Landstraße (3. Bezirk)

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Wusstest du, dass es in St. Marx seit Ende des 14. Jahrhunderts ein Siechenhaus für Pestkranke und Aussätzige gegeben hat? Die zugehörige Kapelle war dem Heiligen Markus (Marks, bzw. Marx) geweiht.


Steckbrief

Fläche: 7,42 km²
Einwohnerzahl: 84 360 (Anfang 2007)
Nachbarbezirke:




Leopoldstadt (Donaukanal)
Simmering
Favoriten
Wieden
Innere Stadt (Wienfluss)
Wichtige Bauwerke:







Hundertwasserhaus
Hochstrahlbrunnen
Arsenal
Schloss Belvedere
Palais Schwarzenberg
Pfarrkirche St. Rochus und Sebastian
Pfarre Maria Geburt
Klosterkirche „Sacre Couer“
Wichtige Straßen:


Rennweg
Landstraßer Hauptstraße
Erdbergstraße
Gewässer:

Donaukanal
Wienfluss
Wichtige Brücken:


Franzensbrücke
Erdberger Brücke
Stadionbrücke
Verkehrsmittel:


U3, U4
Straßenbahnlinien 18, 71
Schnellbahn
Kapelle Sankt Markus
(18. Jahrhundert)
Fassade des Hundertwasserhauses


ehemaliger Schlachthof von St. Marx
Arsenal
Friedhof St. Marx
Stadtkino am Schwarzenbergplatz
Wiener Straßenbahnmuseum


Inhaltsverzeichnis

Wappen

Das Wappen des Bezirkes Landstraße teilt sich in drei Felder.

  • Oben links (Landstraße): der Heilige Nikolaus im bischöflichen Ornat (= die Kleidung eines Geistlichen)
    Er war der Patron des Frauenklosters Sankt Niklas.
  • Oben rechts (Erdberg): eine Erdbeere mit zwei Blättern
  • Unten (Weißgerber): zwei kämpfende silberne Böcke
Bezirkwappen von Landstraße


Bezirksgeschichte

Landstraße

Während der Römerzeit befand sich hier eine Zivilstadt des Legionslagers Vindobona. Später entstand um das Frauenkloster St. Nikolai eine Siedlung namens Niklasvorstadt. Der Name Landstraße geht auf die nach Ungarn führende Land- und Heeresstraße zurück. Im 14. Jahrhundert war die Vorstadt Landstraße ein sehr locker verbautes Gelände. Es gab zahlreiche Weingärten und Felder. Vom "Rainweg", dem Weg, der entlang von Feldern führt, hat der "Rennweg" seinen Namen. Im 15. Jahrhundert war die Landstraße Ort mehrerer Kleinkriege. 1683 wurde die Vorstadt neuerlich von den Türken zerstört. Diesmal war der Wiederaufbau aber umso intensiver. So entstanden zahlreiche Palais und Bürgerhäuser.

Wappen von Landstraße


Erdberg

Der Name "Erdberg" kommt von "Erdburg" (Befestigungsanlage). Diese stand im 12. Jahrhundert im Bereich des heutigen Kardinal Nagl-Platzes. Der englische König Richard Löwenherz ließ sich nach dem gescheiterten Kreuzzug in einem Erdberger Gasthof nieder, um von dort aus die Heimreise anzutreten. Am 21. Dezember 1192 wurde er jedoch von einem Erdberger erkannt, festgenommen und nach Dürnstein gebracht. Erst nach Zahlung eines hohen Lösegeldes wurde er wieder freigelassen. Auf diesem Gebiet entstand auch eine Ortschaft mit dem Namen Nottendorf, das während der 1. Türkenbelagerung zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde.

