Froschlurche

Aus KiwiThek

Wechseln zu: Navigation, Suche

Froschlurche sind Amphibien. Das bedeutet, es handelt sich um Tiere, die sowohl im Wasser als auch an Land leben. Zu den Froschlurchen gehören Frösche, Kröten und Unken.

Es gibt noch zwei andere Ordnungen von Lurchen – nämlich die Schwanzlurche und die Schleichenlurche. Schwanzlurche sind Salamander und Molche. Die Schleichenlurche werden auch als Blindwühlen bezeichnet. Kleine Blindwühlen sehen ähnlich aus wie Regenwürmer und können daher leicht mit ihnen verwechselt werden. Blindschleichen haben im Übrigen nichts mit Schleichenlurchen zu tun, da sie ja bekanntlich zu den Reptilien zählen – nicht zu den Amphibien.

Aber nun zurück zu den Froschlurchen:

Frosch - Sabine Löwer pixabay.com, CC0 1.0


Zwei Erdkröten - Iwona Olczyk pixabay.com, CC0 1.0


Verbreitung

Froschlurche gibt es eigentlich auf der ganzen Welt, außer auf hohen Bergen, in trockenen Wüstengebieten und an den Polen. Die meisten Arten gibt es in den Subtropen und Tropen. In Mitteleuropa sind vor allem

  • Laubfrösche, Grasfrösche, kleine Wasserfrösche,
  • Erdkröten, Wechselkröten und
  • Rotbauch- bzw. Gelbbauchunken heimisch.
Laubfrosch - Brett Hondow pixabay.com, CC0 1.0


Merkmale

Erwachsene Froschlurche haben keinen Schwanz. Dafür verfügen sie über sehr lange Hinterbeine. Mit Hilfe dieser langen Beine können Froschlurche hervorragend laufen, hüpfen und sogar weit springen. Manche Arten sind ausgezeichnete Kletterer. Andere graben sich lieber in den Boden ein oder verbringen den größten Teil ihres Lebens im Wasser.

Die Haut von Froschlurchen ist entweder glatt (vor allem bei Fröschen) oder warzig (bei Kröten und Unken). Alle Froschlurche fühlen sich feucht und schleimig an. Dafür sorgen zahllose Schleimdrüsen, die die Haut feucht halten. Für die Tiere ist die ständig feuchte Haut nötig, damit ihre Hautatmung gut funktioniert. Manche Arten verfügen auch über spezielle Drüsen, die eine giftige Flüssigkeit produzieren. Diese Flüssigkeit schützt die Tiere vor Fressfeinden. Manche Froscharten sind sogar so giftig, dass sie für Menschen tödlich sind (z.B. der Pfeilgiftfrosch).

Je nach Art sind Froschlurche sehr unterschiedlich groß. Der größte Frosch ist der Goliathfrosch. Er kann bis zu 35 oder sogar 40 Zentimeter lang werden. Andere Arten sind nur so klein wie ein Fingernagel. Zu diesen zählt etwa die brasilianische Sattelkröte.

Pfeilgiftfrosch - Marcel Langthim pixabay.com, CC0 1.0

Grasfrosch - Bernell MacDonald pixabay.com, CC0 1.0


Unterscheidung Frosch, Kröte, Unke

Grob lassen sich Frösche und Kröten dadurch unterscheiden, dass Frösche schlanker sind und eine eher glatte, feuchte Haut haben. Kröten gelten allgemein als plump und haben eine relativ trockene, warzige Haut. Auch durch die Beine lassen sich Kröten und Frösche voneinander unterscheiden. Die Hinterbeine von Fröschen sind lang und kräftig. Die von Kröten kürzer, sodass sie sich nur für kurze Hüpfer eignen.

Unken sind urtümliche, kleine Froschlurche. Ihre Körper sind abgeflacht. Die Oberseite der Tiere ist warzig. Ihr Bauch zeigt jedoch eine grell-bunte, marmorierte Färbung.

Rotbauchunke - Marek Szczepanek commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Fortpflanzung

Die Fortpflanzung der Froschlurche beginnt meist mit der Wanderung zu Gewässern. Hier angekommen werben die Männchen mit lauten Paarungsrufen nach Weibchen.

Die Weibchen setzen den Laich (die Eier) meist in Haufen oder Schnüren ins Wasser ab. Das Männchen befruchtet den frisch abgelegten Laich von außen. Das heißt, es sondert eine milchige Flüssigkeit ab, die die Samenzellen enthält. Diese dringen in die Eizellen ein und befruchten sie.

Nach einigen Tagen schlüpfen unzählige Kaulquappen. Sie haben Kiemen, die sie zum Atmen unter Wasser benötigen. Ihre Nahrung besteht aus Kleinstlebewesen und Pflanzen. Nach einiger Zeit wachsen den kleinen Kaulquappen Hinterbeine. Das ist der Beginn der so genannten Metamorphose (Verwandlung) von der Kaulquappe zum fertigen Froschlurch.

Bald schon kommen die Vorderbeine zum Vorschein und das Maul wird breiter. Der Schwanz wird nach und nach kürzer. Pflanzen stehen nun nicht mehr am Speiseplan der zukünftigen Frösche, Unken und Kröten.

Kurz bevor die Verwandlung abgeschlossen ist, bildet sich der Schwanz ganz zurück und die Tiere beginnen, mit ihren neuen Lungen zu atmen. Es ist nun Zeit, das Wasser langsam zu verlassen. Zunächst noch sind sie ganz klein, doch schon in drei Jahren werden sie genauso groß sein wie ihre Eltern. Dann kehren sie meist zu ihrem Geburtsgewässer zurück und der Kreislauf beginnt von vorne.

Im Winter vergraben sich die bei uns heimischen Froschlurche übrigens in die Erde. So sind sie gut geschützt während der kalten Jahreszeit. Sobald im Frühjahr die Sonne den Boden erwärmt, kommen sie wieder an die Oberfläche.

Kaulquappen im Teich - Rado Bahna commons.wikimedia.org, CC0 1.0


Verwandlung von der Kaulquappe zum Froschlurch - Meyers Konversations-Lexikon (1885-1890) commons.wikimedia.org, CC0 1.0


Sonstiges

Meine Werkzeuge