Donau

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Die Donau ca. 2 880 km lang. Damit ist sie der zweitgrößte und zweitlängste Fluss Europas. Sie fließt durch 10 Länder.

Die Quellflüsse, Brigach und Breg, entspringen im Schwarzwald (Deutschland). In Rumänien mündet sie ins Schwarze Meer.

Mit Schiffen kann sie zwischen Kelheim (Deutschland) und Sulina (Rumänien) auf einer Länge von 2 415 km befahren werden.

Hinweistafel an der Bregquelle - Reisen aus Leidenschaft www.flickr.com, CC BY-SA 2.0


Zusammenfluss der Quellflüsse Brigach und Breg. - Reisen aus Leidenschaft www.flickr.com, CC BY-SA 2.0


Abschnitte

  • Oberlauf:
    Donaueschingen (Deutschland) bis Wien (Österreich)
  • Mittellauf:
    Wien (Österreich) bis zum Eisernen Tor (Serbien)
  • Unterlauf:
    vom Eisernen Tor (Serbien) bis zur Mündung ins Schwarze Meer (Rumänien und Ukraine)


Der Weg der Donau - TomGonzales (Ulamm) commons.wikimedia.org, CC BY-SA 2.0


Quelle

Die Donau beginnt an der Vereinigung der beiden Flüsse Brigach und Breg bei Donaueschingen(D).

Als Quelle gilt der Fluss Breg nahe Furtwangen.
In Donaueschingen wird der noch kleine Donaubach zu einer Quelle gefasst. Daher wird Donaueschingen ebenfalls als Donauquelle benannt.

Je nachdem von welchem Donauursprung man ausgeht - Bregquelle, Zusammenfluss Brigach und Breg oder Donaueschingen - sind unterschiedliche Angaben über die Länge des Stromes zu finden.


In Donaueschingen wurde der Donaubach zu einer Quelle gefasst. - Reisen aus Leidenschaft www.flickr.com, CC BY-SA 2.0


Deutschland

Name: Donau
Länge: 587 km

Nach der Quelle schlängelt sie sich in vielen Windungen durch ein enges Tal. Nach ca. 75 km bei Immendingen versickert ihr Wasser durch Risse im Boden für ein Stück in unterirdische Höhlen. Dabei kann das Donauflussbett ganz austrocknen.

Danach geht es vorbei an der Stadt Tuttlingen. Die Donau wird immer größer und breiter. So mündet in Ulm die Iller, nach Donauwörth der Lech, nach Regensburg bei Deggendorf die Isar in die Donau. Bei Passau, an der Grenze zu Österreich, machen noch der Inn und die Ilz einen großen Strom aus ihr.

Donauversinkung: an etwa 100 Tagen im Jahr trocknet das Flussbett ganz aus. - Markus Schweiß aus der deutschsprachigen Wikipedia commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Österreich

Name: Donau
Länge: 357 km

Auf halben Weg von Passau nach Linz befindet sich die Schlögener Schlinge.

Der Strom bahnt sich hier seinen Weg durch die Berge. Dabei muss er zweimal seine Richtung ändern. Nach der Landeshauptstadt von Oberösterreich, Linz, fließen die Traun und die Enns in die Donau.

In Niederösterreich bei Grein hat sie mit 20 m ihre tiefste Stelle in Österreich.

Sie durchquert den Strudengau, an dessen Ausgang bei Ybbs der gleichnamige Fluss einmündet, und den Nibelungengau bis sie Melk erreicht, wo das berühmte Stift steht. Hier mündet der Fluss Melk.

Ihr weiterer Weg führt sie durch die Wachau, vorbei an Dürnstein und Krems ins Tullnerfeld. Bei Korneuburg fließt sie um den Wienerwald herum und kommt durch die Wiener Pforte ins Wiener Becken. In diesem Abschnitt nimmt sie die Flüsse Krems und Kamp auf.

Nach Wien passiert sie den Nationalpark Donau-Auen.

Zwischen Hainburg und Bratislava verläuft in der Mitte der Donau die Grenze zwischen Österreich und der Slowakei.

Wien

Warum liegt Wien an der Donau?
Dieses Gebiet bot sich als Siedlungsgebiet an, da hier der Donaustrom leichter überquert werden konnte als an anderen Stellen. Nach der Stromenge zwischen Leopoldsberg und Bisamberg floss der Fluss langsamer, wurde seicht und teilte sich in mehrere Arme. Dadurch entstand eine natürliche Furt. Lange bevor Brücken die Ufer verbanden, hat man den Fluss dort mit Tieren und Wagen überquert. Daher war das Gebiet rund um das heutige Wien schon in alter Zeit ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt.

Die Schlögener Donauschlinge - Straße der Kaiser und Könige www.flickr.com, CC BY-NC-ND 2.0
Die Donau in Linz - visitlinz www.flickr.com, CC BY-NC-ND 2.0
Die Donau in Wien - icatus www.flickr.com, CC BY-NC-ND 2.0
Hainburg an der Donau - Manfred Werner - Tsui commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Slowakei

Name: Dunaj
Länge: 172 km

Das Land liegt am linken Donauufer. Nach Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei, bildet sie die Grenze zwischen der Slowakei und Ungarn.