Wappen von Erdberg


Weißgerber

Diese wird erst im 16. Jahrhundert erwähnt. Es war eine Ansiedlung von Gewerbetreibenden, die Verunreinigungen verursachten, weshalb man sie außerhalb des Stadtgebietes ansiedelte. Es waren dies die Lederer, Gerber und Flecksieder am linken Wienufer. 1683 wurde auch diese Vorstadt von den Türken zerstört, und wieder aufgebaut. 1812 sind hier 2 300 Einwohner registriert. Nach der Eingemeindung wird der Bezirksteil zur Wohnstätte von Beamten, Angestellten und Gewerbetreibenden.

Wappen von Weißgerber


Lage und Grenzen

Die Grenzen sind der Wienfluss und der Donaukanal, im Osten verläuft die Bezirksgrenze an den Simmeringer Gasometern vorbei um den St. Marxer Friedhof herum, die Arsenalstraße Richtung Innere Stadt bis zum Gürtel, längs der Prinz Eugen-Straße bis zum Schwarzenbergplatz und durch die Lothringenstraße wieder bis zum Wienflusstor im Stadtpark.

Lage und Grenzen des 3. Bezirks


Wichtige Gebäude

Die Rennweger Kaserne

Diese war ursprünglich ein Waisenhaus und beherbergte um 1765 rund 1 500 Kinder. Die Knaben wurden unter dem Leiter, "Pater Kindergeneral", Ignaz Parhamer, militärisch gedrillt. In der Waisenhauskirche, der heutigen Kirche Maria Geburt, führte Mozart im Alter von zwölf Jahren eine eigens für die Einweihung komponierte Messe auf.

Ehemalige Kaserne am Rennweg


Der Sofiensaal

1838 wurde hier ursprünglich ein Dampfbad gebaut, 1845 wurde es um eine Schwimmhalle erweitert. In der Ballsaison nutzte man diese als Ballsaal, indem man das Becken überdeckte. Heute ist das Becken wurde später geleert. Der Sophiensaal in der Marxergasse 17 diente lange als eine der bedeutendsten Vergnügungsstätten Wiens. 2001 wurden die Sophiensäle durch einen Brand zerstört.

Sofiensaal


Das Arsenal

Das Arsenal ist eines der größten Militärobjekte Österreichs. Nach der Revolution 1848 entstanden rund um Wien zahlreiche Militäranstalten, um die Bevölkerung besser kontrollieren zu können. Davon existieren heute noch die Rossauer Kaserne im 9. Bezirk und eben das Arsenal. Hier waren die Werkstätten der Armee untergebracht. Kanonen und Gewehre wurden erzeugt. Im Hauptgebäude ist heute das Heeresgeschichtliche Museum untergebracht. Auf dem Gelände des Arsenals sind heute auch etliche Zivilgebäude zu finden.

Arsenal


Das Konzerthaus

Das Konzerthaus befindet sich in der Lothringerstraße. Es entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In ihm sind zahlreiche Säle, der größte fasst 2 000 Personen. Im gleichen Gebäude befindet sich die Akademie für Musik und darstellende Kunst.

Konzerthaus


Der Wiener Eislaufverein

Im 19. Jahrhundert wurde bereits am Gelände des heutigen Bahnhofs Wien Mitte eisgelaufen. Vor der Verbindungsbahn zum Prater befand sich der Hafen des Wiener Neustädter Kanals. Dieser sollte eine künstliche Wasserverbindung nach Triest und damit ans Mittelmeer bilden, um Wien an das Meer anzubinden. Das Projekt scheiterte an Geldmangel. Erhalten ist jedoch noch heute ein Teil dieses Kanals, nämlich der Graben zwischen dem Bahnhof Wien Mitte und der Schnellbahnstation Rennweg.

Wiener Eislaufverein im Sommer


Das Hundertwasserhaus

Das Hundertwasserhaus ist eine Touristenattraktion. Das vom Künstler Friedensreich Hundertwasser gestaltete Haus wurde zwischen 1983 und 1985 in der Nähe der Weißgerber Lände gebaut. Es erscheint äußerst bizarr. Die schiefen Wände, die schiefen Böden, die Säulen, Fenster und die gesamte Gestaltung sind jedenfalls für Hundertwasser typisch. Das Hundertwasserhaus ist eines der meist besuchten Gebäude Österreichs.

