Elefanten

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Elefanten gehören zum Bild der afrikanischen Savanne genauso wie in den indischen Dschungel. In Europa sind sie in Tiergärten und im Zirkus zu finden – die größten, lebenden Landtiere unserer Zeit.

Diese beeindruckenden Rüsseltiere erreichen je nach Art bis zu vier Metern Höhe und ein Körpergewicht von bis zu fünf Tonnen (fünftausend Kilo). Der größte Elefant, der je gesehen wurde, maß sogar 4,21 Meter und war 10,39 Meter lang!

Kleine Elefantenherde - cocoparisienne pixabay.com, CC0 1.0


Afrikanischer Elefant beim Duschen - Gerhild Klinkow pixabay.com, CC0 1.0

Geschichte

Rüsseltiere gibt es seit etwa 55 Millionen Jahren. Die ältesten Rüsseltiere waren aber noch keine Elefanten, obwohl sie ihnen ähnlich sahen. Die Entwicklung der Elefanten begann erst vor sechs Millionen Jahren.

Viele der Arten sind heute ausgestorben. Zu diesen zählen etwa, der Zwergelefant und der Europäische Waldelefant. Die bekannteste, heute ausgestorbene, Elefantenart ist das Mammut. Die letzten Mammuts lebten vor etwa 3 700 (dreitausendsiebenhundert) Jahren auf einer russischen Insel im arktischen Ozean.

Heute gibt es nur noch drei lebende Arten, die zu den echten Elefanten zählen:

Modell eines Mammuts - Tiia Monto commons.wikimedia.org, CC BY-SA 4.0


Afrikanische Elefanten

Die Afrikanischen Elefanten sind die größten Elefanten. Die Bullen (männliche Elefanten) erreichen meistens eine Höhe von 3,20 Metern und werden 5 Tonnen schwer. Wenige können aber auch bis zu 4 Metern Höhe und über 7 Tonnen Gewicht erreichen.

Bei den Afrikanischen Elefanten haben Bullen und Kühe (weibliche Elefanten) Stoßzähne. Diese verwenden sie zum Graben, Stochern und zur Verteidigung.

Afrikanische Elefanten haben sehr große Ohren. Sie können bis zu zwei Meter lang werden. Über diese riesigen Ohren können sie überschüssige Wärme abgeben. Das ist sehr wichtig, da Elefanten nicht schwitzen können.

Am Ende ihres Rüssels haben Afrikanische Elefanten „zwei Finger“. Ihre Indischen Artgenossen besitzen nur einen Finger.

Afrikanischer Elefant - michael siebert pixabay.com, CC0 1.0


Lebensraum

Ihr Lebensraum ist Afrika. Früher bewohnten die Tiere den ganzen Kontinent vom Mittelmeer im Norden bis zum Kap der Guten Hoffnung im Süden. Heute sind sie nur noch im Osten und Süden von Afrika anzutreffen, wobei sie fast ausschließlich in Nationalparks leben. Schuld daran sind die (verbotene) Jagd nach Elfenbein und die Zerstörung des Lebensraumes.

Afrikanische Elefanten brauchen in ihrer Nähe immer eine Wasserstelle, die sie zumindest einmal am Tag besuchen. Wenn genügend Wasser da ist, baden sie auch sehr gerne. Manchmal ragt nur die Spitze ihres Rüssels aus dem Wasser.

Elefanten an einer Wasserstelle - katja pixabay.com, CC0 1.0


Nachwuchs

Anders als bei vielen anderen Säugetieren gibt es keine bestimmte Paarungszeit bei Elefanten. Die Kühe können nur wenige Tage im Jahr befruchtet werden. Diese sind aber nicht an eine Jahreszeit gebunden. Daher gibt es in einer Elefantenherde auch immer wieder kleine Kälber – das ganze Jahr über.

Afrikanische Elefanten haben eine Tragzeit von 22 Monaten – das sind fast zwei Jahre! Die jungen Elefanten haben bei der Geburt bereits ein Gewicht von 100 Kilogramm. Sie können schon ½ Stunde nach der Geburt stehen.

Die Kälber werden von ihren Müttern etwa 1 Jahr mit Milch versorgt. Geschlechtsreif werden diese Tiere frühestens mit 10 Jahren. Doch bevor sie selber Eltern werden können, vergehen oft weitere 10 Jahre.

