Siedlung, die hier entstand, wurde Neu-Leopoldau genannt.

Der Mühlschüttel war eine große Insel, wo zu Beginn nur drei Müller wohnten und arbeiteten. Nach dem Bau einer Brücke siedelten sich weitere Müller an. Ihre Mühlen waren Schiffe, die im Wasser ankerten - die Schiffsmühlen, die mit dem Wasser der Donau angetrieben wurden.

1886 wurden Neu-Leopoldau und Mühlschüttel in Donaufeld umbenannt. Einige Jahre später wurde von den Bauern der Umgebung die Pfarrkirche Donaufeld erbaut. 1894 wurde es mit Floridsdorf zur Großgemeinde Floridsdorf vereinigt.


Floridsdorf

Datei:21 wappen-floridsdorf.jpg
Wappen von Floridsdorf

Vor 550 Jahren wurde die erste Brücke gebaut, beim heutigen Wasserpark führte das „Kuhbrückl“ über den kleinsten Donauarm. Kurz vor dieser Brücke war die Gabelung der Hauptstraßen nach Böhmen (Prag) und Mähren (Brünn).

An der Gabelung von Pragerstraße und Brünnerstraße entstand die kleine Ansiedlung Jedlersdorf am Spitz, später Am Spitz genannt. 15 Häuser gab es damals dort.

Das wichtigste Gebäude war das Wirtshaus am Spitz, als Herberge für Reisende und als Zufluchtsstätte bei Überschwemmungen. 1901 wurde das alte Wirtshaus abgerissen. An dieser Stelle entstand das Rathaus. Seit 1905 ist das Rathaus das Amtshaus des Bezirks.


Datei:21 wappen-großjedlersdorf.jpg
Wappen von Großjedlersdorf

Großjedlersdorf

Der ursprüngliche Name von Jedlersdorf war „Urlingestorf“ (1108). Das bedeutete Kriegsdorf. Der Ort gehörte 500 Jahre dem Tullner Frauenkloster. Der Ortskern wurde auf einer Insel angelegt, die Schutz bei Überschwemmungen bot. Oft gab es Streit mit den Leopoldauern wegen der Grenzen. Die Grenzen wurden durch Überschwemmungen oft verschoben, daher der Streit.


Datei:21 wappen-jedlesee.jpg
Wappen von Jedlesee

Jedlesee

Jedlesee ist der älteste Bezirksteil Floridsdorfs. Es wurde schon 1014 in einer Urkunde erwähnt. Dieser Ort war ein Fischer- und Bauerndorf im Augebiet der Donau. Er lag an der „Schwarzen Lacke“, einem reißender Flussarm der Donau. Trotz des ständigen Hochwassers blieben die Leute dort, da die Donau ihnen viel Geld brachte. Es gab nämlich über die „Schwarze Lacke“ keine Brücke. Damit man auf das andere Ufer nach Nußdorf gelangen konnte, musste man von hier mit der Fähre über den Fluss fahren. Diese Fahrten brachten große Einnahmen, da viele Kaufleute über den Fluss wollten. Später war die Donauüberfuhr nicht mehr so wichtig, da es Brücken gab, die sicherer waren als die Fähren. Der Ort Schwarzlackenau wurde nach diesem Gewässer benannt.


Datei:21 wappen-leopoldau.jpg
Wappen von Leopoldau

Leopoldau

Im Gebiet der heutigen Leopoldau haben schon in der Jungsteinzeit Menschen gelebt. Viele Donauarme flossen hier durch, deshalb lebten die Menschen auch vom Fischfang.

In der Leopoldau siedelten sich nacheinander viele Volksstämme, unter anderen auch 400 Jahre lang die Römer an. In dieser Zeit kam es zu harten Kämpfen.

Das Dorf Leopoldau entstand im 11./12. Jahrhundert. Damals hieß es „Alpitowe“. Es gehörte dem Markgrafen Leopold III. Aus „Alpitowe wurde dann Eupoltau. Das Volk verwechselte „Eupolt“ mit Leopold. So wurde daraus Leopoldau.


Datei:21 wappen-stammersdorf.jpg
Wappen von Stammersdorf

Stammersdorf

Bereits in der Eiszeit lebten hier vermutlich Mammutjäger. Es wurden hier Mammutknochen gefunden. Stammersdorf ist eine alte Weinhauersiedlung, die im 12. Jahrhundert „Stenmarsdorf“ genannt wurde. Die linsenförmige Art, in der dieses Dorf angelegt wurde, nennt man Angerdorf. Dazu gehörte eine Wehrkirche, in der die Menschen bei Angriffen Schutz suchten. Rund um das Dorf gab es Verteidigungsgräben und die Häuser standen sehr dicht beieinander. Der Bisamberg war immer ein guter Aussichtspunkt und in Kriegszeiten wichtig. Trotz dieser Verteidigungsanlagen wurde Stammersdorf von den Ungarn, Schweden und zweimal von den Türken zerstört.


Datei:21 wappen-strebersdorf.jpg
Wappen von Strebersdorf

Strebersdorf

Strebersdorf wurde 1078 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. Damals lag dieser Ort in der Nähe der heutigen Scheydgasse. Er war eine Fischersiedlung im Gewirr der vielen Donauarme. 1440 zerstörte ein Hochwasser den ganzen Ort. Die Überlebenden siedelten sich daraufhin weiter weg von der Donau am Fuß des Bisamberges an. Diese neue Ansiedlung wurde Strobersdorf genannt. Es gibt zwei Erklärungen für diesen Dorfnamen:
1) Strobo, so hieß der erste Bewohner dieser Siedlung.
2) Strobler waren Strohhändler und Strohmattenerzeuger.