Hundertwasserhaus; entworfen von Friedensreich Hundertwasser


Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz

Am 24. Oktober 1873 wurde der Brunnen (gebaut von Anton Gabrielli) anlässlich der Fertigstellung der Ersten Wiener Hochquellenwasserleitung eröffnet. Die Idee für den Brunnen entspricht der Vorstellung seines Sponsors von einem Jahr: 365 kleine Springbrunnen am Beckenrand für die Tage eines Jahres, 12 hohe Strahlen für die Monate, 24 mittlere für die Stunden und 30 kleine für die Monatstage. 1906 wurde der Hochstrahlbrunnen in einen Leuchtbrunnen umgewandelt.

Hochstrahlbrunnen


Schloss Belvedere

Es ist eines der bedeutendsten Palais der Landstraße und einer der schönsten Bauten Wiens. Es wurde zwischen 1714 und 1723 im Barockstil vom Baumeister Johann Lukas Hildebrandt erbaut. Bauherr war Prinz Eugen von Savoyen. Bemerkenswert ist der Schlosspark zwischen Oberem Belvedere (Gürtel) und Unterem Belvedere (Rennweg). Heute sind in den Gebäuden Museen und Kunstsammlungen untergebracht. Berühmtheit erlangte das obere Belvedere durch die Unterzeichnung des Staatvertrages am 15. Mai 1955.

Schloss Belvedere


Palais Schwarzenberg

Bauherr des Palais, das sich in der Nähe des Belvederes befindet, war Graf Mansfeld. Er starb jedoch vor der Fertigstellung 1715. 1716 erwarb Graf Schwarzenberg das Gebäude und ließ es bis 1728 fertig stellen. Heute beherbergt der Palast ein Luxushotel.

Palais Schwarzenberg


Palais Rasumofsky

Der Botschafter des russischen Zaren, Fürst Alexander Kyrill Rasumofsky ließ das Palais Anfang des 19. Jahrhunderts errichten. Es befindet sich in der Rasumofskygasse. Während des Wiener Kongresses, 1815, war es Ort zahlreicher Festivitäten. Ludwig van Beethoven brachte hier viele Werke zur Uraufführung. Der Park reichte ursprünglich bis zur Erdberger Lände. Heute beherbergt das Palais die Geologische Bundesanstalt.

Palais Rasumofsky


Wiener Flaktürme

Die Wiener Flaktürme sind sechs große, aus Stahlbeton errichtete Abwehr- und Schutzbauten in Wien, die in den Jahren 1942 bis 1945 als riesige Luftschutzanlagen mit aufmontierten Flugabwehrgeschützen und Feuerleitanlagen erbaut wurden. Der Architekt der Flaktürme war Friedrich Tamms (1904–1980). Zwei von ihnen stehen im Arenbergpark.

Flakturm im Arenbergpark


Museen

Österreichische Galerie Belvedere

Das Belvedere, wie sich das Bundesmuseum Österreichische Galerie Belvedere seit 2007 nennt, ist ein bedeutendes Kunstmuseum im gleichnamigen Schloss. Es beherbergt Kunst mehrerer Epochen, die vom Mittelalter über das Barock bis ins 21. Jahrhundert gehen. Ein Schwerpunkt liegt auf den österreichischen Malern.

Das Kunsthaus Wien

Das Kunsthaus Wien ist ein von Friedensreich Hundertwasser gestaltetes Museum und befindet sich in der Unteren Weißgerberstraße 13. Im Kunsthaus Wien ist die weltweit einzige permanente Ausstellung der Werke von Friedensreich Hundertwasser zu sehen, darüber hinaus werden regelmäßig Wechselausstellungen von Werken anderer Künstler gezeigt. Die Ausstellungsfläche beträgt rund 1 600 m².

