Skilanglauf

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Langlaufen zählt, genau wie zum Beispiel Schispringen, zu den nordischen Wintersportarten.

Dieses Wintersportvergnügen kann sowohl als reine Freizeitsportart, als auch als Leistungssport betrieben werden.

Langlauf-Symbol - Clker-Free-Vector-Images pixabay.com, CC0 1.0


Geschichte

Bereits vor einigen tausend Jahren wurden Skier in den nordischen Ländern auch in der Ebene zur Fortbewegung genutzt. Wahrscheinlich wird Langlaufen deshalb zu den nordischen Wintersportarten gezählt. Alle diese Wintersportarten wurden hier, in Norwegen, erfunden.

Die ersten Wettbewerbe im Langlaufen fanden etwa um 1550 in Norwegen statt. Der erste wirklich bedeutende Wettkampf im Langlauf fand im Jahr 1892 in Holmenkollen in Oslo statt.

Bereits 28 Jahre später wurde dieser Sport ein fixer Bestandteil der Olympischen Winterspiele, die 1924 das erste Mal stattfanden.

Lange Zeit wurde Langlaufen nur im klassischen Stil, parallel in einer vorgegebenen Loipe, gelaufen. Erst im Jahr 1980 entwickelte der Finne Siitonen eine neue Fortbewegungstechnik im Langlauf - das so genannte Skating, das auf den Schlittschuhschritt zurück zu führen ist.

Heute werden die Bewerbe entweder im klassischen Stil oder im so genannten freien Stil durchgeführt. Der freie Stil bedeutet hier meistens Skating.

Langlaufmeisterschaft in Schweden 1944 - Carl Larsson, Gävle www.flickr.com, CC BY-NC-ND 2.0


Olympische Bewerbe

Die Bewerbe werden für Frauen und Männer getrennt ausgetragen. Bei beiden gibt es verschieden lange Einzelbewerbe sowie einen Mannschaftsbewerb (Staffellauf). Je nach Bewerb wird im freien oder klassischem Stil glaufen.

Olympische Geschichte

  • 1924 (Chamonix): bei den ersten Olympischen Winterspielen wurden Langlaufbewerbe nur für Männer ausgetragen;
  • 1952 (Oslo): die Damen sind erstmals im Langlauf teilnahmeberechtigt;
  • 1992 (Albertville): die ersten Jagdrennen für Männer und Frauen werden ausgetragen;
  • 2002 (Salt Lake City): neu ist der Sprint über 1,5 km für Männer und Frauen
Massenstart bei einem Langlaufbewerb - Steven Hale commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Paralympische Bewerbe

Die Paralympischen Wettbewerbe im Skilanglauf werden in verschiedenen Startklassen ausgetragen.

Zum besseren Verständnis für die Zuschauer sind diese in drei große Kategorien zusammengefasst. So gibt es die Kategorien für blinde/sehbehinderte, sitzende und stehende Sportler. Damit keine der Klassen benachteiligt wird, werden die erbrachten Zeiten mit einem Faktor berechnet. So errechnen sich vergleichbare Zeiten und die Wettkämpfe sind fair.

Jede Kategorie wird in der Sprint, Bewerbe im klassischen Stil und Freistil sowie in der Staffel sowohl für Damen und Herren ausgetragen. Jedoch können sich die Längen der Strecken bei Damen und Herren unterscheiden.

Blinde oder sehbeeinträchtigte Sportler absolvieren ihre Bewerbe mit einem Begleitskiläufer. Dieser weißt ihnen die Richtung durch Kommandos.



Oliver Anthofer bei den Paralympics 2006 - Franz Baldauf www.oepc.at, ©


Ausrüstung

Zur Grundausrüstung des Langlaufens gehören Langlaufski, Stöcke und die entsprechenden Langlaufschuhe. Außerdem benötigst du zum Langlaufen warme Handschuhe, Haube, Schal und die richtige Kleidung. Eine Hose, die wasserdicht ist, hat viele Vorteile.

Bei den Skiern benötigst du - je nach Laufstil - eher kürzere, oder längere. Für den klassischen Stil sind die Skier relativ lang. Bei diesen Skiern ist es wichtig, dass sie eine gute Haftzone haben, um das Wegrutschen nach hinten zu verhindern.

Langlaufski, die hauptsächlich zum Skaten eingesetzt werden, sind leichter und kürzer, als die klassischen Langlaufski. Es empfiehlt sich auch, für diese Skier Schuhe zu benutzen, die einen höheren Schaft und eine feste Sohle haben. Es ist nämlich notwendig für das Skaten einen festeren Halt im Schuh zu haben.

Für den Freizeitbereich werden meistens so genannte Allround-Skier angeboten, die sowohl für das Laufen in der Loipe als auch für das Skaten geeignet sind.

verschiedene Langlaufschi speziell für das Skating - Cactus26 (talk) commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Langlaufschule

Früher war es nicht unbedingt nötig, eine Langlaufschule zu besuchen. In den schneereichen Gebieten beherrschte nahezu jeder diesen Sport. Meist lernten es die Kinder von ihren Eltern oder Großeltern.

Mit dem heute sehr modernen Skating-Stil ist das nicht mehr ganz so einfach. Der richtige Stockeinsatz, das nötige Gleichgewicht und die Bewegungsabfolge werden am besten und schnellsten in einer Langlaufschule erlernt. Außerdem haben solche Schulen auch den Vorteil, dass du hier mal versuchen kannst, ob dir dieser Sport überhaupt gefällt.

Schuhe mit Bindung - Alain Caraco commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Wettbewerbe

Im Langlauf gibt es eine ganze Reihe verschiedenster Wettbewerbe. Zwischen Oktober und März jeden Jahres werden die unterschiedlichsten Bewerbe für Männer und für Frauen ausgetragen.

Der Weltcup für die nordischen Wintersportarten finden jährlich statt und die nordischen Ski-Weltmeisterschaften alle 2 Jahre. Die Olympischen Winterspiele werden alle 4 Jahre veranstaltet. Langlaufen ist dabei ein fixer Bestandteil seit Bestehen dieser Spiele.

Die Kategorien, in denen bei den unterschiedlichen Wettkämpfen gestartet wird, sind in Männer- und Frauenbewerbe getrennt. Grundsätzlich gibt es alle Bewerbe für beide Geschlechter, jedoch ist die Streckenlänge für die Frauenbewerbe kürzer.

Es gibt die normale Distanz, die 10 bzw. 15 km beträgt, Verfolgungsrennen, Sprints, Mannschaftssprints, längere Distanz (30 bzw. 50 km) und den Staffellauf.

FIS Weltcup 2006 - WikendKentaur commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Externe Links

Langlaufloipe im Abendlicht - Golf Resort Achental Team www.flickr.com, CC BY-SA 2.0


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