Schwimmen

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Schwimmen - Unsplash pixabay.com, CC0 1.0

In unserer Gesellschaft sind Baden und Schwimmen nicht mehr wegzudenken. Auch hier gilt wie bei fast allen Sportarten: "Früh übt sich wer ein Meister werden will!" Wer einmal zu schwimmen gelernt hat, verlernt es auch nicht mehr.

Eine Vielzahl von Frei- und Hallenbädern ermöglicht eine Ausübung des Schwimmsports zu jeder Jahreszeit.

Schwimmen ist gesund und verhindert, dass du beim Baden und Spielen im Wasser untergehst und ertrinkst. Deshalb solltest du unbedingt so früh wie möglich schwimmen lernen. Jedes Jahr ertrinken leider nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene, weil sie gar nicht oder nicht richtig schwimmen können.

Wusstest du schon, dass ...

  • die ältesten Hinweise über das Schwimmen an Orten gefunden wurden, wo heute nur noch Sand ist?
  • du in Österreich durch eine Prüfung ein Schwimmabzeichen erwerben kannst?
  • Schwimmhilfen nicht vor dem Ertrinken retten?
  • Delfinschwimmen auch als Schmetterlingsstil bezeichnet wird?



Geschichte

Zeichnung von Schwimmern (ca. 1815) - commons.wikimedia.org, CC0 1.0

Wann genau der Mensch lernte zu schwimmen, ist schwer zu sagen. Mit Sicherheit war schwimmen aber zu allen Zeiten für Menschen, die am Wasser lebten, lebens-, ja überlebenesnotwendig. Die Geschichte des Schwimmens dürfte also so alt wie die Menschheit selbst sein.

Interessant ist die Tatsache, dass einer der bislang ältesten Hinweise über das Schwimmen an Orten gefunden wurde, wo wir heute nur noch heißen Sand finden: in einer Höhle des Gilf Kebir in der Libyschen Wüste. Die gefundenen Felsmalereien sind etwa 8 000 Jahre alt und zeigen einen Schwimmer, der eine Art Brustschwimmen ausführt. Die Forscher sind überzeugt, dass die Menschen bereits in der Steinzeit gute Schwimmer waren. Wer schwimmen konnte, war im Vorteil, um sich vor Feinden zu retten, bei der Jagd oder um Hindernisse zu überwinden.

Gesundheit

Astronauten-Training - Bewegung im Wasser ähnelt der Bewegung in der Schwerelosigkeit des Weltalls. - skeeze pixabay.com, CC0 1.0

Schwimmen zählt zu den gesündesten Sportarten überhaupt und hilft vielen Menschen bis ins hohe Alter fit zu bleiben. Regelmäßig in der richtigen Intensität ausgeübt, stärkt Schwimmen das Herz-Kreislaufsystem und verbessert die Ausdauer. Die Belastung für die Wirbelsäule und Gelenke ist durch den Auftrieb im Wasser sehr gering. Dieser lässt den Körper fast schwerelos erscheinen.


Leistungssport

Startsprung bei Schwimmwettbewerb - Miho NL commons.wikimedia.org, CC BY 3.0

Um etwa 1837 entwickelte sich das moderne Wettkampfschwimmen in den Hallenbädern Londons. Geschwommen wurde entweder Brustschwimmen oder Seitenschwimmen. Erst später entwickelten sich die auch heute noch üblichen Schwimmstile.

Große Wettbewerbe werden meist auf der 50 Meterbahn ausgetragen, bei denen verschiedene Distanzen und unterschiedliche Disziplinen geschwommen werden. Zu den verschiedenen Schwimmdisziplinen zählen: Brustschwimmen, Kraulschwimmen, Delfinschwimmen und Rückenschwimmen. Werden die vier sportlichen Schwimmarten nacheinander geschwommen, nennt man das Lagenschwimmen. Hier gibt es neben dem Einzelwettbewerb auch einen Staffelwettbewerb. Das Kraulschwimmen ist die schnellste Bewegungstechnik.

Innerhalb des Schwimmsports gibt es auch noch verschiedene Teilbereiche wie das Flossenschwimmen, Langstreckenschwimmen, Rettungsschwimmen oder Synchronschwimmen. In anderen Sportbereichen wie zB im Triathlon ist Schwimmen eine Teildisziplin.