Der Kuss, gemalt von Gustav Klimt (ausgestellt in den Galerien des Schloss Belvedere)


Heeresgeschichtliches Museum

Es zeigt Ausstellungsstücke aus der Geschichte des österreichischen Militärwesens: Gemälde, Fotografien, Uniformen, Schlachtschiffmodelle, Waffen und Dokumente. Das Museum befindet sich im Arsenal.

Wiener Straßenbahnmuseum

Es ist ein dem öffentlichen Verkehr gewidmetes Museum und das größte Straßenbahnmuseum der Welt. Dort ist eine Sammlung originaler historischer Straßenbahnfahrzeuge und Autobusse zu sehen. Das Museum am Ludwig-Koeßler-Platz zählt zu den umfangreichsten Originalsammlungen weltweit.

Heeresgeschichtliches Museum


Arnold Schönberg Center

Das Arnold Schönberg Center am Schwarzenbergplatz 6 ist seit 1998 zentraler Aufbewahrungsort von Arnold Schönbergs Nachlass und ein öffentliches Kulturzentrum. Der Nachlass blieb nach seinem Tod im Jahr 1951 im Besitz seiner Familie und wurde bis 1964 von seiner Witwe Gertrud Schönberg verwaltet. In den 1970er Jahren entschlossen sich seine Erben die Sammlung der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Bezirksmuseum

Im Bezirksmuseum am Karl Borromäus Platz 3 ist die Bezirks- Kultur- und Kunstgeschichte des 3. Bezirkes zu sehen. Einen Schwerpunkt bildet die römische Zivilstadt.

Arnold Schönberg Center


Kirchen

Pfarrkirche St. Rochus und Sebastian

Landstraßer Hauptstraße 54-56
Kirche und Kloster der Augustiner, 1642 erbaut, wurden nach der 2. Türkenbelagerung um 1690 wieder aufgebaut. Die heutige Gestaltung erfolgte 1720. 1783 wurde die Kirche zur Pfarrkirche erhoben. In der Franzosenzeit diente das Kloster von 1805-1809 als Lazarett. 1812 wird das Kloster aufgehoben, Weltpriester übernahmen den Dienst.


Pfarre "Maria Geburt"

Rennweg 91
Die ursprüngliche Kirche des Waisenhauses wurde am 7. Dezember 1768 eingeweiht. Der zwölfjährige Mozart führte seine eigens komponierte "Waisenhausmesse" unter Beisein Maria Theresias und Kaiser Joseph I. auf. Als erste der Wiener Kirchen erhielt diese "Schwätzerkommissare" zugeteilt, die auf strenge Ordnung zu achten hatten. Auch das erste "Vierzigstündige Gebet" wurde in dieser Kirche abgehalten.

Kirche St. Rochus und Sebastian


Pfarrkirche "Zur dreimal wunderbaren Muttergottes"

Buchengasse 108
Ab 1888 wurden Kloster und Kirche gebaut. Die Kaiserfamilie spendete dafür ca. 900 m² des Botanischen Gartens als Baugrund. Die Weihe erfolgte 1891. Der Hochaltar ist eine Spende Kaiser Franz Josefs I. Seit 1939 ist das Gotteshaus eine Pfarrkirche.


Pfarrkirche "Maria vom Siege"

Arsenal 19
Die Kirche wurde 1856 von Karl Rösner gebaut und diente den untergebrachten Regimentern als Gotteshaus sowie als Begräbnisstätte für verdiente Offiziere. 1944 wurde die Arsenalkirche durch Bomben schwer beschädigt, 1953 aber wiedereröffnet.