Afrikanische Elefanten können bis zu ihrem 55. Lebensjahr Junge bekommen. Ihre Lebenserwartung liegt bei etwa 70 Jahren.

Afrikanische Elefantenkuh mit Kalb - Kirsi Kataniemi pixabay.com, CC0 1.0


Asiatische Elefanten

Asiatische Elefanten werden oft auch als Indische Elefanten bezeichnet. Sie sind die zweitgrößten Landtiere der Erde. Diese Elefantenart erreicht durchschnittlich eine Schulterhöhe von 3 Metern. Ihr Gewicht kann allerdings an das von ihren afrikanische Verwandten herankommen.

Anders als bei den Afrikanischen Elefanten haben Asiatische Elefantenkühe keine Stoßzähne. In manchen Gebieten tragen sogar nicht einmal die Bullen sichtbare Stoßzähne.

Ein sehr deutliches Unterscheidungsmerkmal zum Afrikanischen Elefanten ist die Größe der Ohren. Asiatische Elefanten haben deutlich kleinere Ohren. Außerdem besitzt das Ende ihres Rüssels nur eine fingerartige Spitze.

Asiatische Elefanten - Marcel Langthim pixabay.com, CC0 1.0


Lebensraum

Im Gegensatz zu den Afrikanischen Elefanten, die tag- und nachtaktiv sind, bevorzugen Asiatische Elefanten die Dämmerung und die Nacht.

Heute sind wild lebende Asiatische Elefanten fast nur in dichten Wäldern zu finden. Die Länder, in denen sie anzutreffen sind, sind: Indien, Sri Lanka, Nepal, Bhutan, Bangladesch, China, Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam, Malaysia und Indonesien. Auf Java sind die Tiere bereits ausgestorben.

Wilde Asiatische Elefanten - Raja Selvaraj (Raja12) www.flickr.com, CC BY 2.0


Nachwuchs

Asiatische Elefanten leben, genau wie ihre Afrikanischen Artgenossen, in Herden. Eine Herde hat zwischen 8 und 30 Tiere, wobei alle miteinander verwandt sind. Bullen sind in der Herde allerdings nicht geduldet. Sobald die männlichen Kälber sieben bis acht Jahre alt sind, werden sie aus der Herde vertrieben. Sie schließen sich oft zu einer kleinen Gruppe von Jungbullen zusammen. Später werden die meisten Einzelgänger.

Die Tragzeit der Asiatischen Elefanten ist nur wenig kürzer als bei den Afrikanischen Elefanten. Sie beträgt 640 Tage. Auch sie sind schon kurz nach der Geburt steh- und gehfähig.

Ab etwa 17 Jahren können Elefantenkühe selber Mütter werden. Asiatische Elefanten erreichen oft ein Alter von 60 Jahren. Nur sehr selten kommt es vor, dass sie bis zu 80 Jahre alt werden können.

Asiatisches Elefantenkalb - photoliver pixabay.com, CC0 1.0


Waldelefanten

Waldelefanten sind die kleinsten Elefanten, die heute leben. Die Wissenschaft ist sich noch nicht ganz sicher, ob es sich bei den Tieren tatsächlich um eine eigene Art handelt, oder eine Unterart des Afrikanischen Elefanten.

Der Waldelefant wird nur bis zu 2,40 Meter hoch und lebt im Dschungel. Sein bevorzugter Lebensraum sind die Regenwälder von West- und Zentralafrika. In diesem Gebiet übernimmt er die wichtige Rolle, die Samen von vielen Baumarten zu verbreiten.

Waldelefant - Thomas Breuer commons.wikimedia.org, CC BY 2.5


Verhalten

Elefanten leben in Herden zusammen, die aus Kühen und Kälbern bestehen. Die Herden werden von einer Leitkuh angeführt. Diese ist meist schon so alt, dass sie selber keine Jungen mehr bekommen kann. Die Leitkuh ist in der Herde besonders wichtig. Von ihr lernen die Kälber das Verhalten in der Herde. Stirbt die Leitkuh, so wird ihre Position von der nächst ältesten Kuh übernommen, die am meisten Erfahrung mitbringt.

In Trockenzeiten wandern Elefantenherden weite Strecken um genügend Futter zu finden. Bei diesen Wanderungen bilden sich oft richtige Elefantenstraßen, die immer wieder benutzt werden.

