Volleyball

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Hast du in der Schule, im Hort oder auch im Freibad schon einmal Volleyball gespielt?

Volleyball kannst du eigentlich fast überall spielen, wo genügend Platz ist (auch nach oben hin) und du zumindest einen Mitspieler oder eine Mitspielerin hast. Natürlich entspricht diese Art von Volleyball spielen noch nicht dem Volleyball, in dem auch Wettkämpfe ausgetragen werden. Aber um Spaß zu haben oder auch ein wenig zu üben benötigst du nicht mehr - abgesehen von einem entsprechenden Ball.

Angriff beim Volleyballspiel - andresantanams pixabay.com, CC0 1.0


Geschichte

Volleyball gibt es seit 1895. Damals wurde es von einem der Sportdirektoren des YMCA (Young Men's Christian Assosiation = Christlicher Verein junger Menschen) in Amerika erfunden.

Er entwickelte das Spiel, das er Mintonette nannte, als Zeitvertreib für ältere Mitglieder des Vereins. Es sollte eine etwas sanftere Alternative zum Basketball werden. Die Regeln entsprachen damals keinesfalls denen von heute. Die Anzahl der Spieler war unbegrenzt. Auch war es damals egal, wie oft der Ball im Spielfeld berührt wurde.

Schon ein Jahr später, im Jahr 1896, wurde das Spiel vorgestellt. Auch der Name für das Spiel (Volley Ball) wurde damals präsentiert und die Regeln leicht verändert.

Im Ersten Weltkrieg wurde das Ballspiel von amerikanischen Soldaten in Osteuropa gespielt, wo es großen Anklang fand. Den Internationalen Verband (Fédération Internationale de Volleyball - FIVB) gibt es seit dem Jahr 1947. Die ersten Weltmeisterschaften im Volleyball wurden 1949 für Männer beziehungsweise 1952 für Frauen ausgetragen. Seit 1964 ist Volleyball auch eine Disziplin der Olympischen Sommerspiele.

Erfinder von Volleyball - William G. Morgan (ca. 1895) - Der ursprünglich hochladende Benutzer war Markus in der Wikipedia auf Deutsch commons.wikimedia.org, CC0 1.0


Spielfeld

Das Volleyballfeld ist insgesamt 9 Meter breit und 18 Meter lang. Durch ein Netz wird es in zwei gleich große Hälften geteilt. Jeder Mannschaft steht also ein Spielfeld von 9 mal 9 Metern zur Verfügung.

Das Netz reicht allerdings nicht wie beim Tennis bis auf den Boden, sondern ist weiter oben gespannt. Die Oberkante des Netzes befindet sich bei den Herren in 2,43 Metern, bei den Damen in 2,24 Metern und beim gemischten Spiel (mixed) in 2,35 Metern Höhe. Es muss straff gespannt sein. Wird ein Ball ins Netz geschossen und prallt er zurück, so kann ganz normal weitergespielt werden, ohne dass ein Fehler gezählt wird.

Der Volleyball ist leichter, weicher und kleiner als ein Basketball oder auch ein Fußball.

Spielfeld beim Volleyball - Maksim commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Volleyballteam

Ein Volleyballteam besteht aus sechs bis zwölf Spielern, wobei jedoch immer nur sechs Spieler auf einmal im Feld spielen. Die anderen Spieler - natürlich auch Spielerinnen - können ausgewechselt werden. Pro Satz und Mannschaft können bis zu sechs Spieler oder Spielerinnen eingewechselt werden. Jeder Spieler der eingewechselt wird, kann aber nur wieder durch den Spieler ausgetauscht werden, den er selber ersetzt hat.

Aufgestellt wird so, dass jeweils drei Personen in der vorderen und in der hinteren Reihe stehen. Die Mittelposition ist dabei jedoch ein wenig weiter vorne, als die Außenpositionen der entsprechenden Reihe.

Die vordere Spielerreihe muss sich vor dem Aufschlag zwischen Mittellinie, also Netz, und Angriffslinie (3 Meter vom Netz) befinden.

Während eines Spiels nimmt jeder Spieler jede Aufstellungsposition ein, da die Spieler bzw. Spielerinnen nach jedem Ballgewinn die Position wechseln müssen. Sie bewegen sich dabei im Uhrzeigersinn. Das bedeutet, dass die Person, die vorher ganz vorne in der Mitte stand, nun ihren Platz vorne rechts hat. Auch alle Anderen rücken natürlich weiter. Den Aufschlag spielt immer der Spieler oder die Spielerin, die hinten rechts (Position 1 am Bild) steht.

