Tierhandlung

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Eine Tierhandlung wird auch Zoofachgeschäft genannt.

Die Aufgabe der Tierhandlungen ist der Verkauf von Tieren, Tiernahrung und Gegenständen zur Tierhaltung.

Eine gute Tierhändlerin kennt sich gut mit Tieren aus. Sie kann bei der Auswahl des richtigen Haustieres eine wichtige Beraterin sein.
Damit dieser Text leicht zu lesen ist, wird hier die weibliche Form verwendet. Natürlich gilt gleiches immer auch für Männer in diesem Beruf.

Ein Zoofachgeschäft in Nimwegen, Niederlande - Erik1980 commons.wikimedia.org, CC0 1.0



Ausstattung

Auch in einer Tierhandlung kann ein Tier krank werden. Es muss gesondert von den anderen Tieren untergebracht werden.

Sind Tiere durch das Schaufenster zu sehen, dürfen sie nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein.

Außerdem muss/müssen …

  • kaltes und warmes Wasser vorhanden sein.
  • die Räume sauber und keimfrei gehalten werden.
  • alle Tiere, die das Zoogeschäft anbietet, artgerecht untergebracht sein.
  • für ausreichend Luft und Licht gesorgt sein.
  • die Beleuchtung dem Tag und Nacht-Rhythmus der Tierart entsprechen.


Diese Spinne wird verkauft. - Ltshears - Trisha M Shears commons.wikimedia.org, CC0 1.0


Artgerechte Tierhaltung

In den meisten Fällen werden sich Tiere nur kurz in der Tierhandlung aufhalten. Trotzdem sollen sie sich wohl fühlen.

Kein Säugetier und kein Vogel darf sich länger als 3 Monate im Geschäft aufhalten. Darum muss die Händlerin genaue Aufzeichnungen darüber führen, wann jedes Tier im Geschäft eingetroffen ist. Kommt eine Kontrolle, muss sie die Unterlagen für das einzelne Tier vorlegen können. Bei Fischen muss nachgewiesen werden, dass sie keine Wildfänge sind sondern aus Zuchten stammen.


So dürfen Hunde in Geschäften nicht gehalten werden! - geralt pixabay.com, CC0 1.0


Artgerechte Betreuung

Die artgerechte Betreuung beginnt bei der Unterbringung.

Einer Maus gefällt es ganz sicher nicht neben einer Katze zu wohnen.

Für keinen Vogel ist Zugluft gut.

Auch Lärm, Rauch, intensiver Geruch und starke Sonneneinstrahlung stören die Tiere und schaden ihrer Gesundheit.

Die Käfige, Terrarien und Boxen ..., in denen die Tiere untergebracht sind, müssen groß genug und ausbruchsicher sein.

Tiere dürfen nur von der Verkäuferin aus der Unterbringung genommen werden.


Katzen dürfen nicht in der Auslage sein. - Mueller-rech.muenchen commons.wikimedia.org, CC0 1.0


Besondere Anforderungen

Kriechtiere (zB Schildkröten, Schlangen, Krokodile, Leguane ...) dürfen nur verkauft werden, wenn sie an den künstlichen Lebensraum gewöhnt sind und das angebotene Futter annehmen.


Hunde und Katzen müssen für den Verkauf älter als 8 Wochen sein.

Sie müssen voneinander getrennt untergebracht sein.

Sie dürfen auch nicht mit den anderen Tieren zusammen im Geschäft gehalten werden.


Wird in der Reptilienhandlung verkauft ... - Petter Bøckman commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0


Verkaufsberatung

Über jedes Tier in der Zoofachhandlung muss genaue Auskunft über Haltung (Käfiggröße, Auslaufbedarf ...) und Pflege gegeben werden können.


Über den Futterbedarf, jährliche Impfungen und andere ärztliche Kontrollen muss die Käuferin oder der Käufer aufgeklärt werden.


Ein Hinweis auf mögliche Gefahren im Umgang mit dem Tier gehört zu einem Beratungsgespräch.


Fachliteratur zur Tierhaltung - Gong Verlag GmbH commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0 DE


Tierhändler/in oder Tierverkäufer/in

Dieser Beruf kann ausgeübt werden von Menschen ...

  • mit einem Lehrabschluss als Tierpfleger/in.

  • mit dem Abschluss eines Lehrganges über Tierhaltung und Tierschutz.

  • mit einer Ausbildung an einer höheren Schule für Land- und Forstwirtschaft.

  • nach dem Studium der Zoologie oder der Veterinärmedizin (= Tierarzt)


Sie dürfen nur von Angestellten aus der Box genommen werden. - Stephanb de.wikipedia.org, CC BY-SA 3.0


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