Pfarrkirche "St. Peter und Paul"

Die Weihe der Kirche zu Ehren der Apostel Petrus und Paul erfolgte 1726. 1783 wurde sie Pfarrkirche, der Friedhof davor wurde aufgelassen, die Gebeine auf den St. Marxer Friedhof überführt. Sehenswert sind das Hochaltarbild "Abschied der Apostel Petrus und Paul" von Georg Schilling.

Kirche Maria vom Siege


Pfarrkirche "Zum Heiligen Johannes Don Bosco"

Apostelgasse 1
Die Gesellschaft der Salesianer Don Boscos baute zwischen 1908 und 1910 das Knabeninternat mit einer Kapelle. Diese wurde 1933 zur Pfarrkirche erhoben. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde an selber Stelle eine neue Kirche gebaut, die 1958 eingeweiht wurde.


Pfarrkirche "St. Othmar unter den Weißgerbern"

Kolonitzplatz 1
Friedrich Schmidt, der Erbauer des Neuen Rathauses entwarf die Kirche und ließ sie zwischen 1866 und 1873 errichten. Seit 1874 ist sie Pfarrkirche. Der 80 m hohe Turm ist der dritthöchste Kirchenturm Wiens. Halbmond und Stern sollen auf die Zerstörung der ersten Weißgerber Kirche durch die Türken hinweisen.


Kirche der Elisabethinen

Landstraßer Hauptstraße 4a
Die Kirche wurde zwischen 1710 und 1711 erbaut und im Jahr 1743 unter Franz Anton Pilgram teilweise umgestaltet. Bemerkenswert ist die lebensgroße Statue des "Schmerzensmannes", mit der sich eine Landstraßer Sage verknüpft. Die Haupt- und Beinreliquien der Heiligen Elisabeth sind ein sehr wertvoller Schatz. Sie werden jeweils an den Tagen um den 19. November in einem gläsernen Schrein mit Silberfassung zur Verehrung aufgestellt.

Kirche der Elisabethinen


Herz Jesu Kirche

Landstraßer Hauptstraße 137
Die Kirche ist die auffälligste in der oberen Landstraßer Hauptstraße. Sie wurde von 1903 bis 1906 erbaut. Der Orden "Dienerinnen des heiligsten Herzens Jesu" wurde 1866 in Paris gegründet. Wenige Jahre später kamen 13 Schwestern nach Wien und pflegten Kranke in der Rudolfstiftung. Seit 1945 besteht das private Herz-Jesu-Krankenhaus gleich im Anschluss an die Kirche.

Herz Jesu Kirche


Kirche "Zum Heiligen Kreuz" der Kongregation der Resurrektionisten

Der Rokokobau (1763) am Rennweg 5a diente ursprünglich als Garde- und Hospitalkirche. Seit 1897 ist das Gotteshaus die polnische Nationalkirche in Wien. Sehenswert sind die vielen wertvollen Kunstwerke, besonders das Bild "Christus am Kreuz" von Peter von Strudel. Die Resurrektionisten sind ein polnischer Orden, der auch die Kirche am Kahlenberg betreut. Papst Johannes Paul II. besuchte die Kirche 1983.

Kirche Zum Heiligen Kreuz


Kirche des Ordens der "Heimsuchung Mariä" ("Salesianerinnen")

Es ist die prächtigste Kirche am Rennweg 10 des 3. Bezirks und eine der schönsten von Wien. Der Grundstein wurde 1717 gelegt. In der Schwesterngruft liegt die Kaiserin Amalie Wilhelmine, die 1742 gestorben ist.


Klosterkirche "Sacre Coeur"

Der Frauenorden am Rennweg 31 entstand nach der französischen Revolution und hat in Bregenz und Graz weitere Niederlassungen. Die Kirche wurde 1877 fertig gestellt.


Spitäler

Rudolfstiftung

Die Rudolfstiftung in der Juchgasse 25 wurde von Kaiser Franz Joseph I. im Jahr 1858 anlässlich der Geburt seines ersten Sohnes und designierten Thronfolgers Kronprinz Rudolf gestiftet. Nach achtjähriger Bauzeit wurde die Rudolfstiftung fertig und im Jahr 1865 offiziell feierlich eröffnet.