Schwimmtechniken

Brustschwimmen

Brustschwimmen - Adrian Pingstone at en.wikipedia commons.wikimedia.org, CC0 1.0

Viele Schwimmanfänger entscheiden sich zu Beginn für das Brustschwimmen. Dabei kannst du in der Bauchlage schwimmen und gut sehen, was rundherum passiert. In Bauchlage schwimmt dein Körper gut im Wasser und das gibt dir zusätzliche Sicherheit. Das Brustschwimmen ermöglicht dir mit etwas Übung ausdauernd zu schwimmen und so lange Strecken zurückzulegen.

Brustschwimmen ist eine sogenannte Gleichschlagschwimmart. Beide Arme und Beine werden gleichmäßig bewegt. Der Körper liegt schräg, wie ein Gleitboot im Wasser. Der Po ist etwas tiefer als die Schultern. Zu jeder Armbewegung gibt es eine Beinbewegung. Wenn die Hände und Unterarme nach innen zum Körper geführt werden, beginnt das Anziehen der Beine. Beim Strecken der Arme vor den Körper erfolgt der Unterschenkelschlag.

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Kraulschwimmen

Kraulen - Manfred Werner - Tsui commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0

Das Kraulen ist die schnellste Bewegungstechnik. Besondere Kennzeichen sind das Wechselschlagen der Beine und das Wechselziehen der Arme über das Wasser nach vorne. Zum Einatmen wird der Kopf immer zur gleichen Seite gedreht, wenn der Unterwasserarm zur Hüfte kommt. Ausgeatmet wird unter Wasser. Der Kopf sollte dabei nicht angehoben werden.

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Rückenkraulschwimmen

Rückenkkraulschwimmen - PittCaleb www.flickr.com, CC BY-NC-ND 2.0

Wie der Name schon sagt wird in Rückenlage geschwommen. Das Rückenkraulschwimmen ist eine Wechselschlagschwimmart. Dabei werden die beiden Arme und Beine abwechselnd bewegt. Wie der Brustschwimmer liegt auch der Rückenschwimmer leicht schräg wie ein Gleitboot im Wasser. Der Po ist tiefer als die Schultern.

Das Rückenkraulschwimmen ist meist die zweite Schwimmart, die Kinder erlernen. Einer der Vorteile dieser Schwimmart ist, dass du leicht atmen kannst, da dein Gesicht nicht im Wasser ist.

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Delfinschwimmen

Delfinschwimmen - Simply Swim UK www.flickr.com, CC BY-SA 2.0


Delfinschwimmen ist wirklich nicht ganz einfach. Für viele ist das größte Problem die Atmung und die Rückführung der Arme. Das Atmen muss Teil der Körperbewegung sein. Auf keinen Fall soll der Kopf angehoben und das Kinn nach vorne geschoben werden. Der Kopf soll immer möglichst in der Verlängerung der Wirbelsäule liegen. Die Kraft kommt aus der wellenförmigen Körperbewegung und nicht aus dem Beinschlag. Delfinschwimmen sieht toll aus. Dieser Schwimmstil heißt auch Schmetterling.

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Ausrüstung

Schwimmkleidung - Original: Kasuga, Vectorversion: Fred the Oyster commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0

Zum Schwimmen brauchst du nicht viel. Schwimmbekleidung, Badeschuhe, Handtuch und Duschbad und schon kann es losgehen!

Schwimmkleidung

Im Schwimmbad tragen alle Besucher eine Badehose oder einen Badeanzug bzw. Bikini. Wichtig für die Schwimmkleidung ist, dass sie gut passt und dich beim Baden und Schwimmen nicht stört. Idealerweise besteht sie aus einem Material, welches sich nicht so stark mit Wasser voll saugt. Bei der unglaublichen Farbenvielfalt in der Schwimmkleidung angeboten wird, ist mit Sicherheit für jeden Geschmack etwas dabei.

Badekappe

In manchen Bädern ist es Vorschrift eine Badekappe zu tragen. So können ausfallende Haare nicht im Wasser herumschwimmen und den Ablauf verstopfen. Häufig tragen Kinder einer zusammengehörenden Schwimmgruppe Badekappen gleicher Farbe, um von ihrem Schwimmlehrer leichter erkannt zu werden.