Aufstellung der Volleyballspieler - David Martin commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Spielregeln

Jedes Volleyballspiel beginnt mit dem Aufschlag. Der Ball muss dabei, ohne das Netz zu berühren, in das gegnerische Feld geschlagen werden. Dort darf der Ball höchstens drei Mal aufgespielt werden, wobei keine Person den Ball zweimal hintereinander berühren darf. Anschließend muss der Ball wieder in das Feld der anderen Mannschaft gespielt werden.

Fehler

Berührt der Ball den Boden, so wird das als Fehler gewertet. Gleiches gilt, wenn der Ball außerhalb des Spielfeldes gespielt, von einem Spieler zweimal hintereinander berührt oder nach der dritten Ballberührung nicht in das Gegnerfeld gespielt wird. Das andere Team bekommt durch den Fehler einen Punkt. Außerdem darf sie aufschlagen. Das bedeutet, eine Mannschaft hat so lange das Aufschlagrecht, so lange sie keinen Fehler macht.

Weitere Fehler sind wenn:

  • ein Spieler während der Ballberührung auch das Netz berührt,
  • der Ball beim Aufschlag zweimal hintereinander ins Netz geht,
  • der Ball gehalten wird oder beim Pritschen (oberes Zuspiel) geschoben wird,
  • der Aufschläger mehr als 8 Sekunden für den Aufschlag benötigt oder
  • er den Aufschlagbereich übertritt.

Punktewertung

Ein Satz wir auf 25 Punkte gespielt. Ein Satz ist also dann gewonnen, wenn eine Mannschaft 25 Punkte erreicht hat. Allerdings darf das andere Team nicht mehr als 23 Punkte haben. Steht es beispielsweise 25:24 wird so lange weitergespielt, bis mindestens zwei Punkte Unterschied bestehen. Der Satz wird also verlängert.

Um ein Spiel zu gewinnen, muss ein Team drei Sätze für sich entschieden haben. Es werden in einem Volleyballwettkampf also höchstens 5 Sätze gespielt. Wird ein fünfter Satz gespielt, so gelten hier allerdings andere Regeln. Dieser Satz wird nur auf 15 Punkte gespielt. Nach acht Punkten werden die Spielfeldseiten gewechselt. Auch hier muss zum Schluss jedoch mindestens ein Unterschied von zwei Punkten bestehen, damit der Satz als gewonnen gilt.

Pritschen des Volleyballs - Peter Voeth de.wikipedia.org, CC BY-SA 3.0


Beachvolleyball

Eine Sonderform des Volleyball Spielens ist Beachvolleyball.

Im Gegensatz zum herkömmlichen Volleyball wird es nicht in der Halle, sondern im Freien gespielt.

Der Untergrund des Spielfeldes besteht dabei aus Sand und das Spielfeld ist etwas kleiner (16 mal 8 Meter).

Eine Mannschaft besteht aus zwei Spielern und ein Satz wird nicht mit 25, sondern mit 21 Punkten beendet.

Der Beachvolleyball ist weicher, dafür aber größer als ein Hallenvolleyball.

Die Markierungen des Spielfeldes können nicht aufgemalt werden. Sie bestehen aus Kunststoffbändern, die auf dem Boden fixiert werden.

Beachvolleyball ist vor allem in den letzten Jahren sehr beliebt geworden.

Viele größere Freibäder stellen solche Plätze zur Verfügung.

Seit 1986 ist diese Variante des Hallenvolleyballs offiziell anerkannt und seit 1996 ist sie auch eine Olympische Disziplin.

Beachvolleyball - David Bunting from England commons.wikimedia.org, CC BY 2.0


Externe Links

Volleyball wird an beinahe jeder Schule gespielt. Seit 2005 gibt es vom Österreichischen Volleyballverband (ÖVV) ein Volksschulprojekt, an dem verschiedene Volksschulen aus ganz Österreich teilnehmen.

Wenn du gerne wissen möchtest, ob auch deine Schule an dem Projekt teilnimmt, dann schau hier nach.
Falls ihr noch nicht mit dabei seid, frag doch deine Lehrerin oder deinen Lehrer, ob eine Teilnahme auch für euch möglich wäre.

Auf der Seite des ÖVV findest du auch sämtliche österreichischen Vereine.

Beach + Volleyball = Beachvolleyballplatz - dimitrisvetsikas1969 pixabay.com, CC0 1.0


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