Geheimschrift

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Kurz nachdem die Menschen schreiben gelernt hatten, versuchten sie auch schon gleich das Geschriebene zu verschlüsseln, damit andere es nicht mehr entziffern konnten.

Besonders während Kriegen war es wichtig, geheime Nachrichten zu übermitteln, ohne dass die Gegner die Inhalte erfuhren.

Eine Enigma. - Foto: Austin Mills flickr.com, CC BY-SA 2.0


Denkmal in Gedenken an die Kryptologen im Zweiten Weltkrieg - Foto: Ziko commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Geschichte der Geheimschriften

So sind im Laufe der Zeit unzählige verschiedene Geheimsprachen, -schriften und –codes entstanden. Auch heute ist es wichtig, Nachrichten zu verschlüsseln. So kann man zB im Internet vertrauliche Informationen weiterleiten.

Der griechische Geschichtsschreiber Herodot war übrigens der erste, der über geheime Botschaften berichtete.

Herodot

Der griechische Geschichtsschreiber Herodot lebte 485-425 vor Christus. Damals schrieben die Menschen auf Wachstafeln. Für geheime Botschaften kratzten sie das Wachs ab, ritzten die Nachricht ins Holz und füllten dann die Tafel wieder mit Wachs. Wenn der Empfänger das Wachs entfernte, konnte er die Botschaft lesen.

Die Statue des Herodot findest du auf der linken Seite der Rampe des Parlaments. Er sitzt dort in der Gesellschaft von Polbios (antiker Geschichtsschreiber), Xenophon (Politiker und Feldherr)und Thukydides (antiker Historiker).

Statue von Herotod beim Wiener Parlament - Foto: Pe-Jo commons.wikimedia.org, CC0 1.0


Kryptologie – Was ist das?

Die Verschlüsselungstechnik von Schriften wird Kryptologie oder Kryptografie genannt. Diese Wörter kommen aus dem Griechischen und setzen sich aus zwei Teilen zusammen:

  • krypto: geheim
  • logos: das Wort, der Sinn, der Gedanke
  • graphein: schreiben
  • Das ie:, dass es eine Wissenschaft ist

Wenn du dir einen Text ausdenkst und ihn dann in einer Geheimschrift aufschreibst, so wird das verschlüsseln – oder auch chiffrieren – genannt. Derjenige, an den diese Botschaft gerichtet ist, muss die Geheimschrift kennen, oder er hat einen sogenannten Schlüssel (Code), der ihm erklärt, wie er den Text entschlüsseln oder dechiffrieren kann.

Es gibt sogar einen Beruf, der sich mit dem Knacken von Codes beschäftigt: der Kryptologe.

Eine Seite in Geheimschrift und Geheimsprache. - Unbekannt commons.wikimedia.org, CC0 1.0


Geheimschriften

Geheimschriften können nach Art oder Verwendungszweck eingeteilt werden. Es gibt zwei verschieden Arten:


  1. Du versteckst die Geheimbotschaft, das heißt, du machst den Text unsichtbar. Diese Methode hat aber den Nachteil, dass bei Entdecken der Nachricht sie jeder lesen kann.

  2. Du verschlüsselst deine Nachricht, das heißt du verwendest einen bestimmten Geheimcode. Lesen kann sie nur derjenige, der den Code kennt oder knackt, was aber oft äußerst schwierig ist.


Ein verschlüsselter Brief - Thomas Phelippes and Anthony Babington commons.wikimedia.org, CC0 1.0


Die Blindenschrift

Das ist keine Geheimschrift, es ist aber eine besondere Codierung für Buchstaben. Blinde oder sehbehinderte Menschen haben eine eigene Schrift, um lesen zu können. Die Buchstaben bestehen aus Punkten, die erhaben geprägt sind. Blinde Menschen ertasten die Buchstaben mit den Fingern.

Erfunden wurde dieses Alphabet von Luis Braille und wird daher Brailleschrift genannt.

Lesen von Blindenschrift - antonioxalonso flickr.com, CC BY 2.0


Das Morsealphabet

Vor ca 150 Jahren erfand Samuel Morse das Morsealphabet. Dieser Code ersetzte Buchstaben durch Punkte und Striche. Morsezeichen können zum Beispiel mit einer Taschenlampe „geschrieben“, oder durch erzeugen von kurzen und langen Tönen, weitergeleitet werden.

SOS Morse-Kode - Reaper X commons.wikimedia.org, CC0 1.0


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