Die Elefantenbullen müssen sich, sobald sie erwachsen werden, von der Herde trennen. Sie leben entweder als Einzelgänger oder in kleinen Gruppen. Nur zur Paarungszeit schließen sich die Bullen einer Herde an.

Elefante beim Schlammbad; eine willkommene Abwechslung - Edwin van Wijk pixabay.com, CC0 1.0


Ernährung

Egal ob Waldelefant, asiatischer oder afrikanischer Elefant, alle sind Pflanzenfresser. Sie ernähren sich von Gräsern, Früchten, Wurzeln, Blättern, und Rinde. Wenn sie wenig Nahrung finden, fressen sie auch Äste und Dornbüsche.

Elefanten brauchen täglich zwischen 150 und 200 Kilogramm Futter. Um diese Menge sammeln und fressen zu können, benötigen sie fast 17 Stunden. Das heißt, zum Schlafen bleibt ihnen nicht mehr viel Zeit.

Auch Wasser benötigen sie eine ganze Menge – nämlich zwischen 70 und 150 Liter jeden Tag!

Der Elefant reißt die Halme mit seinem Rüssel gezielt ab. - Dohduhdah commons.wikimedia.org, CC0 1.0


Feinde

Elefanten haben nur wenig natürliche Feinde. Zu diesen zählen Löwen und Tiger. Es gelingt diesen Raubkatzen allerdings nur selten, ein erwachsenes Tier zu erlegen. Leichter ist es für sie, sich an Jungtiere und Kälber heran zu machen.

Der größte Feind der Elefanten ist der Mensch. Immer noch ziehen Wilderer vor allem in Afrika umher und töten Elefanten, um an das begehrte Elfenbein der Landriesen zu kommen. Das führte dazu, dass vor allem afrikanische Elefanten weit zurückgedrängt wurden und nur noch in bestimmten Gebieten frei leben können.

Einer der wenigen natürlichen Feinde des Elefanten, der Tiger. - skeeze pixabay.com, CC0 1.0


Bedeutung

Vor allem asiatische Elefanten spielen für die Länder, in denen sie beheimatet sind, eine große Rolle – nämlich als Nutztier. Sie lassen sich, im Gegensatz zu ihren afrikanischen Verwandten, recht gut zähmen. In vielen Ländern werden sie zur Lastenbeförderung eingesetzt. Aber auch im Zirkus sind sie gerne gesehen. Wegen ihrer Intelligenz lassen sie sich gut dressieren.

Da Elefanten so groß sind, stellen sie für Tiergärten eine beliebte Attraktion dar. Sie locken jedes Jahr zahlreiche Besucher in den Zoo.

Leider kommt es auch immer wieder zu Unfällen mit Elefanten. Vor allem, wenn sie nicht artgerecht gehalten werden, können die Dickhäuter Verhaltensstörungen entwickeln. Die leichteste ist, wenn sie „weben“. Das ist ein ständiges Hin- und Herbewegen.

Asiatischer Elefant bei der Arbeit - Colegota commons.wikimedia.org, CC BY-SA 2.5 ES


Intelligenz

Die Wissenschaft geht davon aus, dass Elefanten recht klug sind. Sie können sich beispielsweise, wie Affen und Delfine auch, im Spiegel erkennen.

Es wurde auch nachgewiesen, dass Elefanten zählen können. Einfache Additionsaufgaben wurden von Elefanten richtig gelöst. Vielleicht hilft ihnen das, ihre Herde im Auge zu behalten.

Elefanten können auch die Knochen und Stoßzähne von toten Artgenossen erkennen. Es kommt auch immer wieder vor, dass eine Elefantenherde das Dorf besucht, deren Bewohner ein Tier aus ihrer Herde getötet haben.

Früher wurde gedacht, dass sich Elefanten durch trompeten verständigen. Heute weiß man allerdings, dass sie dafür Laute benutzen, die wir Menschen nicht hören können (sie sind zu tief). Diese Laute bestehen aus ganz langen Schwingungen, die sich auch über den Boden übertragen. So ist es möglich, dass Elefanten über viele Kilometer weit miteinander „sprechen“ können.

Elefantenkalb im Elephant Nature Park in Thailand - Alexander Klink commons.wikimedia.org, CC BY 3.0


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