Krankenhaus St. Elisabeth

Das St. Elisabeth Krankenhaus in der Landstraßer Hauptstraße 4a gehört zu den ältesten Krankenhäusern von Wien. Nachdem der Orden der Elisabethinen 1709 nach Wien gekommen war und am 22. März 1710 ein eigenes Haus an der Landstraßer Hauptstraße erworben hatte, wurde 1715 das dem Kloster angeschlossenes Spital in Betrieb genommen.

Krankenhaus St. Elisabeth


Denkmäler

Karl-Borromäus-Brunnen

Der Karl-Borromäus-Brunnen ist ein denkmalgeschützter Brunnen auf dem Karl-Borromäus-Platz. Er gilt als eines der wenigen Beispiele für Freiplastiken aus der Zeit des Jugendstils.

Karl Borromäus Brunnen


Straßen, Gassen, Plätze, Brücken

Straßen und Gassen

Am Heumarkt

Er war damals ein Verkaufsplatz für Heu, das von auswärtigen Bauern herangebracht wurde. Daher kommt auch der Name dieser Straße.

Apostelgasse

Diese Gasse heißt seit 1862 Apostelgasse. Ursprünglich wurde sie Kirchengasse genannt. Benannt wurde sie nach den Aposteln Peter und Paul, denen die Erdberger Pfarrkirche geweiht ist.

Heumarkt


Erdbergstraße

Ein Teil der Straße hieß früher Erdberger Hauptstraße bzw. Antongasse, ein anderer Teil davon Mitterweg. Der Name Erdberg geht zurück auf die alte Vorstadt, die sich früher hier befand.

Ghegastraße

Sie wurde nach Carl Ritter von Ghega (1802–1860) benannt. Er war Ingenieur und Erbauer der Semmeringbahn. Die Semmeringbahn war die erste Gebirgsbahn der Welt.

Gigergasse

Sie gibt es seit 1903. Sie wurde nach Jakob Giger (1751–1834) benannt. Er war seinerzeit Grundrichter der Vorstadt Landstraße.

Grimmelhausengasse

Sie gibt es seit 1919. Sie wurde nach Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen benannt. Er war ein deutscher Romanschriftsteller. Er verfasste unter anderem Simplicissimus.

Gudrunstraße

Sie gibt es seit 1900. Sie wurde nach dem mittelhochdeutschen Gudrun-Epos aus dem 13. Jahrhundert benannt.

Carl von Ghega auf der Vorderseite der 20 Schilling-Note


Haidingergasse

Sie wurde nach Wilhelm Ritter von Haidinger (1795–1871) benannt. Er war Mineraloge und Geologe sowie der Gründer und der erste Direktor der Geologischen Reichsanstalt.

Hofmannsthalgasse

Sie wurde nach Dr. Hugo von Hofmannsthal (1874–1929) benannt. Er war Schriftsteller verschiedenster Ausprägungen und Mitbegründer der Salzburger Festspiele.

Invalidenstraße

Sie wurde nach dem dortigen unter Josef II. bestehenden Invalidenhaus, welches 1787 gegründet wurde, benannt. 1909 wurde es nach Lainz bzw. Speising übersiedelt.

Jacquingasse

Sie wurde nach Nikolaus Joseph Freiherr von Jacquin (1727–1817), einem bedeutenden österreichischen Naturforscher, der der erste Direktor des nahen Botanischen Gartens am Rennweg war, benannt.

Karl-Farkas-Gasse

Sie wurde nach Karl Farkas (1892–1971), einem bekanntem österreichischen Schauspieler, Kabarettist, Regisseur und Drehbuchautor benannt.

