Stieglitz

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Der Stieglitz wird auch Distelfink genannt und ist einer der buntesten Vögel in Europa:

Sein Kopf ist schwarz und weiß gefärbt, sein Gesicht allerdings ist rot. So sieht es aus, als würde der Vogel eine Maske tragen. Sein Rücken ist hellbraun, der Bauch weiß. Auf seinem schwarzen Schwanz sind weiße Flecken zu sehen und über seine schwarzen Flügel zieht sich ein breites gelbes Band.

Der Stieglitz ist ca. 12cm lang und 16g schwer. Er kann bis zu 12 Jahre alt werden.

Der Stieglitz ist Vogel des Jahres 2016 und soll uns Menschen mit seinem bunten Gefieder auf mehr Farbe in der Landschaft aufmerksam machen. Mehr Farben bedeuten mehr blühende Kräuter und Stauden, die wiederum vielen Tieren als Zuhause und als Nahrung dienen.

Der Stieglitz oder Distelfink - Francis Franklin commons.wikimedia.org, CC BY-SA 4.0


Kannst du den bunten Vogel sehen? - 846654 pixabay.com, CC0 1.0


Name

Den Namen Stieglitz hat der Vogel vermutlich wegen seines Gesangs. Sein Ruf klingt wie „stiglit!“ und daher kommt wohl auch sein Name.

Der Stieglitz ist vielen auch als Distelfink bekannt. Diese Bezeichnung rührt daher, dass Distelsamen zu seinen Lieblingsspeisen zählen und er somit oft auf Disteln zu finden ist.

Der Stieglitz sitzt oft auf Disteln. - Andreas Trepte, www.photo-natur.net commons.wikimedia.org, CC BY-SA 2.5


Steckbrief

Name Stieglitz (Carduelis carduelis)
Klasse Vögel
Ordnung Sperlingsvögel
Familie Finken
Arten Der Stieglitz ist eine Art innerhalb der Familie der Finken.
Besondere Merkmale buntes Gefieder, spitzer, kräftiger Schnabel
Lebenserwartung bis zu 12 Jahre
Größe & Gewicht ungefähr 12 cm lang & 16 g schwer
Verbreitung & Lebensraum in Laubwäldern und Gärten in Mitteleuropa, Asien, Nordafrika, Südamerika, Australien und Neuseeland
Nahrung Samen
Feinde Elster, Sperber, Falken, Wiesel, Marder, Hauskatzen
Gefährdung Zerstörung des Lebensraums, Entfernung des Unkrauts aus Äckern und Gärten


Lebensraum

Der Stieglitz ist weit verbreitet: von Mitteleuropa über West- und Zentralasien, Nordafrika und Südamerika, bis nach Australien und Neuseeland. In Österreich gibt es ca. 50 000 – 80 000 Brutpaare.

Der Stieglitz gehört zu den Teilziehern. Das heißt die Mehrheit der bei uns lebenden Vögel zieht im Herbst ins wärmere Mittelmeergebiet, um dort den Winter zu verbringen. Ein kleiner Teil aber bleibt den kalten Winter über bei uns in Österreich. Du kannst sie dann an Vogelfutterhäuschen beobachten.

Der Stieglitz ist in lichten Laubwäldern, Heckenlandschaften und großen Gärten zu sehen. Dort ist er meist in Gruppen unterwegs. Erkennen kannst du ihn nicht nur an seinem farbenfrohen Gefieder, sondern auch an seinem fröhlichen, ununterbrochenen Gezwitscher.

Der Stieglitz an einer Futterstation im Winter - Jessica Crawford (Aleviva-Medien) pixabay.com, CC0 1.0


Ernährung

Der Stieglitz ernährt sich vor allem von verschiedenen Samen von Wiesenkräutern, Stauden und Bäumen. Auf diesen Pflanzen kann er auch sehr geschickt klettern.

Beim Fressen der Samen hilft ihm sein spitzer Schnabel, den er wie eine Pinzette benutzt.

Während der Brutzeit zählen auch Insekten zur Nahrung der Vögel.

Der Stieglitz hat einen kräftigen, spitzen Schnabel. - Gabriele Ottich (gabio) pixabay.com, CC0 1.0


Nachwuchs

Der Stieglitz brütet 2 Mal im Jahr: im April und im Juli.

Im März versucht das Männchen ein Weibchen zu finden. Das Männchen singt und „tanzt“ und versucht so das Weibchen zu beeindrucken. Haben sich Männchen und Weibchen zusammengefunden, beginnt das Männchen das Weibchen zu füttern und das Weibchen übernimmt den Nestbau.

Das Weibchen legt 4 – 6 Eier und brütet ungefähr 14 Tage. Die Jungen werden gefüttert bis sie nach etwa 30 Tagen selbständig sind, das heißt ganz ohne ihre Eltern überleben können.

Ein Stieglitzpaar auf Nahrungssuche - Korsawe commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Feinde

Zu den Feinden zählen andere Vögel wie Elster, Sperber und Falken, aber auch Wiesel, Marder und Katzen. Menschen können dem Stieglitz gefährlich werden, da sie seinen Lebensraum zerstören und "Unkräuter", die ihm als Nahrung dienen, aus Gärten und von Äckern verbannen.

Ein Wiesel - David Mark (tpsdave) pixabay.com, CC0 1.0


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