Badeschuhe

In den Umkleidekabinen ist es üblich, dass alle Badegäste ihre Straßenschuhe ausziehen, damit kein Schmutz in das Schwimmbad getragen wird. Sauberkeit ist in einem guten Schwimmbad von größter Bedeutung. Es empfiehlt sich beim Umziehen sofort Badeschuhe anzuziehen. So schützt du nicht nur deine Füße vor Pilz- und Infektionskrankheiten, sondern vermeidest auch unangenehme und gefährliche Stürze auf nassem Fliesenboden.

Schwimmbrille

Einige Schwimmer tragen eine Schwimmbrille, um ihre Augen vor dem gechlorten Wasser zu schützen.


Verhaltensregeln

Regeln im Bad - Etana commons.wikimedia.org, CC0 1.0

Damit dein Bade- und Schwimmvergnügen nicht unnötig getrübt wird, solltest du dich unbedingt mit den wichtigsten Verhaltensregeln vertraut machen und diese auch möglichst genau befolgen.

Verhalte dich rücksichtsvoll gegenüber anderen Kindern und Erwachsenen. Vergiss nicht, dass man sich beim lusitgen Herumplantschen und Baden auch verletzen und sogar ertrinken kann.

Badeordnung

In jedem Schwimmbad hängt eine Badeordnung aus. Diese solltest du nach Möglichkeit durchlesen und dir, wenn notwendig, erklären lassen.
Wenn du Badegast bist, verhalte dich bitte auch wie ein Gast. Gehe sorgsam mit den Einrichtungen in den Schwimmbädern um. Achte darauf, dass nichts beschmutzt und beschädigt wird. So haben alle lange viel Freude daran.

Wichtige Regeln

  • Kühle dich ab, bevor du ins Wasser gehst - Verlasse es sofort wenn du frierst!
  • Springe nur dann ins Wasser, wenn es unter dir tief genug und frei ist!
  • Meide sumpfige und pflanzendurchwachsene Gewässer!
  • Bei Gewitter ist Baden lebensgefährlich!
  • Schifffahrtswege, Schleusen, Brückenpfeiler und ähnliches sind keine Badezonen!
  • Überschätze im freien Gewässer nicht deine Kraft und dein Können!
  • Verunreinige das Wasser nicht!
  • Rufe nie um Hilfe, wenn du nicht wirklich in Gefahr bist, aber hilf anderen in Not!

Schwimmhilfen

Kind mit Schwimmweste beim Wasserskifahren - Picography pixabay.com, CC0 1.0

Es gibt eine Vielzahl an Schwimmhilfen zum Baden und Schwimmenlernen. Sie sollen helfen, beim Schwimmenlernen über Wasser zu bleiben. Ziel ist es ohne Hilfen schwimmen zu können. Schwimmhilfen bieten keine Sicherheit vor dem Ertrinken.
Überschätze nicht dein Können und greife lieber einmal öfter zu einer Schwimmhilfe, als einmal zu wenig. Gehe als Nichtschwimmer trotz Schwimmhilfe niemals alleine ins tiefe Wasser!

Häufig verwendete Schwimmhilfen:
Leitstange, Schwimmbrett, Schwimmflügel, Schwimmsprosse, Oberarmscheiben

Schwimmweste Bei manchen sportlichen Aktivitäten im oder auf dem Wasser, ist das Tragen einer gut funktionierenden und passenden Schwimmweste Pflicht. Zu diesen zählen zB Surfen, Segeln und Wasserskilaufen.

Die Schwimmweste verhindert, dass dein Kopf unter Wasser gerät und du im Fall einer Ohnmacht Wasser schluckst und ertrinkst. Von größter Bedeutung ist daher, dass deine Schwimmweste gut sitzt und du auf keinen Fall aus ihr herausschlupfen kannst. Schwimmwesten haben meistens eine auffallend leuchtende Farbe, damit sie im Wasser gut gesehen werden können.

Schwimmabzeichen

Je nach Alterstufe und Können ist es möglich eines der österreichischen Schwimmabzeichen durch eine Prüfung zu erlangen.


Sonstiges

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