Erdbeere

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Wenn die Erdbeerenzeit beginnt und die Erdbeerländer ihre Tore öffnen, freuen sich sowohl Kinder als auch Erwachsene.

Kaum zu glauben, dass es dieses schmackhafte Früchtchen sogar schon in der Steinzeit gegeben hat. Bereits unsere Vorvorvorvor...fahren schätzten die kleinen roten Früchte, die auf recht unscheinbaren, niedrigen Pflanzen wuchsen. Damals - und noch lange Zeit später - gab es aber nur die kleinen Wald- oder Wilderdbeeren.

Erst im 18. Jahrhundert gelang es, aus diesen kleinen Beeren den Vorfahren unserer heute bekannten Gartenerdbeeren zu züchten. Die heimischen Erdbeerpflanzen reichten dafür aber nicht aus. Es war notwendig, die in Chile (Südamerika) wachsenden Pflanzen, die riesige Früchte trugen, mit den in Nordamerika entdeckten, scharlachroten Erdbeeren zu kreuzen. Denn die chilenische Pflanze trug in Europa kaum Früchte.

Walderdbeere - LoggaWiggler pixabay.com, CC0 1.0


Erdbeeren - Couleur pixabay.com, CC0 1.0


Standort

Die wilden Verwandten der Erdbeeren, die Walderdbeeren, wachsen fast überall. Sie säumen Wegränder und sind in Waldlichtungen anzutreffen. Gefällt ihnen ein Standort, so bewachsen sie diesen fast genauso stark wie Unkraut.

Die unterschiedlichen Züchtungen, von denen es immerhin über 1000 verschiedene gibt, sind aber ein klein wenig anspruchsvoller. Der Boden sollte schwach sauer und durchlässig sein. Bei sandigem Boden benötigen die Pflanzen etwas Humus, um gut wachsen zu können.

Außerdem haben es Erdbeeren gerne sonnig und windgeschützt. Doch auch bei Halbschatten tragen sie tolle Früchte.

Walderdbeerpflanze - Bruno Müller pixabay.com, CC0 1.0


Aussehen

Erdbeeren gehören zur Familie der Rosengewächse und sind mit den Hagebutten verwandt.

Die Erdbeerpflanze ist eine kleine mehrjährige Staude. Die Blätter der Staude wachsen auf langen, seidigen oder weich behaarten Stielen und sind dreizählig. Das bedeutet, dass sie drei Hauptachsen und auch drei Spitzen haben. Die Farbe der Blätter weist ein zu Beginn helles und später sattes Grün auf.

Die Blüten der Erdbeerpflanzen sind fast immer weiß. Erdbeeren beginnen bereits im April mit ihrer ersten Blütezeit. Die Pflanze blüht aber nicht nur in diesem Monat, sondern auch noch, wenn sie bereits kleine oder auch schon reife Früchte trägt. Werden die Beeren regelmäßig geerntet, so regt das die Pflanze an, erneut zu blühen.

Erdbeerpflanze mit Blüte - Kerstin Riemer pixabay.com, CC0 1.0


Früchte

Nach der Befruchtung der Blüte wird aus dem Blütenboden eine saftige Scheinbeere - die Frucht, die wir essen. Die eigentlichen Früchte der Pflanze sind die kleinen gelblichen Nüsschen, die sich an der Oberfläche der Erdbeere befinden. Daher sind Erdbeeren genau betrachtet gar keine Beeren. Sie gehören zu den Sammelnussfrüchten.

Sobald die Erdbeeren richtig schön rot sind, können sie geerntet werden.

Erdbeeren schmecken nicht nur super, sondern sind auch sehr gesund. Sie enthalten mehr Vitamin C als Zitronen. Außerdem verstecken sich in der Frucht auch noch Vitamin B1 und B2, Vitamin K, Folsäuren und ein ganze Reihe an Mineralstoffen.

Ganze und halbierte Erdbeeren - Alexas_Fotos pixabay.com, CC0 1.0


Vermehrung

Erdbeeren können sich auf zwei unterschiedliche Arten fortpflanzen.

Ungeschlechtliche (vegetative) Vermehrung: Der Wurzelstock der Erdbeerpflanze bildet dünne, fadenförmige Ausläufer an deren Ende sich wieder kleine Wurzeln und Rosetten aus Blättern bilden. Findet der Ausläufer einen geeigneten Untergrund, graben sich die kleinen Wurzeln in den Boden. So entsteht eine neue Pflanze, die die gleichen Gene hat wie ihrer Mutterpflanze.

Geschlechtliche (generative) Vermehrung: Die geschlechtliche Vermehrung erfolgt über die kleinen Nüsschen der Scheinbeere. Diese sind nämlich die Erdbeersamen. Tiere, die Erdbeeren fressen, scheiden die Nüsschen unverdaut wieder aus. Werden Erdbeeren nicht geerntet und auch nicht von Tieren gefressen, so vertrocknen die Scheinbeeren und die Samen (die kleinen Nüsschen) fallen zu Boden. Wenn die Samen einen geeigneten Boden vorfinden, beginnen sie zu keimen und der Kreislauf beginnt von neuem.

Nüsschen der Erdbeere - Hans Braxmeier pixabay.com, CC0 1.0


Verwendung

Erdbeeren werden in Österreich meistens im Mai reif, außer sie kommen aus dem Glashaus. Die Erntezeit der Früchte dauert etwa bis Juli, je nachdem in welcher Region sie wachsen.

Am besten schmecken die roten Früchte direkt nach dem Pflücken. Erdbeerländer, die es fast überall in Österreich gibt, sind deshalb sehr beliebt. Hier kannst du die Erdbeeren auch am Feld gleich essen. Zahlen musst du nur die Beeren, die du mit nach Hause nimmst.

Wenn sie nicht gleich gegessen werden, sollten Erdbeeren im Kühlschrank gelagert werden. So halten sie sich etwa 2 bis 3 Tage frisch.

Erdbeeren schmecken gut mit Staubzucker, Schlagobers oder Sauerrahm. Aber auch in Obstsalaten, Kuchen, als Eis oder zu einem Shake verarbeitet machen sich Erdbeeren toll.

Einfrieren lassen sich Erdbeeren zwar auch, aber die Früchte eigenen sich nach dem Auftauen eigentlich nur noch für Soßen oder als Mus. Denn durch das Frieren platzen die stark wasserhaltigen Zellen der Erdbeeren und sie sind nach dem Auftauen dann ganz matschig.

Für Walderdbeeren gilt eigentlich das Gleiche wie für ihre kultivierten Verwandten. Doch hier lassen sich sogar die jungen Blätter (vor der Blüte) verarbeiten. In geringen Mengen können sie in einen Blattsalat gemischt werden, oder gemeinsam mit anderen Kräutern zu einem Kräuterpüree verarbeitet werden.

Erdbeeren haben auch gesundheitlich große Bedeutung. Sie wirken blutbildend und blutreinigend.

Erdbeerkuchen - HardyS pixabay.com, CC0 1.0



Müsli mit Erdbeeren - Jennifer Sinn pixabay.com, CC0 1.0


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