Das Landschaftsschutzgebiet Dunajské luhy (Donauauen), das am Stadtrand von Bratislava beginnt, liegt zum großen Teil zwischen Seitenarmen der Donau.


Die Donau in Bratislava (Slowakei). - Lubomir Panak www.flickr.com, CC BY-NC 2.0


Ungarn

Name: Duna
Länge: 417 km

Auf der ungarischen Seite der Donau liegt die ehemalige Hauptstadt Esztergom. Ab Szob gehören beide Seiten des Stromes zu Ungarn.

Bei Visegrád ist das berühmte Donauknie – die Duna ändert ihre Richtung im rechten Winkel und fließt genau nachSüden.

Nach dem Knick erreicht sie Budapest, die Hauptstadt Ungarns. Danach fließt sie entlang der Ungarischen Tiefebene und verlässt bei Mohács den Staat.


Visegrád – Donauknie - Patrick Down www.flickr.com, CC BY-NC 2.0


Kroatien

Name: Dunav
Länge: 137 km

Ab Batina, in Nachbarschaft zu den Ländern Ungarn und Serbien, bildet der Strom bis auf kurze Wegstrecken die Grenze zwischen Kroatien am rechten Flussufer und Serbien. Die wichtigste kroatische Stadt am Fluss ist Vukovar.

Etwas weiter stromabwärts bei Osijek mündet die Drau in die Donau.


Batina: Die Donau bildet die Grenze der Länder Ungarn, Serbien, Kroatien. - Denis Barthel commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Serbien

Name: Dunav
Länge: 687 km

Ab Bačka Palanka liegt auf beiden Ufern Serbien. Apatin ist die größte serbische Stadt an der Donau. Auf ihrem Weg nach Belgrad, der Hauptstadt Serbiens, kommt sie durch Novi Sad. In Belgrad mündet der Fluss Save in die Donau.

Weitere wichtige Zuflüsse sind in Pančevo - Temeschmündung, in Smederevo – Moravamondung (Moldau) und bei Stari Slankamen – Theißmündung. Die Theiß ist der größte Nebenfluss der Donau.

Die Strecke durch das Eiserne Tor an der Grenze Serbiens zu Rumänien war bis zum Bau des Kraftwerkes "Eisernes Tor 1" 1972 das gefährlichste Teilstück des Stromes. Er fließt hier durch die größte und längste Schlucht Europas.


Das Eiserne Tor in Serbien. - Denis Barthel (Denisoliver) commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Rumänien

Name: Dunàrea
Länge: 1075 km

Sie bildet die Grenze zu Serbien und Bulgarien.

Danach fließt sich ein Stück durch das Landesinnere.

Später wird sie der Grenzfluss zu Moldawien und der Ukraine und erreicht schließlich das über das Donaudelta das Schwarze Meer.


Die Donau in Rumänien bei Tulcea. - Paul Istoan www.flickr.com, CC BY-NC 2.0


Bulgarien

Name: Dunav
Länge: 471 km

Durch Bulgarien fließ sie als Grenzfluss zu Rumänien und Serbien.


Die Donau bei in Bulgarien - Blick nach Giurgiu (Rumänien). - www.flickr.com, CC BY-SA 2.0


Moldawien

Länge: 570 m

Durch Moldawien fließt sie nur 570 m.

230 m davon trat die Ukraine an Moldawien zum Bau eines Hafens ab. Das Gebiet ist nicht öffentlich zugänglich.

An dieser Stelle bildet die Donau die Grenze zwischen Bulgarien, Moldawien und der Ukraine.


Hier wurde in Moldawien der Donauhafen bei Giurgiulești gebaut. - Kljagin Konstantin Nikolajewitsch commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Ukraine

Name: Dunai
Länge: 54 km

Der Strom bildet die Grenze zu Rumänien.


Die Donau bei Izmail in der Ukraine. - Yuriy Kvach commons.wikimedia.org, CC BY-SA 4.0


Donaudelta

  • Kilijaarm, der nördliche Arm
    Er bildet die Grenze zwischen Rumänien und der Ukraine und ist ca. 120 km lang.
  • Sulinaarm, der mittlere Arm
    Er liegt in Rumänien und ist mehr als 60 km lang. In ihm fließt weniger Wasser als in den beiden anderen Armen. Darum wird er für die Schifffahrt genutzt.
  • St.-Georgs-Arm, der südliche Arm
    Er hat eine Länge von ca. 110 km. Durch seine vielen Windungen ist er nicht für die Schifffahrt geeignet. Durch die Schönheit der Landschaft entstand hier ein Erholungsgebiet.

Sie bilden das Donaudelta, das die Mündung der Donau ins Schwarze Meer ist. Das Gebiet ist 5 800 km² groß. Der größte Teil davon ist Naturschutzgebiet.


Das Donaudelta ist Erholungsraum und das größte Schilfrohrgebiet der Erde. - Mylco commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0
Pelikane im Vogelparadies Donaudelta. - Wildlife Travel www.flickr.com, CC BY-NC 2.0


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