Mond

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Es gibt zahlreiche Lieder, vor allem Einschlaflieder, in denen der Mond vorkommt. Was aber ist der Mond, was ist eine Mondfinsternis und welche Bedeutung hat der Mond für uns? Das und mehr kannst du erfahren, wenn du weiter liest.

Vollmond - Diann Bayes www.flickr.com, CC BY-NC-ND 2.0


Monde

Als Monde werden kleinere Himmelskörper bezeichnet, die sich um einen Planeten drehen. Unsere Erde hat nur einen Mond – den Erdmond. Es gibt aber auch Planeten, die von mehreren Monden umkreist werden. Dazu gehörten etwa Jupiter mit 63, Saturn mit 62 und Uranus mit 27 Monden. Merkur und Venus haben keine Monde während der Mars zwei Monde hat. Der Erdmond ist im Größenvergleich Planet zu Mond der Größte.

Nachdem Monde ihre Planeten in einer Umlaufbahn umkreisen, werden sie auch als natürliche Satelliten bezeichnet. Aber auch Zwergplaneten (zB Pluto mit 3 Satelliten), Asteroiden oder Kometen können solche natürlichen Satelliten haben.

6 von den 27 Monden des Uranus - Vzb83 commons.wikimedia.org, CC0 1.0


Entstehung und Größe

Der Mond entstand fast zur gleichen Zeit wie unsere Erde. Damals, als die Erde noch ganz jung und ihre Oberfläche mit Lava bedeckt war, kam es zu einem Zusammenstoß. Ein riesiger Brocken stürzte auf die Erde. Durch den Aufprall wurde eine ganze Menge Lava in den Weltraum geschleudert. Diese Lava sammelte sich und formte sich nach und nach zu einer Kugel die auch heute noch die Erde umkreist – unser Mond.

Unser Mond ist nur etwa ein Viertel mal so groß wie die Erde. Seine Oberfläche besteht aus Felsen, Steinen, Staub und Sand. Seine Entfernung von der Erde beträgt 400 000 Kilometer. Das ist ganz schön weit.

Die ersten Menschen, die den Mond betraten, brauchten für ihre Reise eine ganze Woche. Insgesamt gab es 12 Menschen auf dem Mond. Die letzten Astronauten reisten im Jahr 1972 auf diesen. Heute landen nur noch unbemannte Sonden auf dem Mond um ihn zu erforschen.

Erde und Mond im Größenvergleich - StarryTG~commonswiki commons.wikimedia.org, CC0 1.0


Umlaufbahn und Mondphasen

Unser Mond umkreist die Erde. Die Umlaufbahn ist allerdings nicht ganz kreisförmig, sondern ähnelt eher einer Ellipse (so ähnlich wie ein Ei). Eine komplette Umrundung dauert etwa vier Wochen. Das ist die Zeit zwischen einem Vollmond zum nächsten oder zwischen einem Neumond zum daruffolgenden.

Während dieses Umlaufs verändert der Mond augenscheinlich sein Aussehen. Hier wird von den Mondphasen gesprochen.

Der Mond erzeugt kein Licht. Er wird von der Sonne beleuchtet. Je nachdem wie der Mond zur Erde und Sonne steht, sehen wir mehr oder weniger von ihm.

Es gibt folgende Mondphasen:
Neumond - Der Mond befindet sich zwischen Sonne und Erde. Er ist somit für uns nicht sichtbar. (im Bild: 1)

Zunehmender Mond - Vom Sichelmond über den Halbmond nimmt der Mond immer weiter zu. Das kann abends beobachtet werden. (im Bild: 2-4)

Vollmond - Die Erde steht zwischen Sonne und Mond. Er ist ganz sichtbar. (im Bild: 5)

Abnehmender Mond - Der sichtbare Teil wird geringer - über den Halbmond hin zum Sichelmond und weiter. In der Früh kann das betrachtet werden. (im Bild: 6-8)

Der sichtbare Teil des zunehmenden Mondes liegt rechts und der des abnehmenden Mondes liegt links. Das gilt allerdings nur auf der Nordhalbkugel der Erde. In Australien oder Südamerika beispielsweise ist das genau umgekehrt.

zunehmender Halbmond - Aconcagua commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Mondphasen - Pamplelune commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Zunehmender Sichelmond - NASA's Marshall Space Flight Center www.flickr.com, CC BY-NC 2.0


Besonderheiten

Nur bei Vollmond kommt es manchmal auch zu einer Mondfinsternis. Dabei zieht der Mond durch den Schatten der Erde.

Bei Neumond kommt es hin und wieder zu einer Sonnenfinsternis.

Grafik einer Mondfinsternis - Luca commons.wikimedia.org, CC0 1.0


Mondoberfläche

Wenn du den Mond betrachtest hat er hellere und dunklere Flecken. Die dunklen Bereiche wurden bereits vor über 450 Jahren als „Mare“ (Meer) und die hellen als „Terrae“ (Mehrzahl von Terra = Land) bezeichnet. Die Bezeichnungen wurden beibehalten, obwohl heute bekannt ist, dass es auf dem Mond kein Wasser gibt.

Die Oberfläche des Mondes ist von Kratern, Gebirgen, Rillen und Ebenen durchzogen. Die Krater stammen fast alle von Meteoriten oder Asteroiden, die vor Jahrmillionen auf der Mondoberfläche einschlugen. Der Höhenunterschied zwischen der höchsten Erhebung des Mondes und der tiefsten Stelle liegt übrigens bei etwa 16 Kilometern. Auf der Erde beträgt dieser Unterschied etwa 20 Kilometer.

Die Mondoberfläche - Stuart Rankin www.flickr.com, CC BY-NC 2.0


Mondanziehungskraft und Gezeiten

Die Mondanziehungskraft ist wesentlich geringer als die Erdanziehungskraft. Sie beträgt nur etwa 1/6. Das bedeutet, dass jeder Gegenstand auf dem Mond um 5/6 leichter ist als auf der Erde. Ein Mensch, der 60 Kilo wiegt, würde auf dem Mond nur 10 Kilo wiegen.

Obwohl die Mondanziehungskraft um so viel geringer ist als die Erdanziehungskraft, ist sie auf der Erde bemerkbar. Die Gezeiten der Ozeane sind eine Folge davon. Ebbe und Flut wechseln sich alle 6 Stunden ab. Das heißt, zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wasserstand liegen 6 Stunden. Den Höchststand hat das Wasser immer auf der dem Mond zugewandten und auf der dem Mond abgewandten Seite der Erde.


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