Bandverletzungen

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Bänder schränken die Beweglichkeit von Körperteilen, Organen und Gelenken auf ein zweckdienliches Maß ein. Sie sorgen somit für deren Stabilisierung.

Bei einer Bandverletzung wird der natürliche Bewegungsumfang eines Gelenkes überschritten. Die Bänder am betreffenden Gelenk (zB Fuß, Knie) werden überdehnt oder können reißen.

Bei einer Bänderdehnung kann mit einem Stützverband meist schon nach kurzer Zeit wieder trainiert werden.

Bei einem Bänderriss reißen gelenkstabilisierende Bänder oft komplett ab. Als Folge können weitere Gelenkschäden (zB Meniskusverletzungen) entstehen.

Verstauchung nach 2 Tagen - Boldie commons.wikimedia.org, CC0 1.0


Röntgenbild: Kreuzbandriss - Hellerhoff commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Sofortmaßnahme

Pause, umfangreiche Kälteanwendung (Eis), Druckverband und Hochlagerung

Folgebehandlung

Bei einer Bänderdehnung ist eine längere Sportpause meist nicht erforderlich.

Bei Bändereinrissen und –rissen wird immer häufiger nicht operiert. Stattdessen wird das betroffene Körperteil durch zB funktionelle Verbände oder Gips für mehrere Wochen teilweise ruhig gestellt. Rehabilitationsmaßnahmen mit Bewegungs- und Dehnübungen, sowie Elektrotherapie verkürzen die Genesungszeit.

Bei einigen Komplettabrissen (zB Kreuzbänder oder Bandverletzungen in der Schulter) wird häufig operativ behandelt.

mögliche Folge einer Behandlung: Gipsbein - Paweł Stempniak www.flickr.com, CC BY-NC 2.0


Bandverletzungen im Sprunggelenk

Das sind häufige Verletzungen im Sport.
Im Fußball können Zerreißungen der Außenbänder vor allem nach einem Tritt des Gegners gegen den Knöchel oder durch Umknicken bei der Landung nach einem Kopfball auftreten. Dabei überschreitet das ungeschützte Gelenk die Kippgrenze, der Muskel reagiert nicht schnell genug. Besonders ein übermüdeter und ungenügend aufgewärmter Muskel ist aufgrund seines herabgesetzten Reaktionsvermögens besonders gefährdet.

Sofortmaßnahme

Pause, Kälteanwendung (Eis), Druckverband, Hochlagern.

Folgebehandlung

Bei Außenbandrissen im Bereich des Sprunggelenkes wird immer öfter ohne Operation behandelt. Nach Verschwinden der Schwellung erhält der Betroffene eine Plastikschiene, mit welcher der Fuß im Sportschuh nahezu wieder normal belastet werden kann. Bis zur völligen Ausheilung vergehen einige Wochen. Der Heilungsprozess kann durch Bewegungs- und Dehnübungen, sowie durch gezielte Elektrotherapie wesentlich unterstützt werden.

Bei Komplettabrissen und in speziellen Fällen ist meist eine Operation notwendig.

mit einer Schraube "repariertes" Sprunggelenk - Christian Kazur commons.wikimedia.org, CC BY 3.0


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