Wilhelm Ritter von Haidinger
Lithographie von Josepf Kriehuber (1844)


Landstraßer Haupstraße

Sie wurde nach dem ehemaligen Vorstadtnamen Landstraße benannt, der bis ins 13. Jahrhundert zurückgeht. Die Landstraße war eine bedeutende Ausfallstraße von Wien Richtung Ungarn.

Lothringerstraße

Es gibt sie seit dem Jahr 1904. Sie wurde nach dem Adelsgeschlecht Lothringen benannt. Durch die Heirat von Franz Stephan von Lothringen mit Maria Theresia entstand 1736 das Haus Habsburg-Lothringen.

Landstraßer Hauptstraße


Marxergasse

Sie wurde nach Anton Marxer (1703–1775) benannt. Er war Weihbischof von Wien (1749). Er förderte das Landstraßer Waisenhaus.

Modecenterstraße

Sie wurde nach dem Textilzentrum benannt, welches 1977/78 anstelle des dortigen Auslandsschlachthofes errichtet wurde.

Marxergasse


Prinz-Eugen-Straße

Sie wurde nach dem Feldherr Prinz Eugen von Savoyen benannt. Er kämpfte unter anderem gegen die Türken und ließ das Schloss Belvedere erbauen.

Rennweg

Der Name Rennweg ist zurückzuführen auf Rainweg (Roanweg, Weg zwischen den Feldern) oder auf dort abgehaltene Wettrennen.

Rochusgasse

Sie wurde nach dem Heiligen Rochus, dem Schutzheiligen gegen Seuchen und dem Namenspatron der dortigen Pfarrkirche Zum Heiligen Rochus und Sebastian benannt.

Prinz Eugen Straße


Plätze

Dannebergplatz

Er wird seit 1949 nach Dr. Robert Danneberg (1885–1942), einem Juristen und bedeutenden Mann der damaligen Wiener Stadtverwaltung benannt. Auf dem Dannebergplatz befindet sich der Arenbergpark.

Emmerich-Teuber-Platz

Er wurde nach dem Gründer der Pfadfinderbewegung in Österreich, Emmerich Teuber, benannt.

Gedenkstein für Robert Danneberg am Dannebergplatz


Fiakerplatz

Angeblich wohnten in dieser Gegend von Erdberg früher besonders viele Fiaker. Daher kommt auch der Name des Platzes.

Heinrich-Drimmel-Platz

Ihn gibt es seit 1997. Er wurde nach Dr. Heinrich Drimmel (1912–1991) benannt. Dieser war 1954–1964 österreichischer Unterrichtsminister und später dann Vizebürgermeister von Wien (1964–1969).

Fiakerplatz


Kardinal-Nagl-Platz

Er wurde nach Kardinal Dr. Franz Xaver Nagl (1855–1913) den Erzbischof von Wien (1911–1913) benannt. Er wurde in der Landstraße geboren.

Radetzkyplatz

Er wurde nach dem Feldherrn Josef Wenzel Graf Radetzky von Radetz (1766–1858) benannt. Er war Generalkommandant der österreichischen Armee in Oberitalien und entwarf die Strategie für die Völkerschlacht bei Leipzig.

Platz der Opfer der Deportation

Er wurde im Gedenken an die vom Aspangbahnhof deportierten Opfer des NS-Regimes benannt.


Schwarzenbergplatz

Er wurde nach dem Feldmarschall Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg (1771–1820) benannt. Er war seinerzeit Anführer der siegenden alliierten Truppen bei der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 im napoleonischen Krieg. 1814 kam es unter seiner Führung zum Frankreich-Feldzug bis nach Paris.

Schwarzenbergplatz


Brücken

Franzensbrücke

Sie wurde 1801-1803 als Weißgerberbrücke erbaut 1844-1848 wurde sie umgebaut und nach Kaiser Franz I. benannt. Nach dem 2. Weltkrieg musste sie neu aufgebaut werden (1947/48).

Erdberger Brücke

Sie wurde 1971 als Teil des Knotens Prater eröffnet.

Stadionbrücke

Sie wurde 1874-1876 als Kaiser-Joseph-Brücke errichtet. 1919 wurde sie in Schlachthausbrücke umbenannt. Seit 1937 heißt sie Stadionbrücke. In den Jahren 1959-1961 wurde sie umgebaut.

Franzensbrücke


Gewässer

Donaukanal

Wienfluss

siehe Hauptartikel der "Wienfluss"

Wienfluss


Öffentliche Verkehrsmittel

  • U3, U4
  • Straßenbahnlinien 1, 18, 71, 0
  • Autobus 4A, 74A, 77A
  • Schnellbahn
  • U3:
    führt ab 2.12.2000 von Simmering über den 3. Bezirk nach Ottakring.
    Haltestellen im 3. Bezirk:
    Erdberg – Schlachthausgasse - Kardinal Nagl-Platz - Rochusmarkt
  • U4:
    führt von Heiligenstadt nach Penzing, hält in der Station Landstraße
  • S-Bahn:
    führt quer durch Wien, hält im 3. Bezirk im Bahnhof Wien-Mitte (Landstraße) und Rennweg (Kreuzung Rennweg - Ungargasse)
  • 74A:
    fährt von der Station Wien Mitte über die Landstraßer Hauptstraße, zur Leberstraße St. Marx
  • 71:
    fährt vom Schwarzenbergplatz kommend über den Rennweg nach Simmering
  • 18:
    über die Schlachthausgasse zum Landstraßer Gürtel Richtung Südbahnhof
Autobus der Linie 74A


Parks

Arenbergpark

Der Park wurde 1785 von Nikolaus I. Joseph Fürst Esterházy angelegt. Im Park befinden sich Plastiken von Josef Schagerl und eine Gedenktafel für Robert Danneberg, nach dem auch der Platz um den Park benannt ist.

Stadtpark

Er erstreckt sich vom Parkring im 1. Bezirk bis zum Heumarkt im 3. Bezirk und ist eine sowohl von Touristen als auch von einheimischen Bürgern gern besuchte Parkanlage.

Schweizer Garten

Der Park entstand im Jahr 1904, nachdem 1890 der Linienwall, an dieser Stelle etwa im Bereich des heutigen Landstraßer Gürtels, abgetragen worden war. Der Name erinnert an die Hilfsaktionen der Schweizer nach dem Ersten Weltkrieg.

Kursalon Hübner im Wiener Stadtpark
Schweizergarten


Freizeitangebote

Rabenhof Theater

Es bietet seinen Besuchern in der Rabengasse 3 eine Mischung aus jungem, kritischem Theater, Kabarett und Kleinkunst.

Akademietheater

Das Theater in der Lisztstraße 1 ist die kleine Spielstätte des Burgtheaters. Hier werden hauptsächlich zeitgenössische Stücke gespielt.

Figurentheater Lilarum

Das Puppentheater für Kinder ist in der Göllnergasse 8. Es zeigt jährlich zwei Neuproduktionen. Die Figuren des Theaters werden von bekannten österreichischen Schauspielern, Kabarettisten und Musikern gesprochen.

3raum Anatomietheater

Dieses Theater in der Beatrixgasse 11 gibt es seit dem Jahr 2006. Neben Theateraufführungen werden auch Performances, Konzerte, Filme, Feste und Literaturvorstellungen angeboten.

Arena

In der Baumgasse 80 können verschiedenste Musikveranstaltungen und Konzerte besucht werden. Im Sommer gibt es dort sogar ein Freiluftkino.

Stadtkino

Es befindet sich am Schwarzenbergplatz 7. Seit den 90er Jahren ist es auch als Filmverleih tätig.

Rabenhof Theater
Akademietheater
Arena; Außenansicht


Sagen und Geschichten


Externe Links

Sonstiges

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